Miranda ist 17 Jahre alt. Ihr tägliches Leben ist überschattet von der Trauer um ihre ältere, rebellische Schwester Xanda, die vor fünf Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Sie lebt mit ihrem "verstummten" Vater, der sich nur noch aus allem heraushält, ihrer sehr gläubigen und extrem strengen Mutter sowie den permanenten Erinnerungen an ihre tote Schwester unter einem Dach.
Geheimnisse, wie sie im Titel angedeutet sind, gibt es gleich viele. Die Eltern haben eines, Miranda hat eines, ihre Freundin Delaney hat eines und schließlich gibt es auch noch eines um den Tod ihrer Schwester.
Die Geschichte ist sehr komplex und tiefgründig mit all den verschiedenen Personen, die alle ihre persönlichen Probleme und Geschichten mit sich herumtragen.
Miranda ist auf der Suche nach sich selbst. Um sich ihrer großen Schwester Nahe zu fühlen, will sie so verwegen und rebellisch sein wie diese war und imitiert sie.
Sie kommt mit Kamran zusammen und glaubt, dass er ihre Zukunft ist.
Sie lernt Delaney kennen und lässt sich so sehr von ihr beeinflussen, dass sie ihre bis dahin beste Freundin fallen lässt.
Und dann passiert etwas, das ihr ganzes Leben verändert. Zum Schluss findet sie sich selbst, findet Mut und Selbstvertrauen, ihren Weg und die Menschen, die wirklich gut und wichtig für sie sind, aber der Weg bis dahin ist hart und einsam.
Ich hatte am Anfang Probleme mich in die Geschichte hinein zu finden. Mehrfach musste ich nochmal zurückspringen und einen Absatz nochmal lesen, weil ich den Zusammenhang verloren hatte zwischen aktueller Geschichte und Rückblenden. Der Schreibstil ist am Anfang nicht ganz flüssig. Kurze Sätze, mit kleinen Nebensätzen, die dann häufig Nebengedanken zu der aktuellen Handlung sind.
Die ganze Geschichte erschließt sich erst so nach und nach, wenn die ganzen Rückblenden und Fäden zusammenlaufen. Dann wird alles besser und die Geschichte hat mich tatsächlich noch gepackt und zu Tränen gerührt, obwohl ich das schon nicht mehr erwartet hatte.
Mein Fazit: Es ist ein anspruchsvolles und sehr nachdenkliches Buch. Was am Anfang leicht verworren wirkt ist am Ende dann doch in sich schlüssig.
Ich würde 3,5 Sterne mit Tendenz nach oben vergeben.
Lesen? Ja, wer nicht nur eine schöne Geschichte sondern etwas anspruchsvolleres sucht und stilistische Schwächen verzeihen kann.