Das Buch greift auf 300 Seiten einen Aspekt im Bereich der Ernährung(s-Beratung) auf, der aus meiner Sicht bisher zu kurz gekommen ist und alle bestehenden Ernährungsempfehlungen (so fantastisch sie auch klingen mögen) grundlegend in Frage stellt.
Die Beschäftigung mit dem Metabolic Typing zwingt den Leser von vornherein kritischer mit dem Thema Ernährung und den auf dem Markt befindlichen Ernährungsratschlägen umzugehen.
Die Autoren machen klar, dass ein Ernährungsform nie universell für Alle sein kann, sondern immer auf den jeweiligen Stoffwechsel angepaßt werden muss. Was dem Einen gut tut, kann dem Anderen Schaden zufügen. Mit diesem Satz läßt sich die Wichtigkeit der Kernaussage dieses Buches beschreiben.
Leider schaffen es die Autoren nicht, einen wirklichen Leitfaden an die Hand zu geben. Der enthaltene Fragebogen war für mich sehr unbefriedigend und warf, mit vielen anderen abgedruckten Details mehr Fragen auf, als beantwortet werden konnten.
Viele Aspekte, z.B. Qualität von Lebensmitteln, werden - wenn überhaupt - nur unzureichend angesprochen. Mithin ergibt sich der Eindruck, dass die Autoren bestimmte kritische Bereiche, die Problemstellen ihrer eigenen Ansicht ansprechen, bewußt aussparen. Der Leser wird an einigen Stellen alleine gelassen mit der Bemerkung, dass es zu umfangreich wäre, diese Punkte innerhalb des vorliegenden Buches auszuführen.
Das Buch ist weniger eine Hilfe, sondern mehr ein kritscher Fingerzeig, der Lust macht auf mehr. Wer Hilfestellung erwartet, wird feststellen, dass der Leser nach einer sehr interessanten und aufwühlenden Reise in eine "Try & Error"-Eigenversuchsphase entlassen wird.
Das sehr ausführliche Quellenverzeichnis mag die aufgeworfenen Fragen vielleicht beantworten, doch bleiben zu viele Unklarheiten und Fragestellungen direkt nach Lektüre des Buches offen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autoren wesentlich mehr Hintergrundwissen eingearbeitet hätten. Auch auf die Gefahr, den Umfang des Buches zu verdoppeln. Es hätte dem Buch sicherlich gut getan.