Die Protagonistin des Buches, Kitty, fährt mit dem Zug durch Frankfreich. Sie ist auf dem Weg zu der Beerdigung Ihres ehemals Geliebten, einen jüdischen Schriftsteller. In Rückblenden erfährt der Leser nun etwas über diese Beziehung, die sich über einen kurzen Zeitraum in einem amerikanischen Hotel abspielte und recht einseitig war. Denn der Schriftsteller behandelt die deutlich jüngere Kitty äußerst überheblich: Er protzt mit seinen Sexgeschichten, füttert Sie ab und erzählt über seine Zeit im Krieg. Hierbei vermengt die Autorin Bilder, die sie besser an ihrem Platz gelassen hätte. Die wüste Mischung aus Obsessionen und Kriegsangst, gequirlt mit Anspielungen an Kafka überzeugt schon allein wegen den hölzernen und schattenhaft bleibenden Charakteren nicht. Das Buch greift damit auch zu hoch und wird dem Andenken an die Opfer des Holocaust in keinster Weise gerecht.