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Mehr als Weidners Neffen..., 1. November 2009
Ich hatte kürzlich die Möglichkeit das Master des Eschenbach Albums zu hören und was ich gehört hab hat mich überzeugt, aber dazu gleich mehr.
Im Vorfeld wurde viel geredet, die Jungs werden von Stephan Weidner produziert und gesanglich unterstützt, auch von einem Song Kevin Russels war die Rede, die neuen Onkelz?
Klares NEIN, denn wo andere Bands krampfhaft versuchen die Lücke, die die Onkelz zweifelsohne hinterlassen haben, mit einer aufgesetzt böhsen Attitüde und wilde Jungs Gehabe zu schliessen, gehen Eschenbach ihren Weg und der heisst schlicht und einfach, guter deutscher Rock/Metal mit starken Texten.
Denn eins ist klar, die Onkelz sind einmalig, musikalisch wie in ihrem Werdegang und das kann man nicht kopieren.
Aber nun zu den einzelnen Songs:
-Zwischen Schuld & Sühne: Dieser Song ist seit kurzem auf Eschenbachs MySpace Seite zu hören. Guter midtempo Rock-Song, der beim Refrain Gas gibt und dort auch einen kleinen Weidner Part bereithält. Textlich durchaus ein wenig poetisch angehaucht. 6/10
-Schwarze Löcher im System: Auch dieser Song ist auf YouTube schon als Live-Mitschnitt zu hören. Zwei Textpassagen werden von Weidner übernommen. Ein wütender Song, der auch ordentlich groovt . 8/10
-Allein : Hier rockt es aber richtig, da knistert es förmlich vor Aufbruchstimmung. Der Refrain groovt alles weg, zwischendrin blasen die Gitarren zum Hallali und eine gute Portion Pathos ist auch dabei. 9/10
-Bist Du Deutschland?: Singt da tatsächlich eine Frau? Ja, Nina C. Alice, eine weibliche Version von Lemmy Kilmister. Einer der härtesten und wütensten Songs des Albums, hier wird schon Metalmäßig geschrummt. 6/10
-Russisch Roulette: Auch dieser Song ist als ältere Version schon auf YouTube zu hören. Also man kann zu Ben Teewag stehn wie man will, aber das Teil ist einfach geil. Sine rotzige Stimme passt hier perfekt und der Text ist so richtig schön fies. 9/10
-Reise zur Sonne: Hier ist die obligatorische Rockballade, ein emotionaler Herbst-Love-Song (den Begriff hab ich beim hören erfunden). Mit dem Text können sich gerade jetzt sicher viele identifizieren und die Hookline ist ein absoluter Ohrwurm. Die ganz harten Jungs werden jetzt denken, so ein Schmalz, aber ich steh auf das Teil. 10/10
-Machs gut: Der erste Weidner Solo-Song, Midtempo und textlich das gewohnt hohe Weidner Niveau. Das etwas dünne und langgezogene,Machs guuut, im Refrain find ich nicht so gelungen. 6/10
-Selbstmedikation: Da läufts mir kalt den Rücken runter, düster und deprimierend von Anfang bis Ende. Erinnert textlich wie musikalisch an H von den Onkelz. Im letzten Refrain ist wohl wieder Weidner zu hören. 10/10
-Frag Dich selbst: Jetzt kommt Yen zum Einsatz, die mir bisher kein Begriff war. Das hat sich mit diesem Stück aber schlagartig geändert. Erinnert ein klein wenig an Silbermond oder Mia, aber bei ihr ist wirklich Druck hinter der Stimme. Die gute Yen sollte sich überlegen in Zukunft nur noch deutschen Rock zu machen. 10/10
-Nachtlicht: Kurz und knackig, rockt ordentlich los, guter Text, aber die letzte Zeile finde ich irgendwie langweilig und sülzig. Ist aber nur ein Detail. 7/10
-Halt aus: Weidner die Zweite und der klar stärkere seiner beiden Songs. Hier kommt dann doch ein gewisses Onkelz Feeling auf. Das liegt vielleicht auch daran, dass dieser Song mit Kevin aufgenommen wurde. Aber wie die meisten Interessierten sicherlich wissen wurde Kevins Part wieder rausgenommen. So oder so, ein spitzen Song. 10/10
-Warum nur?: Das ist also das zweite Stück mit Ben, nach einem quälend langen Intro fängt er an zu singen, pardon, zu sprechen. Harter Tobak, musikalisch wie auch thematisch. Leider sind Amokläufe in jüngerer Vergangenheit ein stets aktuelles Thema und dies wird hier textlich wirklich schonungslos behandelt. Wie gesagt, von Gesang kann man hier nur ansatzweise Sprechen, aber der Song punktet mit anderen Werten. 7/10
-Blick in den Spiegel: Brauch ich nicht mehr viel zu sagen, das Teil ist ja schon seit Monaten im Netz zu hören. Großartige Hook mit Weidners gesanglicher Unterstützung. 9/10
Fazit: 1A Musiker, ein super Sänger, und natürlich auch die Unterstützung eines Stephan Weidner + Friends haben ein ganz starkes Album Debut hingelegt.
Für W-Fans ein Pflichtkauf, für Freunde von deutschem Rock/Metal eine ganz klare Kaufempfehlung und auch Fans der neueren Onkelz Scheiben dürften hier ihren Spaß haben.
WICHTIG: ES HAT SICH RAUSGESTELLT, DASS AUF DEM MASTER NOCH DIE ALTE VERSION VON HALT AUS MIT KEVIN ZU HÖREN WAR.
AUF DEM ALBUM WIRD ALSO NUR DIE VERSION MIT STEPHAN ZU HÖREN SEIN. SORRY FÜRS HOFFNUNG SCHÜREN.
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5.0 von 5 Sternen
Genialer Rock, der Laune macht!, 18. Juni 2011
EschenbachIn gewissen Fankreisen wurden Eschenbach schon lange vor Veröffentlichung des Albums heftig diskutiert. Also beschloss ich damals, mir ein paar Hörproben bei Youtube zu genehmigen. Danach war mir klar: "Hm, naja, nicht so ganz mein Ding..." Dabei blieb es auch vorerst. Dann hatte ich das Glück, die Band zweimal als Support erleben zu dürfen. Die Jungs waren mir sofort sympathisch und die Songs gingen mir einfach nicht aus dem Kopf. Das Album musste her...
Ich kann nur sagen: Eingelegt, abgerockt, keinesfalls bereut! Die vielseitigen Songs mit den genialen Texten schlagen unterschiedliche Stimmungen an, sorgen aber insgesammt einfach für super Laune!
Dabei wirkt das Album auf den ersten Blick etwas "gepuzzelt", denn die Songs wurden teilweise von Gastmusikern geschrieben, komponiert und/oder gesungen. Aber genau diese faszinierende Mischung macht den Reiz der Musik aus.
Sänger Riitchy Schwarz ist mit seiner tollen Stimme singt natürlich die meisten Songs, nämlich Sieben an der Zahl(Zwischen Schuld und Sühne, Schwarze Löcher, Allein, Reise zur Sonne, Selbstmedikation, Nachtlicht, Blick in den Spiegel).
Ex-Sänger Ben Tewaag hat eine etwas gewöhnungsbedürftige Stimme, wie ich finde. Aber nach einer kurzen Eingewöhnung passt seine düstere Stimme gut zu den beiden düsteren Songs (Russisch Roulette und Warum nur?), mit denen er auf dem Album vertreten ist.
Sängerin Nina C. Alice mit ihrer hammergeilen Stimme schmettert den Song "Bist du Deutschland?". Wer da noch stillsitzen kann, dem ist nicht mehr zu helfen.
Stephan Weider mit seiner herrlich rauhen Stimme steuert zwei Songs bei (Mach's gut und Halt aus) und singt "Schwarze Löcher" zusammen mit Riitchy Schwarz.
Nicht zu vergessen Yen-Hwei Anetzberger, die "Frag dich selbst" so emotional und doch kraftvoll singt, daß einem der Songt wirklich zu Herzen geht.
Das Album ist wirklich absolut zu empfehlen! Geile Musik, geile Stimmen, geile Texte - was will man mehr?
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