Das Buch stellt einige Design-Patterns vor, welche (leider unbegründet) als das richtige Vorgehen für diverse Problemstellungen dargestellt werden. Diese nachzuvollziehen bedarf einigen Aufwand, da die beteiligten Klassen häufig nicht weiter erläutert werden. Mir sind durchaus (auch im Gespräch mit anderen Kollegen) die Vorteile der vorgestellten Pattern und Verfahrensweisen nicht verständlich; in der Tat sind einige davon meiner Meinung nach sogar eher kontraproduktiv.
Bei der Einführung des MVP-Modells im fünften Kapitel wird es dann unerträglich: Hier wird ein "simpler" Presenter eingeführt, welcher in der Folge 29 Klassen des Autors als Abhängigkeiten nach sich zieht. Hierzu verliert der Autor kein Wort. Dem Leser (der um Verständnis des vorgestellten Modells bemüht ist) kann nun also 29 Klassen auseinandernehmen, oder sich darauf verlassen, daß diese in einem späteren Kapitel erörtert werden (es gibt sehr häufig Verweise auf spätere Kapitel).
Fazit:
Der Inhalt des Buches ist sicher nicht falsch - an einigen Stellen sicher diskussionswürdig. Als Fachbuch ist es meiner Meinung völlig ungeeignet, da das Buch eher ein Handbuch zum Framework des Autors ist.