Dass Männer anders leiden und an anderen Krankheiten leiden als Frauen ist nicht so wunderlich neu. Es gibt bereits in der Medizin einige Bücher, die dieses Thema gut abdecken. Neu und verdienstvoll ist an dem Buch, dass die Autoren es verstanden haben, Lebensbedingungen und Krankheitsbilder in einen gut verständlichen Bezug zu setzen und damit es dem Leser ermöglichen, sich selbst einzuschätzen und praktische Schlüsse für sich abzuleiten. Jenseits von Verdrängungen, Mythisierungen, Schuldzuweisungen oder Larmoyanz gibt es hier einen anteilnehmenden, nüchternen Blick auf das, was Männer in ihrer Gesundheit fördert oder schwächt. Sehr brauchbar, nicht nur für Fachleute, nicht nur für Männer.