Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Cohen und ich..., 15. Februar 2007
Eine Idee, die Schule machen sollte: Ein Musiker "darf" selber sein eigenes Best-of zusammenstellen... Jedenfalls, im Fall von Leonard Cohen war das eine hervorragende Idee: Der Mann ist seit 1968 im Geschäft und schafft es, mit einem Musikstil, der nie so richtig im Trend lag, dennoch über 30 Jahre lang berühmte Alben aufzunehmen. Auch wenn einige davon bei der Kritik umstritten sind -- ein Flop war nie dabei.
Meist wird der Songwriter Leonard Cohen unter "Folk" eingeordnet, aber irgendwie war Cohen schon immer anders. Warum er so erfolgreich ist -- müßig zu spekulieren. Vielleicht liegt's an den Texten (Nach wie vor nimmt Cohen nur selten Songs aus fremder Feder in sein Repertoire auf; "The Partisan" gehört zu den wenigen Ausnahmen), von denen viele auch ohne Musik bestehen könnten als eigenwillige Gedichte, die zwischen bitterböser Zeitkritik und zeitlosen poetischen Bildern oszillieren. Vielleicht liegt's an dieser Mischung aus Melancholie und Aggressivität -- von seinem Album "Songs of Love and Hate" hieß es z.B., es sollten am besten doch gleich die Rasierklingen mitgeliefert werden... Vielleicht liegt's an seinem unfehlbaren Instinkt dafür, wie eine gute Melodie gebaut sein muss: Einfach, klar strukturiert, aber niemals banal. Sicher liegt's auch an Cohens Stimme -- Cohen ist nicht gerade das, was man einen "brillanten Bass" (oder Bariton; je nachdem) nennen kann, aber wie er seine rauhe und zugleich sanfte Stimme einsetzt, verleiht seinen Songs ihre intensive Wirkung. Dass nahezu jeder Popmusiker, der was auf sich hielt, irgendwann (mindestens) einen Song von Cohen gecovert hat, beweist einerseits die Klasse dieser Songs und ändert gleichzeitig trotz noch so brillanter Cover-Versionen nichts daran: Nobody sings Cohen like Cohen...
"The Essential Leonard Cohen" versammelt auf 2 CDs Cohens 32 Lieblingssongs in chronologischer Reihenfolge; von "Suzanne", "The Stranger Song" und "Sisters of Mercy" (1968) bis "Love Itself" (2004). Jedes Studio-Album von "Songs of Leonard Cohen" bis "Dear Heather" ist mit mindestens einem Songs vertreten (wenn ich das richtig sehe), und doch erkennt man schnell, was Cohens eigene Favoriten sind: Neben den ersten Alben bis ca. 1974 sind vor allem zwei seiner vier letzten Studio-Alben (I'm Your Man, The Future) bemerkenswert gut vertreten. Ich stelle fest: Cohen und ich haben sehr ähnliche Vorlieben, was des Meisters Musik angeht...
"The Essential Leonard Cohen" ist das etwas andere "Greatest Hits"-Album; eine liebevoll zusammengestellte Doppel-CD, will mir scheinen, die einen guten Überblick über Cohens Werdegang mit einer repräsentativen Zusammenstellung seiner größten Erfolge verbindet; kaum ein wichtiger Song fehlt hier (Vermisst habe ich nur "Lady Midnight", "Winter Lady" und "Last Year's Man" -- eine bemerkenswert kleine Fehlanzeigen-Ausbeute bei einem "Greatest Hits").
Das (fast) ideale Album für Cohen-Fans und solche, die es werden sollen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Bedingt gutes "Best of"..., 8. Juli 2009
Als langer Freund von Cohens Musik und vorallem seinen ältern Alben,habe ich mir dieses Album gekauft,um auch die neueren Stücke "praktisch" beisammen zu haben.
Als erstes muss ich sagen,dass mir die Zusammenstellung nicht ganz gefällt,auch wenn man auf Anhieb meint,dass alle Hits dabei wären.
Wo ist das bspw. "Last Years Man"?Warum der "Stranger Song" und nicht stattdessen der "Master Song"?
Nagut,dass ist sehr subjektiv,aber das schlimmste,was ich zum Album sagen kann,folgt nun...
Die Soundqualität der "neu gemasterten",älteren Songs ist unter aller Sau.
Offenbar hat man wieder einmal den Kompressor aufgedreht,so weit es nur ging,und sich Mühe im echten remastern und equalizern erspart.
Ich vermisse Details,die Instrumente und der Gesang brüllen mich gleichermaßen dumpf an.Wenn ihr Zeit habt,vergleicht selbst...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schade um die schönen Songs, 26. September 2009
Grundsätzlich halte ich die Idee für so eine "Best of"-Zusammenstellung ja gut. Gerade jetzt, wo Leonard Cohen ja bereits seit 2008 quasi ohne große Pause wieder auf Tour und dadurch auch in den Medien ist, wird sie sicher ihre Anhänger finden. So ist sie natürlich in erster Linie für Leute gedacht, die bisher nicht so viel von Cohens Werk kennen. Dabei ist die Auswahl der Songs ganz ordentlich. Natürlich hat jeder andere Favoriten, aber im großen und ganzen sind alle bekannten Songs dabei. Wo es allerdings gewaltig hapert, und da muss ich mich einem Vor-Rezensienten anschließen, ist die Umsatzung. Leute, was habt ihr nur mit den großartigen alten Stücken gemacht? Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber der Klang speziell der älteren Songs auf "The Essential" im direkten Vergleich mit den Originalversionen von den jeweiligen CDs ist einfach schrecklich! Irgendwie hat man mit der Haudrauf-Methode versucht, aus ihnen mehr Volumen herauszuhohlen, ohnehin bereits im Widerspruch zu Cohens damals äußerst kargen Arrangements. Das Ergebnis ist leider eine dumpfe Klangsoße, die wirklich keine Freude macht, wenn man auch das Original kennt. Besser sieht es da schon bei den späteren Songs vom Schlage eines "First We Take Manhattan" aus, aber auch nur, weil diese von sich aus schon viel "voller" klingen. Insgesamt kann ich daher dieses Album nicht wirklich empfehlen, auch nicht für Cohen-Neulinge. Dann also lieber doch eine andere Compilation oder gleich die Originale kaufen ...
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