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Die erste Single "Feel" ist handelsüblicher Erwachsenen-Pop, wie man ihn etwa von Phil Collins oder David Gray erwarten würde, gewinnt aber stark durch den gefühlvollen Gesang, der vollkommen glaubhaft wirkt. Das macht Robbie zwar noch nicht zum besten Sänger der Welt, aber man merkt ihm an, dass er ehrlich meint, was er singt. Der Glanzpunkt auf Escapology ist die monumentale Ballade "Love Somebody", für die Robbie wieder einmal alles aus seiner Stimme herausholt; ein schwermütiges Streicherarrangement und ein mitreißender Gospelchor bilden einen opulenten Hintergrund.
Das Album lebt ganz klar von den Balladen; die härteren, rockigeren Nummern sind ausladend und imposant produziert, angereichert mit einer Prise Soul, schrillen Bläsersätzen und Pub-Rock-Arrangements -- man hat fast den Eindruck, dass hier jemand in die Fußstapfen von Oasis treten wollte. Robbies Texte sind immer noch sehr persönlich; viele Songs, zum Beispiel "How Peculiar" und "Something Beautiful", handeln davon, wie schwer ihm seine Rolle als Popstar fällt. Auch wenn -- passend zum neuen, seriöseren Stil -- die Selbstparodie in den Hintergrund tritt, zeugen "Handsome Man" und das eingängige, aber alberne "Me & My Monkey", noch von Robbies Sinn für Humor und unterhaltsamen Sarkasmus.
Den Abschluss bildet "Nan's Song", eine schlichte und bewegende Hommage an Robbies verstorbene Großmutter und der erste Titel auf einem Album, den er ganz allein geschrieben hat. Das Stück ist zwar keineswegs das beste auf der CD, aber Robbie wird sicher freuen, dass es erstens gut genug für einen Platz auf dem Album ist, und zweitens viel besser als der erste Songwriting-Versuch von Oasis-Sänger Liam Gallagher. --David Trueman
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Lang habe ich nun das Erscheinen eines neuen Albums sowie eine weitere Tournee ersehnt - und zu meiner riesigen Freude hat sich nun beides bewahrheitet.
"Escapology" ist nicht auf Anhieb eingängig, doch man findet die Platte immer besser, je öfter man sie hört. Die Single "Feel" stimmt perfekt auf ein gelungenes Album ein, das nicht nur Rockiges bereithält, sondern sensible Songs (die Tendenz zu denselben bemerkte man in seinen vorherigen Alben immer mehr) wie "Love Somebody" und "Come Undone". Bei den Klängen von "Handsome Man" und dem Opener "How Peculiar" sieht man sich selbst schon förmlich in der Menschenmenge stehen und dem begabten Entertainer und Sänger zujubeln. Die Herzen von Menschen jeden Alters werden ihm auch mit dieser Platte wieder zufliegen!
Sehr gelungen ist auch der Titel "Sexed Up", ebenfalls eine langsame, wunderschöne Nummer, die man von diesem Song-Titel eigentlich gar nicht erwartet. Das macht die Qualität dieses Albums aus: Wieder schafft Robbie Williams es, uns zu überraschen!
Hier sollte man unbedingt zuschlagen, dieses Album ist absolut gelungen, vor allem ist es ein Album, das auf der einen Seite anspruchsvolle Texte bietet, auf der anderen Seite einfach Spaß macht. Das ist Robbie, wie er leibt und lebt.
Das„ Swing when you're winning" - Album ist also doch kein künstlerischer Ausflug geblieben. Der Einfluß dieser Platte auf „Escapology" ist unüberhörbar groß. Selbst rockige Tracks wie „Moonson" wirken im Gegensatz zu Hymnen wie „strong" „let me entertain you" oder „kids" sehr zurückgenommen.
Dafür präsentiert sich Robbie Williams wunderbar relaxt.
Hörbar gut gelaunt führt seine Stimme durch die 14 ( + Hidden Track ) großartigen Songs des Albums. Nach dem etwas sperrigen und ungewöhnlichen Opener „How peculiar" folgt mit dem ruhigen „Feel" bereits ein erstes Highlight der an Höhepunkten reichen Platte. „sexed up" und „Monsoon" können Akzente setzen, mit „Love somebody" folgt ein weiterer Monstertrack wie er nur aus der Songschmiede der beiden Briten stammen kann. „ me and my monkey" präsentiert sich mexikanisch, „Song 3" und „Cursed" rocken, wenn auch immer zurückhaltend ( live legen diese Nummern bestimmt an Härte zu ) und mit „ Nan's Song" verabschiedet sich Robbie mit einem nachdenklich ruhigen Track.
Insgesamt läßt sich sagen, dass Robbie mit „Escapology" sein bisher stimmigstes Album vorgelegt hat, es wirkt wie aus einem Guß, alle Songs bewegen sich auf qualitativ gleich hohem Niveau, Rohrkrepierer sucht man vergebens;
Ob es sein Bestes ist, sei dahingestellt. Ich schätze, das hängt davon ab, welche Seite des Briten man mehr schätzt: seine rebellische oder seine nachdenklich zerbrechliche.
Auf seinem neuesten Output überwiegt letztere deutlich; herausgekommen ist ein tolle Platte, die in ihrer Bluesorientiertheit überzeugt und durch ihre leichten Jazzeinflüsse besticht.
4,5 Sterne wären angemessen, da dies aber nicht möglich ist sag ich mal im Zweifel für den Angeklagten. 5 Sterne für „Escapology".
Hier kann man beruhigt zuschlagen !
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