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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit der Selbstbeherrschung ...,
Von Martin Lorenz "martin.k-lorenz" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: The Eternal (Audio CD)
... ist das so eine Sache, sie läßt sich einfach nur eine begrenzte Zeit aufrecht erhalten, irgendwann erliegt man ganz zwangsweise dem Drang, alle Beschränkungen fallen zu lassen. Das ist menschlich. Und irgendwann ist jetzt. Nach dem Besuch des phänomenalen Konzerts von Sonic Youth im Münchner Haus der Kunst habe ich noch schwer mit den Worten gerungen, um sie nicht ganz so kritiklos und liebedienerisch klingen zu lassen. Damit ist es mit dem neuen Album endgültig vorbei. Diese Platte, das muß einfach raus, ist besser fast nicht hinzubekommen, eine Offenbarung vielleicht, in jedem Falle aber ein perfektes Stück Musik. Sie enthält alle Ingredienzien, die Sonic Youth seit nunmehr 28 Jahren so unverwechselbar machen - und das ist in der heutigen Zeit vielleicht das größte Kompliment, was man einer Band machen kann. Sie klingen nicht "wie" oder "nach", sie sind Stil und Original in einem. Rückkopplungsorgien, kantige Breaks, atonale Verzerrungen, herzzerreißende Melodien - alles dabei und von allem genug. "Sacred Trickster" war als Appetizer in seiner Wucht schon nicht zu verachten, "Anti-Orgasm" bietet als Duett fast schon schwermetallische Riffs nebst bandtypischem Fadeout, ebenso grandios der Swing von "Malibu Gas Station", die fast schon befremdliche Harmonie bei "Walking Blue" und die winzige, augenzwinkernde Drumsession von "What We Know". Getreu dem Motto "Das Beste zum Schluß" haben sie mit "Massage The History" die Essenz ihres Schaffens ans Ende der Platte gelegt, knappe zehn Minuten zwischen Lamm und Biest, zwischen Leere und Lärm, Kim Gordon wimmert waidwund zum Gotterbarmen, der Rest sägt und hämmert die Einrichtung darnieder und am Ende steht wie so oft der atemlose, einzelne Ton als Monument. Ob das nun die Platte für die "Ewigkeit" ist, müssen andere entscheiden - für den Moment allerdings fällt mir weiß Gott keine Alternative ein. Wollen wir also hoffen, dass die Band dem alterstypischen Greisen-Casting von Rick Rubin so lange wie möglich widerstehen kann. Denn - Herrgott nochmal - wenn diese Welt gerecht ist, dann spielen sie in zwanzig Jahren keine Kammermusik, sondern immer noch diesen genialen Sound. Jawoll.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"The Eternal" ist nichts weniger als ein Meisterwerk!,
Von Velvia Blue (Paderborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Eternal (Audio CD)
Die kurze Frühjahrstour ließ schon Großartiges vermuten, aber daß das neue Album SO gut werden würde konnte man nun doch nicht erwarten: Sonic Youth schaffen es ihrem an Höhepunkten nicht gerade armen Gesamtwerk ein Album hinzuzufügen, das auf Augenhöhe mit ihren Allerbesten steht. Die Band fegt hier wie im Rausch durch ein Set von Stücken, das einen atemlos euphorisiert mit der Frage zurückläßt, wie die es schaffen fast 30 Jahre nach ihrer Bandgründung noch so frisch, so rotzig, und dabei so cool und abgeklärt zu klingen. Mehr Rock'n'Roll (dessen Gitarrensound durch die famose Produktion übrigens bestens zur Geltung kommt) gab es von dieser Band seit "Goo" nicht mehr. Woahhh!(Anmerkung: Das noch nicht erschienene Album konnte im Rahmen einer Vorbestellung per Stream legal in voller Länge probegehört werden.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder Noise!,
Von T.K. "tapeyourself" (dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Eternal (Audio CD)
Nach "Rather Ripped" war man schon etwas verunsichert. Es war zwar schön und hatte seine Momente; aber es war halt nur "schön". Irgendetwas fehlte. Das Album wirkte irgendwie unfertig. Die Energie und der Zauber, der Sonic Youth seit 1981 umgibt, kam bei weitem nicht so rüber, wie man es sich erhofft hatte. Vor allem der Noise musste poppigen Riffs Platz machen.Später erfuhr man, dass dies alles der Firmenpolitik des Major-Labels Geffen zu "verdanken" war. Und endlich stand der Labelwechsel zu dem Indie-Label Matador an. Der Enthusiasmus und die wieder gewonnene Energie sind auf "The Eternal" unglaublich spürbar! "Sacred Trickster" bietet einen energetischen Einstieg für das Album mit wunderschönen dissonanten Gitarren und einem bösen Ende (was auf der Platte sowieso an der Tagesordnung ist) und Kim Gordon zeigt, dass sie zumindest doch ein bisschen singen kann. Bei "Malibu Gas Station" und "Calming The Snake" möchte man seine Meinung gern revidieren; doch ganz ehrlich: Was wäre Sonic Youth ohne Kim Gordons Stimme und ihrem Nicht-Gesang ?! "Leaky Lifeboat (for Gregory Corso)" zeigt endlich mal wieder wie gut Moores und Gordons Stimme harmonieren, ist aber melodisch eindeutig dem UK-Bonustrack "Eyeliner" von "Rather Ripped" entlehnt. "Back To The Roots" gilt für den Song "Poison Arrow", welcher direkt von "The Velvet Underground and Nico" stammen könnte. Noch nie klang Thurston Moore so sehr nach seinem Vorbild Lou Reed wie hier. Auch der Refrain von Ranaldo und Gordon ist stilistisch dem Klassiker zuzuordnen. Das Riff von "Thunderclap For Bobby Pyn" und das Arrangement von "Massage The History" sind eindeutig bei der Arbeit an Thurston Moores Soloplatte "Trees Outside The Academy" entstanden und es macht wahnsinnig Spaß sie zu entdecken; was übrigens für alle Lieder gilt! Den Höhepunkt meiner Meinung nach markiert "Anti-Orgasm", der als Hommage an den Film "Das wilde Leben" und die darin verkörperte Gegen- alles- und- jeden- Einstellung entstanden ist. Mit seinen Noise-Attacken und dem psychedelischen Outro ist er ein Sonic Youth Song geworden, der einfach mal nicht besser hätte geschrieben werden können. Alles in allem ist natürlich der Pop, gerade durch den Gesang, auf dem Album weiterhin vertreten. Deshalb und wegen der oben genannten entlehnten "Riffs" gibt es einen Punkt Abzug. Da es aber endlich wieder Noise (und zwar so richtig) gibt und Sonic Youth es wieder einmal geschafft haben ein Album zu produzieren, das so anders als alle anderen ist und trotzdem Sonic Youth, gibt es volle Punktzahl! Und außerdem: Sie sind Sonic Youth, damit das klar ist! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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