Ich habe mir das Buch aufgrund der extrem positiven Bewertungen hier gekauft und kann nur sagen - schade!
Im Vorwort (das mir noch sehr gut gefallen hat) gibt die Autorin zu, dass sie keine Schriftstellerin ist und wohl auch keine werden wird und das merkt man dem Buch schon an. Ich habe einige Zeit gebraucht, mich in die Handlung hineinzufinden. Die Handlungsstränge und Kapitel waren mitunter zu kurz und sprunghaft und die Hauptpersonen (von denen es schon mal mindestens 6 gibt) sind teilweise zu oberflächlich beschrieben und dafür nebensächliche Dinge oder die Entstehungsgeschichte der Etanaer so ausführlich erörtert, dass ich mich damit nicht weiter befassen mochte. Insgesamt hat mich das Buch nicht mitgerissen, war mir zu langweilig und ich hatte Probleme es bis zum Ende durchzulesen (zugegeben habe ich dabei auch noch etwas gemogelt, weil noch andere - und bestimmt bessere - Bücher auf mich warten...)
Es geht ähnlich zu wie in anderen Vampirromanen, wo die passenden Lebenspartner/innen gesucht werden und das ist ja grundsätzlich schon mal nicht schlecht. Hier sind es aber gleich 3 männliche Etanaer, die fast zeitgleich auf ihre Partnerinnen, hier Eme-biuris² genannt (die ständig wiederholten Ordnungszahlen für die Erklärungen, die sich im Anhang des Buches befinden hätte man m.E. auch weglassen können, stören auf Dauer doch nur wie man vielleicht hier schon sieht).
Die Etaner können sich ihren Eme-biuris² kaum entziehen. So entwickelt sich die Geschichte zwischen Leon und Alishia, die zufällig am Strand aufeinandertreffen wobei Alishia zum unfreiwilligen Blutspender wird und nicht nur das: Leon fällt auch anderweitig über sie her und wird von seinen Brüdern schließlich aufgeklärt, dass er sie wohl geschwängert haben muss. Denn die Etanaer sind außerordentlich fruchtbar. Ein Aspekt der Leon leider kurzfristig entfallen war - ziemlich pubertär! Also folgt er ihr wie ein Schatten. Nathan rettet in einer Bar eine Frau, der ein widerlicher Kerl k.o.-Tropfen und Drogen in ihren Drink geschüttet hat, wodurch sie tagelang high ist. Alejandro begegnet seiner "Auserwählten" Carmen in einem Restaurant. Dummerweise hat diese aber eine Zwillingsschwester, die sich noch dazu als äußerst bösartig erweist. Dass ein über 500 Jahre alter Mann bzw. Vampir mit entsprechenden Fähigkeiten und Lebenserfahrung die beiden nicht auseinanderhalten kann, fand ich einfach nur unglaubwürdig.
Gut gefallen hat mir, dass in Anhang sämtliche Personen bzw. Etaner mit Geburtsdatum, Verwandtschaftsbezug etc. noch einmal aufgeführt werden und das ist auch recht hilfreich, um den Überblick nicht zu verlieren wer zu wem gehört. Aber das war's auch leider schon, die nächsten Etaner müssen ihre Eme-biuris² ohne mich suchen. Da hilft auch der fiese Cliffhanger am Schluss nicht mehr...
Für mich jedenfalls keinerlei Alternative zu Lara Adrian, Black Dagger und Konsorten und das schlechteste Buch was ich seit langem gelesen habe. Selbst das neue Biss-Buch (Bree Tanner) hat mich noch mehr gefesselt. Oder wenn es denn etwas ähnliches aus Deutscher Feder sein soll, würde ich von Vanessa Dungs "Abtrünnig" empfehlen.