Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es stirbt in mir, 16. September 2002
Dieses Buch von Robert Silverberg hat recht wenig mit Science Fiction zu tun, ist aber trotzdem als Meisterwerk des Genres zu betrachten. Es geht um einen Mann, der seit seiner Kindheit Gedanken lesen kann und den diese Gabe jetzt verlässt. Die Story scheint dabei stark autobiografisch (wenn man von der Telepathie absieht) und die Schilderung der Sechziger und Siebziger Jahre wirkt sehr realistisch (glaube ich zumindest; das war vor meiner Zeit). Der Roman hat einige Seitenhiebe und bissige Kommentare zum Zeitgeschehen zu bieten und ist in einem sehr lockeren und angenehmen Stil geschrieben. Es gibt keine Action und keine Hochspannung, trotzdem mag man "Es stirbt in mir" bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen. Wie in fast jedem anderen Buch, das ich in letzter Zeit in den Fingern hatte, gab es auch hier ziemlich viele Rechtschreibfehler (z. B. "Scienc Fiction" !!!), ansonsten ist die Aufmachung des Buches erstklassig. FAZIT: Eines der besten Beispiele, das Science Fiction mehr ist als Robert A. Heinlein und Isaac Asimov. Unbedingt lesenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine gute Idee schön entwickelt, 11. Juli 2008
David Selig, ein jüdischer Student in New York in den 70ern, kann Gedanken lesen, und er erzählt in diesem Büchlein kurz sein Leben. Wirklich reich ist er mit seiner Fähigkeit noch nicht geworden, obwohl er sich gelegentlich beim Spaziergang an der Wall Street per Telepathie interessante Insidertipps besorgt. Doch er ist kein einfacher Typ, sondern schwelgt eher in Selbstmitleid und ausführlich in erotischen Erlebnissen seiner Vergangenheit. Drogen, Vietnam und jüdisches Selbstbewusstsein bilden den Hintergrund.
Die sexuellen Eskapaden sind der eigentliche Reiz des Buches. Wie lebt es sich, wenn man weiß, was Frauen denken, wie ist der Sex, wie der Höhepunkt, wenn man nach Belieben von sich aus in den Gegenüber umschalten kann? Solche Dinge erfährt man hier, aber auch den normalen Umgang mit der Gabe im Alltag hat Silverberg sehr gelungen beschrieben. Die Geschichte, die mit 160 Seiten gar nicht so lang ist, fasziniert durchgehend bis zu einem überzeugenden Ende. Ich fand ich es insgesamt ganz gewitzt gemacht. Nur ein paar antike Literaturaufsätze habe ich übersprungen, die waren mir ein wenig zu intellektuell, und sie sind für die Handlung auch nicht wirklich wichtig :-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lebensgeschichte eines telepathisch begabten Jungen, 14. September 2007
Ein telepathisch begabter Junge verliert seine Fähigkeiten: Es stirbt in mir. Silverberg liefert hier ein Meisterwerk ab. David ist Telepath, er ist parapsychisch außerordentlich begabt, verbirgt dies aber und schafft es auch nicht, seine Fähigkeiten wirklich zu nutzen. Er leidet sogar darunter. Aber noch schlimmer ist es, als seine Fähigkeiten nachlassen. Der Roman ist von 1972 und porträtiert auch diese Zeit sehr stark, so dass es sich gerade 35 Jahre später lohnt, dieses Werk zu lesen. Dass der Roman als SF eingeordnet wird, ist konsequent, aber man könnte ihn genauso gut auch ohne das Etikett SF anpreisen. Dies hier ist echte Literatur, kein Fast Food. Nicht das, was sich viele unter SF vorstellen (Außerirdische, Raumschiffe, Roboter). Paranormale Fähigkeiten wurden in den 70-ern intensiv erforscht. Heute hört man davon nichts mehr. Aber in diesem Roman wird der Geist der 70-er lebendig.
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