Die x-te Zusammenstellung mit den Hauptthemen aus den James-Bond-Filmen von "Dr. No" bis "Goldeneye", diesmal von Barry-Orchestrierer Nick Raine für Sinfonieorchester arrangiert. Und da beginnt auch schon das Problem: Raine hätte besser daran getan, einigen der versierten Musicalarrangeuren Londons über die Schulter zu schauen, die wissen, wie man eine Vokalstimme sinnvoll auf Soloinstrumente überträgt. Raine gelingt dies nur im Ansatz, und auch sonst bietet sein Arrangement wenig Genießbares.
Einige Titel (vor allem "Goldfinger") sind offenbar mit Blick auf die Fähigkeiten der beteiligten Orchestermusiker so vereinfacht worden, daß jeder Biß der jazzig angehauchten Originale verlorenging. Raine schätzte die Qualität der tschechischen Musiker offenbar richtig ein, denn die äußerste Disziplin verlangende Pop-Symphonik ist augenscheinlich zuviel für sie.
Schlampige Intonation, wenig flexible Streicher und flattriges Holz machen sich an allen Ecken bemerkbar, und dem Toningenieur Mike Ross-Trevor gelingt es zu keinem Tiefpunkt, die Melodielinie sinnvoll von den anderen Orchesterklängen zu isolieren, so daß das Ganze in einem einzigen Sumpf untergeht. Im direkten Vergleich ist das vor einigen Jahren von John Cacavas mit dem London Symphony Orchestra eingespielte Album allemal vorzuziehen.