Diese Geschichte ist oft kopiert worden. Nicht zuletzt von Charles Simmons in Salzwasser. Sie hat nichts von ihrer Kraft verloren. Sie verdankt ihre Unsterblichkeit einem Gefühl, das Leser nur allzu gut geht kennen. Erst tastet man sich in der Liebe vor, dann verfällt man ihr, dann ist man schutzlos ausgeliefert und wird zutiefst getroffen, oft genug am Ende verraten. Wer den jungen Helden um seine Liebe bringt, soll nicht verraten werden. Die Entdeckung ist so furchtbar, dass sie nicht nur sein Leben verändert. Turgenjews sprachliche Meisterschaft, besteht in der unaufdringlichen Weise etwas als unausweichlich zu schildern, es unter der Oberfläche aufeinander zurasen zu lassen. Mag die Geschichte auch tragisch enden, erzählt sie jedoch viel über den Bestand der Liebe, dem schwankenden Boden, auf den man sich begibt, wenn man sich einläßt. Der Roman zeichnet das wahre Empfinden, wie die Verblendung, das Spiel Angebeteten, wie das Gefängnis nach, in das sie sich begibt, indem sie es zulässt, dass ein Kreis sich um sie schließt, um ihre Eitelkeiten an ihr zu spiegeln. Das war damals so und fühlt sich heute nicht weniger wahr an.