Manch einer mag behaupten, das Helge Schneider ab und an zuviel dieser wohlschmeckenden Spirituose verklappt hat, doch ist dies keineswegs so.
Vielmehr ist dieses Album ein weiteres Werk eines Künstlers, der wie kaum ein anderer...ja, was macht er eigentlich? Meinungen spalten? polarisieren?...nein, er macht einfach, was er will, und das macht einfach Spaß.
Eine Mischung aus absolut sinnlosen Stücken, deren Bedeutung den meisten Hörern wohl verborgen bleibt (Tropfsteinhöhle, Erziehung z.b.), Alltagsituationen im Musikerleben (Gitarre), musikalischen Ergüssen mit dadistischen Zügen (Rätsel "richtig, richtig richtig, popichtig") sowie ernstzunehmendem Jazz (Scrapple from the Apple) die sich hören lassen kann.
Für Fans des Mülheimers sicherlich empfehlenswert, die sich auch zum wiederholten Mal den Kopf wie eine Schraube in die Trockenhaube drehen, danach kurz Klaus Kinski auf der Via Appia treffen und zum Ende hin mit der einzig wahren Weisheit konfrontiert werden: Piercing tut weh!