"Sonnensucher"
s/w
"Sie suchten Sonne für ihr eigenes Leben und Sonnenenergie aus der Kraft des Atoms".
Wismut 1950. Der Uranbergbau führt in der DDR der Nachkriegszeit Menschen unterschiedlichster Art zusammen. So auch zwei Frauen, die bei einer Razzia in Berlin aufgegriffen werden. Die eine, Lutz, lernte schon früh das Leben von seiner härtesten Seite kennen und die andere, Emmi, prostituierte sich nach dem Krieg um zu überleben.
Lutz verliebt sich in den Kumpel Günter, stellt aber bald fest, dass er nicht der Richtige ist.
Unterdessen interessieren sich aber bereits zwei weitere Männer für sie: der Obersteiger Franz Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej. Letzterer misstraut Beier, der zwar mit seiner faschistischen Vergangenheit gebrochen hat, sich aber nicht zu diesem Abschnitt seines Lebens bekennt. Schließlich heiratet Lutz Beier, muss aber schnell akzeptieren, dass sie in Wahrheit Sergej liebt...
Laufzeit: 111 Min.
Produktionsjahr: 1958
Regie: Konrad Wolf
Darsteller: Ulrike Germer, Günther Simon;
"Das kalte Herz"
Dort, wo der Schwarzwald am dichtesten ist, lebt der Köhler Peter Munk. Als er die schöne Lisbeth heiraten will, wird ihm seine Armut schmerzlich bewusst, und er bittet das Glasmännlein, den guten Geist des Waldes, um Hilfe. Er bekommt sie auch, doch er verspielt sie leichtfertig. Nun ruft er den bösen Geist, den Holländer-Michel. Der verspricht ihm allen Reichtum der Welt, wenn er sein Herz gegen einen kalten Stein eintauscht. Peter ist einverstanden, und von Stund an wird er reich und reicher, aber auch brutal und gemein. Erst als er Lisbeth aus Wut über ihre Gutmütigkeit erschlägt, kommt er zur Besinnung. Noch einmal soll ihm das Glasmännlein helfen. Für Peter gibt es jedoch nur Hoffnung, wenn er sein wahres Herz von Michel zurückerhält. Peter muss eine List anwenden, um wieder der werden zu können, der er einst war.
Laufzeit: 101 Min.
Produktionsjahr: 1950
Regie: Paul Verhoeven
Darsteller: Paul Bildt, Paul Esser, Lutz Moik;
"Karbid und Sauerampfer"
Zu Kriegsende liegt auch die Dresdener Zigarettenfabrik in Schutt und Asche. Obwohl Nichtraucher, blutet Kalle das Herz - schließlich war es seine Arbeitsstätte. Um sie wieder aufzubauen, braucht man vor allem Karbid zum Schweißen. Kalle hat eine Quelle in Wittenberg. Er macht sich auf den Weg dorthin und muss nun - mit sieben Fässern - zurück: per Anhalter. Das Abenteuer lässt sich gut an. Die sympathische Karla nimmt ihn ein Stück in ihrem Fuhrwerk mit. Am liebsten würde er bei ihr bleiben, aber die Pflicht treibt ihn weiter. Dass er zurückkommen wird, ist versprochen. Sein einziges Zahlungsmittel, Zigaretten, nimmt ihm ein LKW-Fahrer für eine kleine Wegstrecke ab. Bis er Dresden erreicht, muss er sich noch vom Verdacht der Plünderei reinwaschen, einen Schiffbruch überstehen, sich eines geschäftstüchtigen US-Offiziers und einer mannstollen Witwe entledigen. Zwei Fässer bringt er glücklich durch - genug für den Neuanfang.
Laufzeit: 80 Min.
Produktionsjahr: 1963
Regie: Frank Beyer
Darsteller: Rudolf Asmus, Marita Böhme, Margot Busse;
"Die Fahne von Kriwoj Rog"
s/w
Gerbstedt, eine kleine Bergarbeiter-Stadt im Mansfelder Kupferrevier: Hier kommt es 1929 zu einer feierlichen Zusammenkunft zwischen einheimischen und sowjetischen Bergleuten. Noch ahnt keiner, dass das sowjetische Geschenk bald eine schicksalhafte Bedeutung erlangen soll - die Fahne von Kriwoj Rog: Sie ist nicht nur Symbol der Solidarität bei jeder Demonstration, sondern wird nach der Machtergreifung Adolf Hitlers zum Zeichen des kommunistischen Widerstandes und Überlebenskampfes um faschistischen Deutschland. Mit Verfolgung, Haft und Folter versuchen die Nazi-Schergen, das symbolträchtige Insignium in ihre Gewalt zu bringen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der Widerstand der Bergleute und ihrer Familien, vor allem des Hauers Otto Brosowski, gebrochen ist und die Fahne in die Hände des Feindes fällt...
Laufzeit: 105 Min.
Produktionsjahr: 1967
Regie: Kurt Maetzig
Darsteller: Harry Hindemith, Marga Legal, Helmut Schellhardt;