der roman erzählt von esperanza, die zunächst ihren ehemann bei einem unfall verliert, und zwölf jahre später auch ihre einzige tochter. sie wehrt sich, diesen tod zu akzeptieren. nun folgt eine typische schilderung jener spiritualität, des glaubens an die unzähligen heiligen, wie es uns über einen großteil der bevölkerung mexikos und anderer südamerikanischer staaten häufig dargestellt wird (aber selten so bezaubernd). so teilt ihr der schutzheilige san judas tadeo mit, dass ihre tochter lebt, und esperanza sie suchen soll. ihre reise führt sie von veracruz ins wilde tijuana (vergnügungsparadies) bis hin nach los angeles. es ist eine einfache sprache ohne schnörksel, aber keinesfalls plump, sondern auch in meinen augen eher märchenhaft. esperanza passiert schreckliches wie wunderhaftes, aber sie vertraut ihren heiligen weiterhin und wird durch ihr warmherziges wesen auch ihrerseits zu einer beispielhaften bezugsperson.
eine literaturfreundin, der ich das buch vor kurzem geliehen hatte, meint, es habe eine schöne, verzaubernde sprachmelodie. ich selbst wollte das buch auch nicht aus der hand legen, bis zu seinem - zugegeben kitschigen - ende. empfehlenswert.