Obwohl ich nicht gerade denke, dass deutscher HipHop in einem Tief steckt, muss ich sagen dass diese Platte doch so einiges weghaut... Man kann Olli Banjo doch schon zeitweise auf einem Niveau mit den Beginnern erkennen. Klar, die Texte sind zum Teil sehr zweifelhaft. Doch das muss nicht gleih heissen, dass das nicht so beabsichtigt war und dass das dem Album schadet. So ging doch im Vorfeld z.T. durch die Presse, wie sexistisch Olli Banjo sich doch nur ausdrücken könne, es beschrenke sich nur auf post-pubertäre Spinnereien, die im Game nichts zu suchen haben. Dazu kann ich nur sagen: HÖRT EUCH DOCH ERSTMAL DIE PLATTE AN! Gleich beim ersten Hören eröffnet sich die Vielfalt von "ERSTE HILFE": Die Texte reichen von gesellschaft-kritisch bis zu nicht-ernstgemeint, die Beat sind überhaupt nicht einseitig. Auch der Flow ist für einen "Neuling" im Bizz SEHR bemerkenswert, was sich z.B. bei Tracks wie "ABC" (übrigens mit Curse), oder "Pornostar". Auch die Verknüpfund der Tracks innerhalb des Albums ist erfrischend, so z.B. bei "Thomas" und "Amok" - dafür auch ein Lob dafür. Nach so vielem begeisterndem ist es ihm denn auch mal vergönnt, ab Mitte des Albums mal textlich "runterzugehen" und ein bisschen von Frauen, Fetischen und Diskobesuchen zu philosophieren... :-D Mein Favorit unter den Titeln: "Urlaub" feat. Schivv.