Die Nahrungsbeschaffung ist eine diffizile Angelegenheit. Gerade in Industrieländern sind die Hürden unheimlich zahlreich, die einem im Weg stehen, wenn es darum geht, den knurrenden Magen zum Schweigen zu bringen. Es gibt derer so viele, dass man darüber ein 261 Seiten umfassendes Buch verfassen kann.
Und wenn man zufällig auch noch Ephraim Kishon heißt, nennt man diese "Gesammelte[n] Satiren um die zweitschönste Sache der Welt" einfach "Essen ist meine Lieblingsspeise" und landet damit wieder einen Riesen- Bucherfolg.
Der ist natürlich durchaus verdient, denn nicht umsonst werden Kishons Werke mittlerweile in 34 Sprachen übersetzt. So darf sich Herr Kishon des Mitgefühls vieler Leser sicher sein, wenn er unter anderem seine ebenso verzweifelten wie vergeblichen Versuche schildert, im Restaurant die Aufmerksamkeit des Obers zu erlangen, um bedient zu werden.
Oder wenn er uns erzählt, wie er Bäche von Schweiß vergossen hat angesichts der drohenden Gefahr, die Rechnung für einen Restaurantbesuch seines Freundeskreises übernehmen zu müssen, nachdem sämtliche "Fluchtversuche" gescheitert waren.
Wir werden auch in das Geheimnis eingeweiht, was Lumpensammler mit Spinat zu tun haben, und in welche Autoritätskrisen Eltern gestürzt werden, wenn der Nachwuchs dieses grüne Gemüse entgegen aller Tradition gerne isst.
Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten. Lediglich eine Warnung muss ich noch aussprechen: Das intensive Lesen dieses Buches kann ebenso wie übermäßige Hingabe an "die zweitschönste Sache der Welt" zu Bauchschmerzen führen - wobei im letzteren Fall eher der Magen überlastet sein dürfte und im ersteren das Zwerchfell...