Ein Buch über den ersten Schnee.
Das Hasenkind braucht nicht in den Kindergarten, denn es hat geschneit. Es freut sich sehr, die Mutter hält es aber vom Rausgehen zurück und bittet noch zu warten, bis es aufhört zu schneien. Aber es schneit und schneit bis mittags, bis nachmittags. Das Hasenkind wird traurig, denn sein Vater kann nicht nach Hause kommen. Denn er arbeitet weit weg und muss mit dem Flugzeug reisen, doch das kann bei so viel Schnee nicht starten.
Endlich, nach dem Zähneputzen hat es aufgehört zu schneien und die Mutter macht eine Ausnahme. Gemeinsam gehen sie hinaus in den Schnee, bis dem kleinen Hasen kalt wird.
Winterzauber und kindliche Freude über den ersten Schnee wird verbunden mit der Sehnsucht nach dem Vater.
Genau derartige gegensätzliche Gefühle und Stimmungen kennt jeder von sich und gerade Kinder erleben diese besonders heftig.
Die Geschichte spielt in einer Großstadt mit anonymen Hochhausfassaden. Keine geschönte Märchenwelt, vielleicht sind gerade deshalb die Protagonisten Tiere mit menschlichen Zügen, so können Kinder die Geschichte leichter annehmen, ohne dass sie vom Realismus erschlagen werden.
Gerade in den Feinheiten der Illustrationen spiegelt sich das Können der Zeichnerin wieder. Ein wunderschönes Buch.