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Es kündet Dareios der König . . .
 
 
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Es kündet Dareios der König . . . [Gebundene Ausgabe]

Heidemarie Koch
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Zabern; Auflage: 2 (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805319347
  • ISBN-13: 978-3805319348
  • Größe und/oder Gewicht: 25,8 x 18,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Heidemarie Koch
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Prof. Dr. Heidemarie Koch ist Professorin für Iranistik und schrieb zahlreiche Bildbände zu Themen wie »Es kündet Dareios der König Vom Leben im persischen Großreich«, »Persepolis«, »Königreiche im Alten Vorderen Orient«, die ein breites Publikum in die Kulturen des Vorderen Orients einführte.

Vorwort

In den Jahren 1933 und 1934 wurden bei Ausgrabungen in Persepolis, der Hauptstadt des persischen Großreiches, in den Befestigungsmauern einige tausend Täfelchen aus Ton gefunden, die Texte in elamischer Keilschrift tragen. Diese Täfelchen sind während der Regierungszeit Dareios des Großen (522-486 v.Chr.) geschrieben worden und in das 13. bis 28. Regierungsjahr, also in die Jahre 509 bis 494 v.Chr. datiert. Sie stammen aus dem Verwaltungsarchiv dieses Königs und sind nur ein kleiner Teil des ursprünglichen Bestandes. Die Täfelchen wurden ungebrannt aufbewahrt; als aber Alexander der Große im Jahre 330 v.Chr. nach Eroberung des Perserreiches die Palastanlagen in Persepolis anzünden ließ, wurde durch das große Feuer ein Teil der Täfelchen zufällig gebrannt und ist deshalb für uns erhalten geblieben, während eine nicht absehbare Anzahl für immer verloren ist. Die vorhandenen Täfelchen betreffen das Kernland des Achämenidenreichs, nämlich die Persis, die heutige Provinz Färs, und die Elymais, also das Gebiet, das vom Hochland der Persis in die wasserreichen Niederungen Elams mit seiner Hauptstadt Susa hinüberleitet.

Bei den Texten handelt es sich in der Regel um nur kurze Verwaltungsnotizen; so steht z.B. auf einem Täfelchen: "1200 Liter Gerste wurden geerntet, Verfügung des Dushharta, Vahaijka erhielt sie. 18. Jahr, Ort Krthvish", oder: "Einen Krug Bier erhielt der Rechnungsführer Tahmaspa. 22. Jahr" Mitunter sind aber auch die Ausgaben mehrerer Monate oder sogar eines ganzen Jahres in großen Endabrechnungen zusammengefaßt. Dabei werden viele verschiedene Beamte genannt, dazu die Orte, in denen sie tätig waren, und Arbeiter treten auf, für die sie sorgen mußten. Die Arbeiter haben viele verschiedene Aufgaben zu erfüllen und werden auch dementsprechend entlohnt. Fügt man alle diese einzelnen Informationen wie kleine Mosaiksteine aneinander, so erhält man ein lebendiges Bild vom Leben im damaligen persischen Reich.

Der Fund dieser Täfelchen ist um so bedeutender, da man bisher mir auf Nachrichten angewiesen war, die uns von Nicht-Persern überliefert worden sind, wobei namentlich die griechischen Schriftsteller und Geschichtsschreiber zu nennen sind, allen voran Herodot (485-425 v.Chr.) mit seinem großen Geschichtswerk, den "Historien".

Bei den Täfelchen haben wir es zum ersten Mal mit einer Fülle von Originalquellen zu tun, und zwar mit ganz sachlichen Verwaltungsvermerken, von denen man nicht befürchten muß, daß sie, beispielsweise aus politischen Gründen, verfälscht sind. Über viele verschiedene Fragen vermögen sie Auskunft zu geben, also nicht nur über die Verwaltung als solche, sondern auch über die Umwelt der Bevölkerung, ihr tägliches Leben, die Löhne und soziale Maßnahmen, die Stellung der Frauen, die Religion und kultische Bräuche und auch über die Geographie und die Wirtschaft. Dabei ist man immer wieder erstaunt, wie wohlorganisiert, aber auch wie "modern" in vielerlei Hinsicht das damalige persische Reich war.

Es soll daher im vorliegenden Band versucht werden, auf der Grundlage dieses bisher nicht ausgewerteten Materials und unter Zuhilfenahme der anderen sonst bekannten Quellen, vor allem aber auch unter Berücksichtigung der bedeutenden archäologischen Funde, das Leben im persischen Großreich anschaulich werden zu lassen, und zwar besonders in den Jahren um 500 v.Chr., aber auch mit Ausblicken auf die darauffolgenden fast 200 Jahre bis zum Ende des Achämenidenreichs.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reader
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch von Heidemarie Koch ist insgesamt lesenswert und sehr informativ. Obwohl ihre Darstellung des Lebens in Persien zu Zeiten König Dareios nicht, wie im Klappentext dargestellt, hauptsächlich auf den in Persepolis gefundenen Tontafeln basiert, sondern diese nur als Ergänzung zu weiteren Quellen nutzt, liefern die Tafeln, bei denen es sich vornehmlich um spröde Buchungsabrechnungen handelt, in der Summe eine sehr wertvolle Ergänzung.
Das Buch beginnt mit einer (leider zu kurzen) historischen Einordnung und beschreibt dann die wesentlichen weiteren Quellen, die altgriechischen Historiker, und (ausführlicher) die Königsinschriften und Darstellungen in Bisotun, Pasargardae, Susa und Persepolis. Persepolis beschreibt die Autorin sehr detailliert, inklusive der wesentlichen Gebäude und ihrer Funktionen, sowie auch die Darstellungen auf der Apadana.
Im anschließenden Hauptteil des Buches geht die Autorin auf die einzelnen Lebensbereiche zur Zeit des Großkönigs Dareiois ein, wobei die Tontafeln hier eine besonders wertvolle Quelle sind. Koch beschreibt die Verwaltung des Staates und die wesentlichen Beamten (inkl. der Besoldung), und erklärt Militär, Ernährung, Kleidung und Religion auf Basis der zur Verfügung stehenden Quellen. Zwar finde ich persönlich ihren Schreibstil manchmal etwas sehr vereinfachend, aber insgesamt handelt es sich um eine sehr gelungene Beschreibung des alten Persiens im Jahre 500 v. Chr.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein muss 1. Mai 2003
Format:Gebundene Ausgabe
dieses buch ist so interesant, dass man es mehere male lesen muss.
nicht nur für eurpopaer, sondern ein muss für persische jung generation, die im ausland und fern von der heimat aufwächst.
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