Stellen sich sich vor: Sie kaufen einem netten Vertreter eine neuartige Gras-Saat ab, eine Züchtung, die garantiertes Wachstum und einen schön dichten Bewuchs verspricht. Klingt wie der bescheidene Traum eines durchschnittlichen Schrebergärtners und hat, so scheint es, eher weniger mit Science Fiction zu tun...
...bis das Gras weiterwächst. Und wächst. Und wuchert. Nichts kann es endgültig aufhalten, Chemokeulen, Brandrodung, biologische Kampfstoffe, großzügiger Einsatz von Agent Orange und Flächenbombardements mit Napalm - das Gras wächst und erobert weiterhin das Land. Erst eine Stadt, dann die Gegend, dann ein Land, schließlich ALLE Länder. Es stellt sich heraus, daß das Monstergewächs auf Schiffen und Flugzeugen Ozeane überquert und praktisch überall wachsen kann, wo sich Menschen aufhalten - und es siegt, trotz aller militärischer und technischer Overkill-Versuche. Das Gras wächst blitzschnell und langsam wird es für die Menschheit eng.
Nur Gras, was? Man ist versucht, da abzuwinken. Aber: Schon einmal gesehen, was Löwenzahn mit einer Autobahn anstellen kann? Vergeßt Godzilla, die Triffids und die schleimspuckenden Aliens, der wahre Horror lauert in euren Vorgärten...
So weit zum Inhalt des Buchs. Wer Katastrophen- und Endzeitszenarien mag, sollte es lesen, es lohnt sich. Seltsam ist nur, das Hollywood (Emmerich?) da noch nicht zugeschlagen hat.
Das Buch bekommt von mir fünf Unterhaltungssterne, nicht weil es so inhaltlich logisch oder auch nur originell geschrieben wurde, aber ich konnte mir bei der Lektüre den einen oder anderen mißtrauischen Blick hinunter in den Garten nicht verkneifen.