METAL HAMMER, 5 von 7 Punkte, Thomas Strater, November 2009
Die Stadt Wuppertal kennt man ja eigentlich hauptsächlich durch den aus der Schwebebahn gesprungenen Elefanten Tuffi oder durch schmierige mehrdeutige Witze. Ganz nebenbei ist Wuppertal aber auch seit 20 Jahren eine Hauptstadt des deutschen Thrash Metals, denn CONTRADICTION kämpfen sich seit zwei Jahrzehnten durch den Underground und die abenteuerlichsten Länder wie Malta, Russland oder Island. Mit THE ESSENCE OF ANGER hauen die Jungs uns ein Dutzend neuer Songs um die Ohren. Dabei leben CONTRADICTION vor allem von den treibenden Gitarren und einem unglaublich brutalen Bassdrum-Sound, der in Kombination mit Andreas "Westi" Westphals Bass (der mit Guerrilla auch schon in jeder Telefonzelle Deutschlands gespielt hat) Granaten wie "Start The Action" oder den Mid-Tempo-Stampfer "The Spectator" zu echten Dampfwalzen macht. THE ESSENCE OF ANGER ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde von Exodus, Overkill und Konsorten. 5 von 7 Punkte
Twilight Magazin, Thorsten Zwingelberg, 19.09.2009
Ja, so sieht wohl die musikalische Umsetzung von Wut aus: 12 wütende Thrash Metal Songs auf eine kleine silberne Scheibe gepresst. Die Jungs sind ja beileibe keine Neulinge mehr, haben bereits mit Overkill und Sacred Reich getourt und mehrere Alben aufgenommen. Mit "The Essence of Anger" montieren sie im Stile von Death meets Pro Pain systematisch jede Metalrüber aus der Fassung. Keine Spur von Energiesparlampe, hier wird pure Energie ausgestrahl - und zwar weit mehr als 100 Watt. Allerdings gebe ich auch gerne zu, dass der zündende Funke erst nach mehrfachem Hören übersprang, aber dann sind Songs wie "Collateral Carnage" oder "Domesticated" (mit Leif Jensen am Mikro) echte Kriegsmaschinen. Während einige Songs einen etwas moderneren Anstrich in den vocals bekommen haben (erinnert eher an Shouts und hängt wohl mit Leif Jensen zusammen), erinnern Tracks wie "Walk of Shame" an brachiale Pro Pain Gewalt - eine tötliche Mixtur aus brutaler 30 Zone und hirnverschonender linker Spur! Übrigens würde der Song ja inhaltlich auch ganz gut als Hymne zu den Wedemakr Scorpions passen, die gestern mal wieder fast 800 Besucher weniger hatten als die Indians am Pferdeturm. "The Essence Of Anger" schlatet sich rasant durch das Getriebe einer unaufhaltamen Kraftmaschine und spätestens ab dem letzten Drittel schinkt der Dampfhammer gnadenlos über die haarpracht der Metaljünger! Anstatt Blutdruckpillen!