Klappentext
Verloren und einsam: so fühlt sich eine farblose Blume in ihrem bunten Garten. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach dem Regenbogenfalter, der Farben verteilt. Ein langer Weg, voller Entdeckungen und Enttäuschungen, der sie schließlich zu sich selbst führen wird- denn schaut man richtig hin, kann alles Farbe sein... Farbe suchen: ein Grundthema für den im deutschen Exil lebenden Schriftsteller Said. Farbe geben: ein Hauptmerkmal der abstrakten Illustrationswelt von Kvêta Pacovská. Ein buntes Treffen, das beflügelt und beglückt. Said wird 1947 in Teheran geboren und kommt 1965 als Student nach München. Hier verbinden sich seine literarischen Interessen mit einem politischdemokratischen Engagement. Damit ist seine Rückkehr in den Iran ausgeschlossen. Nach dem Sturz des Schahs, 1979, betritt er zum ersten Mal wieder iranischen Boden, sieht aber unter dem Regime der Fundamentalisten keine Möglichkeit zu einem Neuanfang in der Heimat. Said geht zurück ins deutsche Exil, wo er seitdem einige Literaturpreise sowie Arbeitsstipendien erhielt. Er ist Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und des PEN-Zentrums Deutschland. Die Prager Künstlerin Kvêta Pacovská gründet ihren internationalen Ruf auf die souveräne Art, mit der sie die vielfältigsten Materialien und Methoden einsetzt. So etwa reizt es sie immer wieder die Grenzen zwischen Grafik und Skulptur zu überschreiten. Durchblicke, Spiegelungen und Reliefwirkungen gehören zu den Mitteln, mit denen sie Phantasiefiguren schafft, die sich in einer zauberischen Umgebung wiederfinden. Die Künstlerin faßt das Buch als Architektur auf, mit zunächst leeren Räumen, die sie mit Phantasie, Zeichenstift und Farben zu füllen hat.
Autorenporträt
SAID wurde 1947 in Teheran geboren und hat mit 17 Jahren seine Heimat verlassen. Seit 1965 lebt er als freier Autor in München. Sein literarisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter der Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (1991) sowie die Aufnahme auf die Ehrenliste zum österreichischen Jugendbuchpreis (1999), ausgezeichnet. Für sein politisches Engagement und seinen persönlichen Einsatz für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller wurde SAID 1997 die Hermann-Kesten-Medaille verliehen. Im gleichen Jahr war er Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles. Im Mai 2000 wurde er zum Präsidenten des deutschen Pen-Zentrums gewählt. U.a. sind erschienen: "Der lange Arm des Mullahs. Notizen aus meinem Exil" (1995), "Sei Nacht zu mir. Liebesgedichte" (1998) und "Dieses Tier, das es nicht gibt. Ein Bestiarium" (2000).