Nein, zimperlich ist der Herr aus Usbekistan nicht. Wie eine Faust ins Gesicht haut er dem Leser unbequeme Tatsachen um die Ohren. Dass man an seiner Misere grundsätzlich selbst schuld sei, dass es niemanden gibt, der helfen kann, ausser dir selbst. Und man möchte ihn die ganze Zeit verfluchen, weil es so unerträglich ist und man aber dennoch die ganze Zeit ahnt: Der hat Recht. Mit sich selbst geht er dann aber auch hart ins Gericht, berichtet von seinem eigenen Leidensweg, von seinen Irrungen und seinem eigenen Unvermögen. Bis er schließlich mit Hilfe seines Lehrers den Schlüssel findet. Und diesen gibt er auch weiter. Seine Methode: Bezwinge deinen Geist und steuere ihn ganz bewusst. Lächle, auch wenn dir nach Kotzen ist; stehe gerade und aufrecht, auch wenn du dich am Boden krümmen möchtest. Und bewege deinen faulen und schlaffen Körper. Alles, was dir dabei ihm Weg stehen könnte, sind nur Ausreden deines Verstandes, der sich in Bequemlichkeit suhlen möchte. Jeder, der etwas Großes erreichen möchte, muss den unbedingten Willen dazu aufbringen. Dies ist kein Buch über Augentraining, sondern eine Lektion über die Beherrschung des mächtigsten Instrumentes, das wir besitzen: Unser Geist. Wenn wir lernen, gesteuret und gezielt zu denken, können wir alles schaffen. Das bedeutet: Keine Einschränkungen und Begrenzungen mehr, keine Sorgen, kein Jammern, kein Vielleicht, kein Ich kann nicht. Ein weiter Weg, aber es gibt eigentlich keine Alternative.