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Produktinformation
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Die Kapitel bestehen aus einzelnen Interviews und Vorträgen des 1988 verstorbenen Forschers, in denen wir vom Autor zum Beispiel eine so geistreiche wie ironische Antwort auf die Frage "Was ist Wissenschaft?" erhalten. Oder sie enthalten Abschnitte, in denen uns endlich mal erklärt wird, was genau Nano-Physik ist oder was es mit anderen Forschungsgebieten des Nobelpreisträgers auf sich hat. Vor allem aber lernen wir einen Menschen kennen, der in seinen auch autobiographischen Reflexionen zu den Aufgaben der Wissenschaft und der Rolle des Wissenschaftlers deutlich macht, was seine außergewöhnliche Karriere begründet hat: eine geradezu kindhafte Neugier, das Vergnügen zu entdecken und die ungebrochene Lust am Zweifel!
Zwar sind einige Aussagen des Physikers zu Fragen der Religion oder zum Verhältnis von Wissenschaft und Kommunismus in ihrer Formulierung recht oberflächlich, aber insgesamt liegt hier ein Buch vor, das uns einen herausragenden Wissenschaftler nahe bringt und uns zu verstehen gibt, weshalb dieser Mann in seinem Fachgebiet und darüber hinaus eine so außergewöhnliche Karriere gemacht hat. Allerdings erscheint es kaum vorstellbar, dass es Richard P. Feynman, dem großen Zweifler, gefiele, wenn er wüsste, dass er in dem Vorwort zu seinem Buch als Idol bezeichnet wird. --Britta Petersen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Richard P. Feynman konnte Kompliziertes in klaren einfachen Worten verständlich machen und er kannte sich aus - nicht nur auf seinem Spezialgebiet, der Teilchenphysik, sondern er hatte ein breit gestreutes naturwissenschaftliches Interesse und die Begabung, schwierige Zusammenhänge amüsant zu vermitteln. Dazu kommt noch eine ordentliche Portion respektloser Widerspruchsgeist. Feynman, der als junger Wissenschaftlier an der Atombombe mitgearbeitet hat, rebellierte geschickt gegen spießige Moralvorstellungen in Los Alamos, wo man erwachsenen Wissenschaftlern Damenbesuch untersagen wollte. Er liebte es, angeblich sichere Safes und Codes zu knacken und legte sich mit der amerikanischen Zensur an, der sich die Forscher "freiwillig" unterwerfen sollten.
Wenn er aus seinem Leben erzählt, ist Feynman meistens witzig und amüsant, doch in den wichtigsten Fragen höchst selbstkritisch. Er ist glühender Verteidiger der wissenschaftlichen Methode und ein kreativer Kopf mit origineller Begabung. Darum ist das Buch mit gesammelten Interviews und Vorträgen aus den Jahren 1969 bis 1985 ein mehrfach aufgelegter Dauerbrenner und heute Im Jahr 2005 hochaktuell; denn Feynman war ein Visionär. Er stiftete zwei Preise, um die Wissenschaft im Wettbewerb voranzubringen. So legte er die Grundlagen zur Nanotechnologie und gab wichtige Denkanstöße zur Fortentwicklung des Computers.
Feynman sah früh die Krise voraus, in der sich die Ausbildung unserer Kinder heute befindet. Freude am Forschen und wissenschaftliche Neugier lernte er wie die Meisten nicht an der Schule. Sein Vater vermittelte ihm dies auf langen Spaziergängen in der Natur und der kleine Richard experimentierte später spielerisch durch Basteln im eigenen Labor. So entwickelte sich ein beweglicher, neugieriger Geist zum Genie.
Er erahnte sogar die neueste Auseinandersetzung zwischen Religion, Geistes- und Naturwissenschaften und geißelte die esoterische Pseudoforschung sowie unredliche Arbeitsweise in der Wissenschaft. Er war sich bewußt, wie wenig wissenschaflich aufgeklärt man heute sein muß, um in unserer Zeit zurecht zu kommen. Wir meinen zwar, daß wir in einer fortschrittlichen Zeit leben und verlassen uns auf Technologien, aber der Aberglaube blüht im Alltag und der Unverstand regiert unsere Entscheidungen. Was hätte der berühmte Physiker wohl dazu gesagt, daß jetzt an einigen amerikanischen Schulen jetzt wieder in Biologie Schöpfungslehre nach der Bibel anstatt Evolutions nach Darwin unterrichtet wird...
Dieses Querdenkerbuch empfehle ich als Klassiker für die Hausbibliothek.
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