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Es Taschenbuch – 2004

4.6 von 5 Sternen 448 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman 'Carrie' der Durchbruch gelang. Seither hat er mehr als 30 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Erstes Kapitel

Nach der Überschwemmung (1957)

1

Der Schrecken, der weitere 28 Jahre kein Ende nehmen sollte - wenn er überhaupt je ein Ende nahm -, begann, soviel ich weiß und sagen kann, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb.

Das Boot schwankte, hatte Schlagseite und richtete sich wieder auf, brachte heldenhaft manch bedrohlichen Strudel hinter sich und schwamm immer weiter die Witcham Street hinab, auf die vom Wind gerüttelte Verkehrsampel an der Kreuzung Witcham und Jackson Street zu. Die drei vertikalen Linsen an allen Seiten der Ampel waren an diesem Nachmittag im Herbst des Jahres 1957 dunkel, und die Häuser waren ebenfalls dunkel. Es regnete nun seit zwei Wochen ohne Unterlaß, und vor zwei Tagen war auch noch Wind aufgekommen. In den meisten Teilen von Derry war der Strom ausgefallen und noch nicht wieder eingeschaltet worden.

Ein kleiner Junge in gelbem Regenmantel und roten Überschuhen rannte fröhlich neben dem Papierboot her. Der Regen hatte noch nicht aufgehört, ließ aber nach. Er trommelte auf die gelbe Kapuze - ein angenehmes Geräusch. Der Junge im gelben Regenmantel hieß George Denbrough und war sechs Jahre alt. Sein Bruder William, der in der ganzen Nachbarschaft und in der Grundschule von Derry allgemein nur unter dem Namen Stotter-Bill bekannt war (sogar bei den Lehrern, die ihn natürlich nie so anredeten), war zu Hause und erholte sich gerade von einer schweren Grippe. In jenem Herbst 1957 - acht Monate bevor der wahre Schrecken begann und achtundzwanzig Jahre vor der letzten Konfrontation - war Stotter-Bill zehn Jahre alt.

Bill hatte das Boot gemacht, neben dem George jetzt lief. Er hatte es im Bett gemacht, den Rücken an einen Stapel Kissen gelehnt, während ihre Mutter auf dem Klavier im Salon Für Elise gespielt hatte und Regen unablässig gegen das Schlafzimmerfenster prasselte.

Etwa drei Viertel des Weges den Block entlang Richtung der Kreuzung und der ausgefallenen Ampel war die Witcham Street mit Warnlichtern und orangefarbenen Sägeböcken für den Verkehr gesperrt. Auf jedem Sägebock stand die Aufschrift DERRY DEPT. OF PUBLIC WORKS. Dahinter war der Regen aus Gullys gequollen, die mit Ästen und Zweigen und großen, feuchten Klumpen Herbstlaub verstopft waren. Das Wasser hatte zuerst Griffmulden in den Asphalt gebohrt und dann gierig ganze Händevoll weggerissen - das alles am dritten Tag des Regens. Am Nachmittag des vierten Tages trieben große Bruchstücke der Straße wie Schiffe über die Kreuzung Witcham und Jackson - wie Miniaturflöße. Zu dem Zeitpunkt machten schon viele Leute in Derry nervöse Witze über Archen. Es war dem Public Works Department gelungen, die Jackson Street offenzuhalten, aber Witcham war von den Sägeböcken bis in die Innenstadt unpassierbar.

Aber nun war nach allgemeiner Meinung das Schlimmste überstanden. Der Pegel des Kenduskeag River war knapp unterhalb der Höhe der natürlichen Ufer in den Barrens und der betonierten Kanalmauern in der Innenstadt stehengeblieben, und im Augenblick war eine Gruppe von Männern - darunter auch Zack Denbrough, Georges und Stotter-Bills Vater - damit beschäftigt, die Sandsäcke wegzuräumen, die sie am Vortag angsterfüllt entlang des Flusses aufgestapelt hatten, als es so aussah, als würde er unweigerlich über die Ufer treten und die Stadt überfluten. Das war schon öfter vorgekommen, und es gab noch genügend Menschen, die sich an die Überschwemmung von 1931 erinnern konnten und die übrigen Bewohner von Derry mit ihren Erzählungen in Angst und Schrecken versetzten. Damals waren bei der Hochwasserkatastrophe über zwanzig Menschen ums Leben gekommen. Einer davon war später 25 Meilen stromabwärts in Bucksport aufgefunden worden. Die Fische hatten diesem Ärmsten die Augen, drei Finger, den Penis und den größten Teil des linken Fußes abgefressen. Seine Hände - oder was davon noch übrig gewesen war - hatten das Lenkrad eines Fords umklammert.

Aber jetzt ging der Fluß zurück, und wenn weiter oben der neue Damm von Bangor Hydro fertig war, würde der Fluß keine Bedrohung mehr sein. Sagte jedenfalls Zack Denbrough, der für Bangor Hydroelectric arbeitete. Was die anderen betraf - nun, zukünftige Sturmfluten konnten sich um sich selbst kümmern. Das Entscheidende war, diese hier zu überstehen, den Strom wieder einzuschalten und sie zu vergessen. In Derry war das Vergessen solcher Katastrophen und Tragödien beinahe eine Kunstform, wie Bill Denbrough im Verlauf der Ereignisse noch herausfinden sollte.

George blieb hinter den Sägeböcken am Rande eines tiefen Risses stehen, der sich diagonal durch den Teer der Witcham Street zog, und er lachte laut auf - der Klang der kindlichen ausgelassenen Fröhlichkeit erhellte einen Augenblick lang diesen grauen Nachmittag -, als das Wasser sein Papierboot nach rechts in die Miniatur-Stromschnellen der schmalen Vertiefung riß. Es trieb so schnell auf die andere Seite der Witcham Street zu, daß George rennen mußte, um auf gleicher Höhe zu bleiben. Unter seinen Überschuhen spritzte Wasser hervor, und ihre Schnallen klapperten fröhlich, während George Denbrough in seinen merkwürdigen Tod rannte. Er war in diesem Moment ganz erfüllt von Liebe zu seinem Bruder Bill... von Liebe und leichtem Bedauern, daß Bill nicht bei ihm war und dies hier nicht sehen konnte. Natürlich konnte er ihm alles erzählen, wenn er nach Hause kam, aber er konnte es ihm nicht bildhaft vor Augen führen, so wie Bill das fertigbringen würde, wenn er an seiner Stelle wäre. Bill konnte so etwas ganz fantastisch - deshalb bekam er in seinen Zeugnissen im Lesen und Schreiben auch immer die besten Noten, deshalb waren die Lehrer so begeistert von seinen Aufsätzen. Aber das Erzählen war nicht alles. Bill konnte sehen.

Das Boot schnellte durch die Vertiefung, und obwohl es in Wirklichkeit nur aus der Anzeigenseite der >Derry Daily News< bestand, stellte George sich vor, es wäre ein Torpedoboot wie die in den Kriegsfilmen, die er manchmal in Samstagsmatineen mit Bill sah. Ein Kriegsfilm mit John Wayne, der gegen die japse kämpfte. Schmutziges Wasser schäumte um den Bug, während das Boot durch den Riß im Teer trieb, und dann erreichte es den Rinnstein auf der anderen Straßenseite. Einen Augenblick sah es so aus, als ob die neue starke Strömung, die gegen seine rechte Seite prallte, es zum Kentern bringen würde, aber es richtete sich wieder auf und drehte nach links - und erneut rannte George lachend nebenher, während unter seinen Überschuhen hervor das Wasser hochspritzte und der heftige Oktoberwind an den fast kahlen Bäumen rüttelte, die durch den furchtbaren Sturm der Vortage ihr buntes Blätterkleid verloren hatten.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Im zarten Alter von 16, vor nunmehr fast 20 Jahren also, las ich "ES" zum ersten Mal, und es riss mich förmlich von den Füßen.
Ich kann mich an kein weiteres Buch erinnern, das mich so nachhaltig beeindruckt hat.
Für ein paar Tage bestand meine ganze Welt aus zwei roten Buchdeckeln. Anders kann ich es nicht beschreiben.
(Ich besitze noch das rote, großformatige Paperback ohne Titelbild, das es ja leider nicht mehr gibt)

ES ist ein namenloses Grauen, das die amerikanische Kleinstadt Derry in Maine seit Jahrhunderten immer wieder heimsucht.
Im Abstand von ungefähr 30 Jahren wütet ES gnadenlos und in immer neuer Gestalt unter den Einwohnern der ansonsten so idyllischen Kleinstadt, ES mordet auf brutalste Art und Weise - und zwar bevorzugt Kinder.
Als ES 1958 wieder zuschlägt, vermuten Polizei und Bürger darin das Werk eines irren Serientäters. Nur eine Gruppe von sieben Kindern weiß es besser, denn sie alle haben schon mindestens eine traumatische Begegnung mit IHM hinter sich.
Gemeinsam nehmen sie den ungleichen Kampf mit dem übermächtigen, abgrundtief bösen Gegner auf und scheuen kein Risiko, um den Tod des kleinen Bruders ihres Anführers Bill zu rächen. Durch ihren Mut, ihren kindlichen Einfallsreichtum und nicht zuletzt durch ihre Gemeinschaft und gegenseitige Zuneigung gelingt es ihnen tatsächlich, ES zu bezwingen und den Ausbruch des Bösen vorzeitig zu beenden.
27 Jahre später beginnt jedoch erneut eine Periode des Grauens - denn ES lebt und sinnt auf Rache.
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Von Ein Kunde am 6. Januar 2004
Format: Taschenbuch
"Friedhof der Kuscheltiere", "Shining", und "Es".
Selbst jemand der sich nicht zu den Fans von Stephen King zählt, kennt mindestens diese 3 Buchtitel, wobei "Es" der wohl aussergewöhnlichste ist. Ein Clown als die Personifizierung der Bösartigkeit, in all ihrer Verrohung, Perversion und Gewalt - wer außer Stephen King, hätte diese Idee wohl sonst so gekonnt umsetzen können?
Wie immer spielt King auf der Klaviatur der Ur-Ängste, beschwört die "Monster unter dem Bett" herauf, und schafft es mit seinem einzigartigen Schreibstil, ein gleichermaßen Subtiles wie auch geniales Buch zu schaffen.
In der Kleinstadt Derry, geschehen im Abstand von exakt 30 Jahren Katastrophen, bei denen immer viele Todesopfer zu beklagen sind. Das besondere daran: Sobald eine Katastrophe über die Stadt hereinbrach, wurde von Augenzeugen immer von einem Clown berichtet - einem Clown mit silbernen Augen, und rasiermesserscharfen Zähnen. Diese Zeugen wurden stets als Idioten und Trinker abgestempelt. Selbst die Tatsache, daß zu Zeiten der Sichtungen dieses Clowns immer Kinder entführt, und Tage später bestialisch verstümmelt auftauchten, brachte kaum jemanden zum nachdenken - zumindest bist zu dem Tag, als der kleine Georgie mit seinem Papierboot im warmen Sommerregen spielte, und im Zuge dessen eine ungewöhnliche Bekanntschaft mit dem "Etwas" machte, das ihn mit sanfter, lockender und einladender Stimme aus dem Kanal am Straßenrand ansprach...
Die Quintessenz der Handlung könnte man so umschreiben:
7 gute Freunde, deren Zusammenhalt durch eine nach Fleisch gierende Bestie im Clownskostüm auf die Probe gestellt wird.
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Von Ein Kunde am 5. Juli 2002
Format: Taschenbuch
Ich gebe es zu: nachdem ich den letzten Satz gelesen hatte, hab ich geheult wie der berühmte Schloßhund. Nicht, weil das Buch so furchtbar wäre, sondern weil die Reise mit meinen neuen Freunden zuende war. Stephen Kings besten Romane sind ja immer Abhandlungen über existenzielle Themen: Friedhof der Kuscheltiere beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Tod, "Sie" mit der Einsamkeit usw., und in "ES" werden die Facetten der Freundschaft beleuchtet und das in Kings unnachahmlichen Stil. Das ist in meinen Augen der große Unterschied zum Film: dieser ist letztendlich "nur" ein Horrorstreifen. King gelingt es, uns die handelnden Personen (und Monster :o) ) dreidimensional, menschlich und voller verschiedener Charakterzüge nahezubringen. Die Darstellung der sich abzeichnenden Charakterprismen der Freunde in ihrer frühen Jugend und deren daraus resultierenden Leben im Erwachsenenalter ist wahrlich meisterhaft. Und nicht zuletzt: es ist einfach mörderisch spannend...
Letztlich: es wird ja viel diskutiert, ob man solche Bücher zur "wahren" Literatur im Sinne von Goethe, Hesse, Mann zählen darf. Meiner Ansicht nach verhält es sich ähnlich zur Musik:
die Frage nach Begrifflichkeiten und Einordnungen ist irrelevant, da sich die Kunst des Schreibens (und des Musizierens) über diese Frage hinaushebt und letztendlich davon unangetastet bleibt. Ich habe in meinem Leben nun mittlerweile viel, viel, viel gelesen, darunter Goethe, Hesse und Mann (vor denen ich ebenfalls tief den Hut ziehe) und dennoch: "ES" gehört für mich nach wie vor zu den "TOP 3"!
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