Anfang der 80er Jahre wurde im AOR Mainstream Rock der kommerzielle und auch künstlerische Höhepunkt mit diesem Album erreicht. Nachdem es seit dem Zugang von Sänger Steve Perry schon seit 1978 mit der Gruppe ständig bergauf ging, schaffte man mit ,Escape' ein Meisterwerk.
Möglicherweise war es der Zugang von Keyboarder Johnathan Caine der als Ersatz für den ausgeschiedenen Gregg Rollie kam, der das songwriting hier so ganz besonders stark machte.
Unerreicht - ,Don't Stop Believin''. Schon's Gitarre schafft es eine ungheure Dramatik in den atmosphärischen Strophen aufzubauen und wenn das ganze dann bei voller Insrumentierung in einem hymnischen Refrain gipfelt, dann wähnt man sich im Rock-Himmel. Fast genauso stark und ähnlich vom Aufbau dann ,Who's Cryin' Now' und das pathetische ,Mother, Father'.
,Open Arms' ist die Ballade bei der Perry wegen des sparsamen Arrangements seine Vocal Künste zur Schau stellen darf.
Dass man aber auch noch rocken konnte zeigen der melodic Riff-Rocker ,Stone In Love' genauso wie ,Keep On Runnin', der starke Titeltrack, ,Lay It Down' und das extrem schnelle ,Dead Or Alive'. Bei allen genannten Titeln sind Sie schon sehr knapp am Hardrock, bei letzterem erreichen Sie ihn dann.
Beeindruckend hier wie druckvoll Schon's - bei den Solos sonst so melodieselige und emotionale - Gitarre, bei den Rock Songs klingt.
Die Arrangements sind großartige, songwriting Ausfälle gibt es keine - all killers, no fillers.
Es war das ,Thriller' Album des Mainstream Rocks. 5 Singles wurden ausgekoppelt, alle erreichten die US Top 20, und man hätte sogar 8 songs als singles veröffentlichen können, so gut war das songmaterial hier.
Eine Benchmark die sich die Gruppe selbst mit diesem Album setzte, die danach auch unerreicht blieb. Aber es war wohl das Jahr dafür, denn Toto's IV wurde kurz darauf ja ein ähnlicher Renner. Dieses Album hier ist aber rockiger und packender und wurde (gemeinsam mit Asia's erstem Album) zum Lehrbuchalbum des Genres.