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Es waren Habichte in der Luft: Roman
 
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Es waren Habichte in der Luft: Roman [Taschenbuch]

Siegfried Lenz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 1969)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423005424
  • ISBN-13: 978-3423005425
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de-Verkaufsrang: Nr. 87.497 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als 1951 dieser erste Roman von Siegfried Lenz erschien, war sich die Kritik spontan einig: hier kündigt sich ein Erzähler an, der eine eigene Sprache spricht, eindrucksvoll und unverwechselbar. Der Roman spielt kurz nach dem Ersten Weltkrieg im russisch-finnischen Grenzgebiet. Ein Lehrer versucht nach dem politischen Umsturz seinen Verfolgern zu entgehen. Seine Tarnungsmanöver werden jedoch von den Bewohnern des Grenzdorfes durchschaut.

Das Ganze ist so unsentimental scharf und richtig gesehen, so klar profiliert und in der Aktion motiviert, daß man dem jungen Autor Siegfried Lenz einen Platz unter den Hoffnungen unserer jungen erzählenden Literatur einräumen muß.
Karl Korn


Inzwischen hat Lenz seinen Rang in der deutschen Nachkriegsliteratur durch ein kontinuierlich gewachsenes Werk eindrucksvoll bestätigt.

Über den Autor

Siegfried Lenz, der am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren wurde, zählt seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur.

Nachdem Lenz aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ging er nach Hamburg und studierte Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte, ehe er 1950/51 als Redakteur für die "Welt" arbeitete. Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz' Werk dadurch aus, daß es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt.

Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (etwa die Romane "Der Mann im Strom", 1957, oder "Brot und Spiele", 1959, einer der wenigen geglückten Sportromane der deutschen Literatur) und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz' größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman "Deutschstunde", der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden.

Der "Deutschstunde" folgten viele große Romane ("Heimatmuseum", 1978, "Der Verlust", 1981, "Exerzierplatz", 1985 oder "Die Auflehnung", 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der ‚großen' deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Graß oder Martin Walser stellten. Sein Werk umfaßt alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater ("Zeit der Schuldlosen", 1961), schrieb Hörspiele ("Haußuchung", 1967) und Essays ("über den Schmerz", 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der "kleinen Form". Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie "So zärtlich war Suleyken" (1955), "Lehmanns Erzählungen" (1964) und "Der Geist der Mirabelle" (1975) belegen dies trefflich.

Siegfried Lenz wurde für sein Œuvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Bayerische Staatspreis für Literatur, der Thomas-Mann-Preis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und zuletzt, 1999, der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Seine Auszeichnungen galten dem literarisch unvergleichlichen Werk, und sie rühmten immer auch das unerschrockene Engagement des Autors.


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5.0 von 5 Sternen Lenz' Erstlingswerk - Es waren Habichte in der Luft, 29. Februar 2004
Von Maike Bärwald "m_baerwald" (Seevetal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Es waren Habichte in der Luft. (Broschiert)
Ein wunderbar geschriebender Roman, der allen Freude machen wird, die Sprache lieben! Das Bild der Habichte zieht sich wie ein roter Faden durch die kurze Leidensgeschichte des politisch verfolgten finnischen Lehrers Stenka, der versucht, in einem engmaschigen Dorfumfeld seinen Peinigern zu entkommen. Lenz' Sprache erweckt in zahlreichen Personifizierungen die Natur zu neuem Leben und rankt sie einprägsam um die Haupthandlung.
Dass Lenz erst 26 Jahre alt war, als er diesen Roman verfasste, trägt nur noch mehr zum dankbaren Erstaunen über dieses wortkräftige Werk bzw. dessen Handlung bei. Ein Roman, dessen Qualität sich leider in seinen letzten Arbeiten ("Fundbüro") nicht wieder finden lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Beste zuerst!, 30. Dezember 2006
Von Thomas Kolb (Hattingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Es waren Habichte in der Luft: Roman (Taschenbuch)
Lenz schrieb sein bestes Buch gleich zu Beginn seiner Laufbahn als einer der besten deutschen Nachkriegsautoren. Unglaublich, mit welchen Sprachbildern er ganz alltägliche nebensächliche Dinge wiedergeben kann. Und nichts wiederholt sich. Wer Freude an der Sprache von Stefan Zweig hat, wird hier eine Steigerung erfahren. Leider hat Lenz das Niveau in dieser Hinsicht nicht halten können, trotz großartiger Romane wie Deutschstunde und Heimatmuseum. Hervorragend auch die Charakterisierung der handelnden Personen, bis hin zu den Nebenfiguren wie der Witwe im Hause von Leo oder dem Korporal. Man kann mit dem Erkki förmlich mitfühlen, der den gesuchten Lehrer Stenka (anfangs) eigentlich an´s Messer liefern will, es aber dann doch nicht fertig bringt und später mit ihm flieht. Auch er wird plötzlich zum Gejagten. Und über allen kreisen ständig die Habichte. Für mich eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Thomas Kolb, Hattingen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Finnische Bürgerkrieg als Kulisse, 9. Januar 2010
Von Edgar Hauster (Lent, Niederlande) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Es waren Habichte in der Luft: Roman (Taschenbuch)
Mit diesem Roman startet Siegfried Lenz im Jahr 1951 als 25-Jähriger seine literarische Laufbahn. Die Zutaten sind relativ einfach: Verfolgung politischer Abweichler, Flucht, eine Liebesgeschichte, und das alles im bäuerlichen Umfeld des finnisch/russischen Grenzgebietes vor dem Hintergrund des Finnischen Bürgerkriegs. Dieser völlig vergessene Krieg fand Anfang 1918 statt, nachdem Finnland von den russischen Bolschewiki in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Er dauerte keine vier Monate und endete - anders als in Russland - mit dem Sieg der bürgerlichen Kräfte. Kann Siegfried Lenz aus diesem Szenario ein gutes Buch schaffen? Die geschichtlichen Ereignisse bleiben Kulisse, auch kommt der Roman nur langsam in Fahrt; im letzten Drittel gewinnt er aber an Tempo und Spannung und lässt das literarische Talent des Autors erkennen.
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