... ich lass mich jedesmal aufs Neue mit Begeisterung auf den Deppen ein.
Natürlich ist er seichtes Hollywood-Kino, das man kein bisschen ernst nehmen muss. Bei solchen Filmen stelle ich überhaupt keine Ansprüche außer den, dass ich die Seele baumeln lassen möchte, unterhalten werden und mich amüsieren will. Bei "50 erste Dates" gelingt es mir immer und immer wieder. Der Streifen büßt einfach absolut nichts von seinem simplen Zauber ein, und es ist mir, die durchaus auch anspruchsvollere Unterhaltung zu schätzen weiß, jedesmal aufs Neue ein Vergnügen, Drew Barrymore und Adam Sandler nebst sämtlichen schrägen und liebenswerten Nebenfiguren zuzusehen.
Es ist die Mischung aus Witz und Melancholie, die die durchaus einfach gestrickte Story so liebenswert macht. Wenn man der aus vollem Herzen falsch singenden Lucy beim Anmalen der Garagenwände zusieht und weiß, dass Vater und Bruder ihr Kunstwerk in der kommenden Nacht weiß übertünchen werden, wird es einem seltsam klamm ums Herz. Nur um im nächsten Augenblick von dem durchgeknallten Mannweib Alexa, das sich kopfüber in die Fischtonne stürzt, weil Henry für sein Walross "kalte Fische" haben will, zum befreiten Lachen gebracht zu werden. Wozu ist dieser schräge Charakter Alexa überhaupt gut? Keine Ahnung. Sie ist völlig unwichtig für die Handlung. Und sie ist einfach nur göttlich komisch. Über Ula, den Freund von Henry, kann man genauso ungezwungen und herzlich lachen. Unvergleichlich auch der genervte Stammgast des Cafés, der Henrys Versuche, Lucy zu bezirzen, ständig abfällig und bissig kommentiert, ohne eine Miene dabei zu verziehen. Wunderbar.
Wenn man, um diesen Film genießen zu können, "einfach gestrickt" sein muss, dann bin ich es mit Vergnügen. Nicht alles im Leben muss anspruchsvoll sein oder irgendeinen Sinn erfüllen. Manchmal zählt nur, dass man Freude hat.