Das Buch von Beslatz sucht die Lösung des Rätsels der Zahl 666 endlich in der Bibel selbst, anstatt in Spekulationen über historische Persönlichkeiten wie Nero oder Domitian ... oder gar in der lateinischen Bezeichnung des Papstes. Und es basiert dabei auch nicht auf den abstrusen Quersummenberechnungen von Buchstabenwerten in Zahlen, die dann ohnehin in jeder Sprache verschieden ausfallen und damit willkürlich sind.
Es ist klar belegt, dass die Beschäftigung mit der Genealogie bzw. mit den biblischen Geschlechterregistern zur Zeit der Offenbarung gerade in Ephesus - und dort hat Johannes, der die Offenbarung auf Patmos schrieb, ja gelehrt und ist er auch begraben - stark verbreitet war. Paulus schreibt darüber im ersten Timotheusbrief gleich zu Beginn.
Was liegt also näher, als sich beim Versuch der Lösung eines Rätsels in der Johannesoffenbarung genau auf diese Geschlechterregister zu stürzen und dadurch die Lösung in einer biblischen Person zu finden?
Warum beginnt eigentlich Matthäus mit einem ausführlichen Geschlechtsregister bzw. Stammbaum von Jesus über 42 Generationen ausgehend von Abraham bis zu Maria & Joseph und Jesus? Das kann doch kein Zufall sein, oder? Jedenfalls stellt dies im Buch von Beslatz einen Schlüssel dar. Ich finde den Ansatz und das Buch von Beslatz deshalb genial, gerade im Vergleich zu dem was sonst so an "Lösungen" für die Zahl 666 Angeboten wird. Und seine "Lösung", nämlich Seth, wurde ja auch schon von Aleister Crowley verteten, der allerdings keine Berechnung hierfür vorlegen konnte.