1974
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Im Herbst will Eik Breit gemeinsam mit seinem Freund Günter Heinemann musikalisch aktiv werden und gründet die Band "Antipasta". Außer Plattenspieler und etwas Mundharmonika beherrscht Eik Breit zwar kein Instrument, für Westcoastmusik im Stil von "Crosby, Stills, Nash & Young" reicht es aber aus. Ein weiterer Freund, Reinhard Brummer, wird Schlagzeuger der Band, der Schwede Nino Holm stößt als Gitarrist zur Gruppe.
1975
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"Antipasta" gibt in laufend wechselnder Besetzung etwa ein Konzert im Monat. Eik Breit spielt damals noch nicht Bass, sondern fungiert an den Congas, einer afrikanischen Handtrommel.
1976
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Ab Mitte des Jahres spielt Thomas Rabitsch, der 1994 bei dem Song "Eierkopf-Rudi" nochmals mit der EAV arbeiten wird, an den Keyboards. Nino Holms Wohnungsgenosse Zak spielt am Bass. Beide steigen im selben Jahr mit Reinhard Brummer wieder aus. Neuer Schlagzeuger wird der Schwede Anders Stenmo, den Landsmann Nino Holm bei einer Zugfahrt von Schweden nach Wien kennen gelernt hat. Um bei ihren wenigen Konzerten nicht Lied um Lied spielen zu müssen, erzählt Eik Breit zwischen den Songs komische Geschichten. "Antipasta" singen zum Beispiel Heurigenlieder á la Hans Moser oder aus dem schwedischen übersetzte Sauflieder. Die Abendgage reicht meist nicht einmal für Getränke.
1977
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Das Geburtsjahr der EAV. Im April sucht "Antipasta" einen neuen Gitarristen. Nino Holm überredet seinen Kollegen von der Kunstakademie, Thomas Spitzer aus Graz, in der Band mitzumachen. Nach einem Auftritt im Club "Atlantis" stellt Thomas Spitzer aber klare Bedingungen, unter welchen Umständen er in die Band eintritt. Er fordert, dass eine ordentliche Idee hinter dem Projekt steckt. Mit Nino Holm hat er längst über die Möglichkeit einer Rock-Comix-Band gesprochen. "Antipasta" wird nach 3 Jahren aufgelöst, die neue Band wird - zumindest in den Köpfen - gegründet. Mit dabei sind Thomas Spitzer, Eik Breit, Nino Holm und Anders Stenmo. Nach stundenlangen, ergebnislosen Diskussionen über den Namen der neuen Gruppe fahren die Bandmitglieder im Morgengrauen mit der ersten Straßenbahn am Bürogebäude der "Ersten Allgemeinen Versicherung" vorbei. Thomas Spitzer hat die folgenschwere Idee: Wir nennen uns "Erste Allgemeine Verunsicherung". Die Versicherungstypen regen sich auf und wir haben unseren ersten Wirbel. Und tatsächlich: Besagte Versicherung hätte die EAV wegen Namensgleichheit beinahe verklagt, 1988 wird sie aus gleichem Grund Hauptsponsor der "Pinguin"-Tournee. Eine kahle Wohnung in einem Abbruchhaus am Wildpretmarkt 11 in Wien wird das Hauptquartier der Gruppe. Hier wohnen bereits Thomas Spitzer und sein aus Graz gekommener Freund Walter Hammerl. Im Winter entsteht dort auch die erste Bühnenshow, die aber nie aufgeführt wird. Grund: Klaus Eberhartinger, ein Freund Thomas Spitzers, rät nach der Lektüre des Regiebuchs vom Konzept der Show ab und gibt seinem Kumpel mit den Worten Ich weiß, du kannst es besser den Rat, das Buch zu überarbeiten. Thomas Spitzer, ein Dickschädel, will das zuerst nicht zur Kenntnis nehmen. Trotzdem taucht er ab und schreibt in nur 5 Tagen eine komplett neue Show.
1978
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Im Februar, 3 Monate vor der Premiere der Show, ist die erste EAV-Besetzung vollständig: Zu den 4 Band-Gründern gesellt sich Walter Hammerl, der erst als Manager hinter und später als Conferencier auch auf der Bühne steht. Günter Schönberger, noch Lehrer in der Steiermark, ist Saxophonist und Akteur und pendelt täglich 360 Kilometer von Graz nach Wien und zurück. Bevor er von Walter Hammerl die Funktion des Managers übernimmt, gründet er noch seine eigene Band "Ephesus". Als Sänger und Hauptakteur holt Thomas Spitzer den Austrorock-Star Wilfried Scheutz zur Gruppe. Mit ihm ist er seit Grazer Studientagen befreundet. Weil sich Wilfried Scheutz in die EAV-Kostümbildnerin Marina Tatic verliebt, fällt ihm der Wechsel nicht schwer. Wenig später heiraten die beiden. In der EAV-Kommune angekommen schüttelt Wilfried Scheutz über den wilden Haufen talentierter Dilettanten den Kopf: Burschen, so geht das nicht. Da gehört Linie rein. Mit seiner Theatererfahrung nimmt Wilfried Scheutz als selbsternannter "verunsichernder Schauspiellehrer" die Geschicke der Band in die Hand und schult die Bandmitglieder beispielsweise mit regelmäßigen Körpertrainings. Nach 2 Monaten harter Arbeit ist es dann soweit: Zur Eröffnung des Wiener Schauspielhauses am 25. Mai hat die erste EAV-Bühnenshow Premiere. Diese sollte eigentlich schlicht "Verunsicherung" heißen. Ein schlampiger Zeitungskritiker nennt die Show aber irrtümlich "Uschi im Glück" - der unfreiwillige Titel setzt sich durch. Im Oktober wird das Programm unter dem ursprünglichen Namen "Verunsicherung" als LP veröffentlicht: Das erste Album der EAV. Produziert wird es in nur 3 Tagen für lachhafte 14.000 Schilling (rund 1.000 Euro). Das Kuriose: Entstanden ist die LP ohne Plattenvertrag. Wilfried Scheutz redet das Projekt der Plattenfirma EMI im Rahmen seines Solo-Vertrags ein. So erscheint das Album offiziell auch unter dem Bandnamen Erste Allgemeine Verunsicherung & Wilfried - in einer Mini-Auflage von rund 1.700 Exemplaren. Heute ist das Album ein begehrtes Sammlerstück und erzielt bei Internetauktionen Spitzenpreise. Das hartnäckige Gerücht, die EAV habe bereits vor der Veröffentlichung des Albums "Verunsicherung" eine LP mit dem Titel "Show Rosie" auf den Markt gebracht, hat Thomas Spitzer in einem Interview mit dem EAV-Fanclub inzwischen dementiert. Im Winter wird die bisherige Liveshow mit 4 zusätzlichen Songs unter dem Namen "Lametta Scheinwelt" als Kritik am wachsenden Weihnachtskonsum gespielt: Die Heiligen 3 Könige singen "Roll over to Bethlehem", nach dem Motto "Die Englein singen, die Kassen klingeln" heißt es "Leise rieselt der Schmäh" oder "There's no business like Christmas".
1979
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In Österreich spielt die EAV nur in den Landeshauptstädten. Überall anders kommt praktisch kein Publikum. Erfolgreicher läuft es in Deutschland: Gleich 3 Mal tourt die Band in diesem Jahr durch die deutsche Clubszene. Günter Schönberger kauft seinem Onkel einen 12 Meter langen ausrangierten Autobus für 5.000 Schilling (rund 350 Euro) ab. Die Sitze werden ausgebaut, dafür Boxen, Verstärker, Instrumente, Scheinwerfer, Kabel, Kostüme und Requisiten hineingestopft. Das spätere Thomas Spitzer-Zitat Für a Gullasch und a Bier ist die treffendste Beschreibung für diese Zeit. In vielen Orten reicht die Gage - pro Mann und Auftritt gerade mal 140 Schilling (rund 10 Euro) - nicht einmal für die Übernachtung. Da bleibt man eben bei einem Mädchen in der jeweiligen Stadt oder legt sich irgendwo im Bus auf eine Luftmatratze. Im Sommer findet der soziale Durchbruch - so nennt es Eik Breit heute - statt: Die EAVler ziehen auf einen alten Bauernhof im steirischen Heiligenkreuz, etwa 10 Kilometer von Graz entfernt. Die Zahl der Freunde steigt täglich. Viele besuchen die Gruppe in ihrer "Bauern-Villa", die mit Swimmingpool, Marmorböden und einem Riesenwohnzimmer, das gleichzeitig auch Proberaum der Band ist, großzügig ausgestattet ist. Die Miete beträgt nur 7.000 Schilling pro Monat (rund 500 Euro) - für die EAV gerade noch zahlbar. Misstrauisch wird die wüste Kommune aus langhaarigen Hippies von den Einheimischen beobachtet: Mindestens Drogen müssen doch hier im Spiel sein. Regelmäßig kommt die Polizei vorbei, nimmt die Personalien auf und verschwindet wieder ergebnislos. Wilfried Scheutz ist inzwischen mit seinen Discohits "Johnny's Discothek" und "Nights in the city" zum Star geworden und hat keine Zeit mehr für die EAV. Ihm folgt der Steirer Gert Steinbäcker, der zur gleichen Zeit mit seinen beiden Freunden Günter Timischl und Helmut Röhrling alias Schiffkowitz die Band STS gründet. Gert Steinbäcker, mit dem Thomas Spitzer schon früher in der steirischen Rockband "Mephisto" gespielt hat, steigt als Sänger in das fertige Programm ein. Zur Weihnachtsshow "Ihr Kinderlein kommet", die 20 Mal in Deutschland gezeigt wird (sogar am Heiligen Abend!), nimmt er seine beiden STS-Kollegen mit. Das Lied "Es wird Heller", eine Parodie auf den österreichischen Aktionskünstler André Heller, wird das erste Mal aufgeführt, damals aber noch von Schiffkowitz gesungen. Später wird diese Nummer das Paradestück von Eik Breit. Die im November in Dortmund aufgenommene erste EAV-Single "Ihr Kinderlein kommet" erscheint, macht Eindruck, wird insgesamt 2 Mal im Österreichischen Rundfunk gespielt und sogar im renommierten Magazin "Der Spiegel" erwähnt.
1980
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Mit der Premiere des zweiten, komplett neuen Programms "Café Passé" im Rahmen der Wiener Festwochen beginnt die große Live-Phase der EAV. Das Programm wird in den nächsten beiden Jahren 300 Mal gespielt. Über 200.000 Zuschauern präsentiert Chefober Peppi Gäste eines fiktiven Wiener Kaffeehauses, angefangen von alten Nazis über Bild-Zeitungsleser oder Punker in Lederhosen bis zu langzöpfigen Rastafaris. Höhepunkt jeder Show ist der "Alpenpunk", die mehr als raue Version des "Kufsteinliedes". Es gibt viele weitere Parodien: Ein Beatles-Medley, in dem John und Paul (gespielt von Gert Steinbäcker und Eik Breit) als schwules Pärchen auftreten und auch US-Präsident Ronald Reagan wird als Neutronen-Daddy verulkt. Mit "Café Passé" wird die EAV der gesamten kritischen Szene Deutschlands ein Begriff. Ein zweites Mal wird die EAV im Magazin "Der Spiegel" erwähnt. Ein 45 Minuten-Mitschnitt ihres Programms wird sogar in der ARD ausgestrahlt. Auch Komiker Otto kennt die Band genau: Er kommt zu den Konzerten in Hamburg regelmäßig in Rollschuhen und setzt sich aus Spaß einmal sogar hinter die Kasse. Aus "Café Passé" werden 2 Singles ausgekoppelt: "Alpenpunk" und "Oh nur du". Im Herbst erledigt Thomas Spitzer in der Rekordzeit von nur 3 Tagen seine Diplomarbeit an der Kunstakademie. Er kommt gerade von der Deutschlandtour zurück und hat gar keine Zeit für die Diplomarbeit, weil die Aufnahmen für das Album "Café Passé" anstehen. Deshalb nimmt er die erste EAV-LP, reicht Bühnenbild- und Kostümentwürfe ein und zeigt auf einem ausgeborgten Fernseher den Mitschnitt einer EAV-Show. Das ganze präsentiert er dann erfolgreich als "Multimediales Projekt". Das Diplom schenkt Thomas Spitzer originalverpackt seiner Mutter. Im Dezember geht die EAV zum letzten Mal auf Weihnachtstournee. Auch für den wackligen Tourbus ist es die letzte große Fahrt: Vor einem Konzert in Hagen wird die Band von einer Polizeistreife überholt, die gleich die Nummernschilder des verrosteten Wracks behält und damit eine Weiterfahrt unmöglich macht. Günter Schönberger beschließt, den Bus stehen zu lassen und schenkt ihn gleich der Polizei. Schnell werden 10 PKW organisiert, damit Band, Anlage und Requisiten zum nächsten Konzert gebracht werden können. An diesem Abend beginnt die EAV-Show mit 4 Stunden Verspätung.
1981
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Das Jahr beginnt düster. Im Februar nimmt sich Walter Hammerl das Leben. Schon einmal hat der EAV-Sänger einen Selbstmordversuch unternommen. Thomas Spitzer macht sich an einem kalten Februartag Sorgen: Walter war wieder so eigenartig. Dann findet er ihn. In einem Zimmer des EAV-Bauernhofs. Vor allem Thomas Spitzer ist vom Selbstmord seines besten Freundes schwer betroffen: Das war sicher der entsetzlichste Augenblick meines Lebens. Nach dem ersten Schock war ich darüber betroffen, dass man mit einem Menschen auf so engstem Raum wohnen kann, ohne ihn wirklich zu kennen. Depressionen hab ich gleich wieder verworfen, denn zu diesem Zeitpunkt hab ich schon so viel Energie und Zeit in die Verunsicherung investiert gehabt, dass ich gewusst hab, wir müssen da raus. Die Bauernhof-Kommune wird aufgelöst und die Bandmitglieder ziehen nach Graz (Gert Steinbäcker), St. Marein (Thomas Spitzer, Günter Schönberger), Wien (Anders Stenmo), Wildon (Nino Holm) und Wuppertal (Eik Breit). Man trifft sich aber trotzdem weiter. Denn: Die Band ist auf der Suche nach einem neuen Sänger, da Gert Steinbäcker seiner neuen Band STS immer mehr Zeit widmet. Die Band favorisiert Stefan Weber, Kopf der Wiener Rock-Schockertruppe Drahdiwaberl, und Adam Vickerl, Chef der Theatergruppe Hallucination Company. Dickkopf Thomas Spitzer möchte aber unbedingt seinen Kumpel Klaus Eberhartinger, der noch nie ein Mikrophon in der Hand gehabt hat, als neuen EAV-Frontmann verpflichten. Man einigt sich auf diesen Vorschlag, bis jemand Besseres gefunden worden ist. Klaus Eberhartinger ziert sich zwar, hat aber gegen die Überredungskünste Thomas Spitzers keine Chance und übernimmt schließlich Walters Hammerls Rolle als Conferencier. In der Show darf er zuerst nur 2 Lieder singen. Im Mai erscheint die im Vorjahr noch mit Walter Hammerl produzierte LP "Café Passé", die der EAV den "Deutschen Schallplattenkritikerpreis" einbringt. Die "Café Passé"-Show wird mit dem Kleinkunstpreis "Berliner Wecker" ausgezeichnet.
1982
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16 Wochen in Folge spielt die EAV in Deutschland vor ausverkauftem Haus. Mit „Tanz, tanz, tanz“ kommt im Oktober die erste EAV-Single mit Klaus Eberhartinger als Sänger auf den Markt. Da keine einzige Plattenfirma die EAV haben will, muss sie, um die Single veröffentlichen zu können, eine eigene Plattenfirma gründen. Der Song erscheint unter dem Label „UNplatte“. Es folgt die erste kleine Tournee in der Heimat der EAV - durch die Steiermark.
1983
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Im März steigt Gert Steinbäcker endgültig aus der Gruppe aus, um sich auf STS zu konzentrieren. "Fürstenfeld" wird im gleichen Jahr ein Superhit für STS. Thomas Spitzer schlägt Mario Bottazzi, ein Schauspieler - Songwriter - Sänger - Kabarettisten - Multitalent, in einer Bandbesprechung als neuen EAV-Sänger vor. Schon 1979 ist ihm Mario Bottazzi als Theaterschauspieler aufgefallen. Mario Bottazzi besucht eine Bandprobe der EAV, schaut sich die Sache einmal an - und bleibt. Er wird Sänger, Keyboarder und Akteur. Gemeinsam arbeitet man am neuen EAV-Programm "Spitalo Fatalo", das bunter und aufwendiger als die beiden Vorgänger, aber nicht mehr ganz so kritisch ist. Finanziert wird das Programm mit einem 500.000 Schilling-Bankkredit, den die Band extra aufgenommen hat. Im Mai steigt die Premiere - wieder bei den Wiener Festwochen. Selbst Falco, der fast nie Konzerte besucht, ist so begeistert von der EAV, dass er sich einen Auftritt der Band im Wiener Metropol nicht entgehen lässt. Die Gage der EAV beträgt jetzt schon 40.000 Schilling (rund 3.000 Euro) pro Abend. Im Juni wird ein Plattenvertrag mit der EMI geschlossen. Die erste Single "Alpenrap" chartet im Juli in Österreich, einen Monat später in Deutschland. Der erste Hitparadenerfolg der Band. Mit "Alpenrap" ist die EAV am 19. September erstmals in der von Dieter Thomas Heck moderierten "ZDF-Hitparade" zu Gast und tritt auch in Alfred Bioleks Sendung "Bios Bahnhof" auf. Erst im Oktober erscheint die LP zur Show "Spitalo Fatalo". Hier ist Gert Steinbäcker zum letzten Mal bei einer EAV-Produktion als Sänger zu hören. "Afrika" wird die zweite Hitsingle in Österreich. Die deutschen Rundfunkanstalten boykottieren den Titel, weil die EAV angeblich zu viele Wahrheiten über den typischen Massentouristen verbreitet. Im Herbst beginnt die Deutschland-Tour zum Programm. Im Dezember tritt die EAV zum ersten mal in der DDR, beim "Festival des politischen Liedes", auf.
1984
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Das Live-Programm wird erweitert, die EAV steht fast jeden Abend etwa 3 Stunden auf der Bühne. "Spitalo Fatalo" wird auch mitgeschnitten und am 26. Februar im ORF ausgestrahlt. Schon einen Tag später schicken Nazis, denen die Kritik der Band am Nationalsozialismus nicht gefällt, aus Kiel einen anonymen Drohbrief. Etwas nervöser als sonst setzt die EAV ihre Tournee fort. Vor einem Konzert in Kiel wird nach einer Bombendrohung aus der Nazi-Szene der Saal ergebnislos durchsucht. Im August wird mit "á la Carte" bereits das nächste Album aufgenommen, das im November veröffentlicht wird. Songs des "Spitalo Fatalo"-Programms, die auf der letzten LP keinen Platz hatten, gibt es jetzt auf Vinyl. Zum Beispiel "Schweine-Funk", der allererste Text, den Thomas und Klaus lange vor der Gründung der EAV noch als Schüler geschrieben haben. Oder "Go Karli Go", die Geschichte eines Jungen, der Rockstar werden will und es auch schafft. Diese Nummer erscheint im Dezember als Single. Mit "Die Braut und der Matrose", ein Song, der auf "á la Carte" unter dem Titel "Aloahe" veröffentlicht wurde, versucht die EAV in diesem Jahr vergeblich einen Sommerhit. Der Song "Bella Bella Signorina", der unter dem Pseudonym Nina é Mario erscheint und von Mario Bottazzi gesungen wird, floppt ebenfalls.
1985
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Jede Menge Konzerte in Österreich, Deutschland und der Schweiz, doch noch immer herrscht Ebbe auf dem Konto der EAV. Zu viele Schulden und Kredite lasten auf der Band. Dafür besitzt die EAV vom ersten Tonband im eigenen Demostudio bis zum letzten Kabel ihrer Livebühne alles selbst. Aber: Nach 7 mageren Jahren sollen jetzt 7 fetten Jahre der EAV beginnen. Im ersten Halbjahr widmet sich die Gruppe ganz ihrem neuen Album, für das die EAV im Sommer im Wiener "Soundmill Studio" des Produzenten Peter Müller steht. Das Album "Geld oder Leben" entsteht, das im September erscheint. Und die EAV ist sich sicher: Den Erfolg von "á la Carte" mit Gold in Österreich wird man erreichen. Für Deutschland sei das Album mit seinen sehr österreich-spezifischen Texten aber nichts. Fast wäre auch "Märchenprinz" nicht auf dem Album gelandet. Dazu musste vor allem Thomas Spitzer, der dem Song keine Chance eingeräumt hat, erst überredet werden. Ab dem 16. Oktober ist die EAV auf "Geld oder Leben"-Tour mit Konzerten in Österreich und Deutschland. Im November ereilt die Band aber eine Pechsträhne: Nino Holm fällt in Hamburg über einen Draht und bricht sich den Arm. Klaus Eberhartinger bekommt eine Stimmbandentzündung, Anders Stenmo hohes Fieber und Eik Breits Auto wird abgeschleppt. Zu guter Letzt geht bei einem Trick zum Song "Fata Morgana" eine Benzinbombe in Günter Schönbergers Hand zu früh los und der EAVler muss ins Krankenhaus gebracht werden. Die Folge: Es kommt nicht zur geplanten "Live-CD" des "Geld oder Leben"-Programms. Erst Ende des Jahres gibt es wieder gute Nachrichten: Die Single "Ba-Ba-Banküberfall" ist Nummer 4 in den österreichischen Charts und in Deutschland steigt sie bis auf Platz 7. Schnell werden im Studio die Maxisingle und eine englische Version des Songs eingespielt. Die EAV hat sich geirrt: "Geld oder Leben" entwickelt sich zu einem Erfolg.
1986
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Im Februar nimmt die EAV in Österreich bereits Platin für „Geld oder Leben“ in Empfang, im Juni gibt es Doppel-Platin, im November 7fach-Gold. Mehr noch: Am 4. Dezember wird die EAV mit dem "Pop Columbus" für die meistverkaufte LP aller Zeiten in Österreich ausgezeichnet. Die Platte steht in Deutschland 60 Wochen in den Charts und erreicht Platz 10. In Österreich hält sich das Album 78 Wochen in der Hitparade und erreicht auch die begehrte Pole-Position. Kritik an dem Song "Ba-Ba-Banküberfall" kommt von der Polizei: Der Hit habe, so der Münchner Kripo-Chef Gottfried Reuß in mehreren Zeitungsinterviews, zu einem rapiden Anstieg der Banküberfälle geführt. Im März startet der zweite Teil der "Geld oder Leben"-Tour, zeitgleich wird "Ba-Ba-Bankrobbery", die englische Version des Hits, in Japan, Spanien, Kanada, Portugal, Griechenland, Holland, Schweden und Dänemark veröffentlicht. Das Video zum Song, aufgenommen beim Soundcheck eines Konzerts in Stuttgart, wird in England zum "Schlechtesten Video der Woche" gekürt. Trotzdem - oder gerade deswegen: In den heiligen britischen Charts erreicht "Ba-Ba-Bankrobbery" Platz 63. Der Titelsong des Albums "Geld oder Leben" ist im Soundtrack des Mike Krüger-Films "Geld oder Leber" zu hören. Die zweite Singleauskopplung "Märchenprinz" klettert in Deutschland und Österreich in die Charts. In der Heimat der EAV wird der Song, der von Thomas Spitzer zuvor so hartnäckig abgelehnt wurde, der erste Nummer 1-Hit der Band. Im Rahmen ihrer Tournee gibt die EAV in der DDR 25 Konzerte in 17 Tagen! Wegen ihrer Auftritte in der DDR darf die EAV nicht für Österreich beim "Grand Prix Eurovision de la Chanson" antreten. Die nächste Single "Heiße Nächte (in Palermo)" chartet in Österreich und steigt dort bis auf Platz 3.
1987
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Im Januar entert auch "Fata Morgana" die deutschen Charts und "Geld oder Leben" hat sich bereits über 200.000 Mal verkauft - 4fach-Platin! Nach 4 Jahren des Kampfes darf die EAV endlich auch in der DDR eine Single mit vier Songs ("Märchenprinz", "Einsamkeit", "Heiße Nächte", "Alpenrap") in einer Auflage von 10.000 Stück auf den Markt bringen. Die Vorbereitungen für das nächste Album "Liebe, Tod & Teufel" sind voll im Gange. Am 17. Oktober wird die Single "Küss die Hand, schöne Frau" und am 26. Oktober schließlich die LP "Liebe, Tod & Teufel" veröffentlicht. Das Album verkauft sich über 1,5 Millionen Mal. Für einen Jahresrückblick des Weltsportgeschehens textet Thomas Spitzer "Küss die Hand, schöne Frau" auf "Küss die Hand, ÖSV" um und zieht die erfolglosen österreichischen Ski-Weltcup-Starter durch den Kakao. Alle 50.000 Tickets für den ersten Teil der Österreich-Tournee sind binnen zehn Tagen verkauft. Hauptsponsor der Tournee ist dieselbe Versicherung, die die EAV vor etwa zehn Jahren wegen ihres Namens fast verklagt hätte.
1988
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Am 18. Februar steigt das erste Konzert der "Pinguin"-Tour in Mühldorf in der Steiermark. Während der Tour kommt die EAV mehrmals in die Schlagzeilen: Mit ihrem Song "Kurti", in dem die EAV den österreichischen Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim aufs Korn nimmt, sorgt die Band für einen politischen Wirbel allerersten Ranges. Der Song richtet sich gegen die fragwürdige Vergangenheit Kurt Waldheims. So soll Waldheim seine Biographie für die Zeit des Dritten Reiches geschönt und verharmlost haben. Mario Bottazzi, verkleidet mit einer Kurt Waldheim-Maske, betritt zur Melodie von "Burli" die Bühne. Während Klaus Eberhartinger eine auf die Waldheim-Affäre umgetextete Version des Songs präsentiert, tanzt Mario Bottazzi als "Bundes-Pingo", wie Kurt Waldheim bei der EAV heißt. Tausende jubeln bei den Konzerten, aber es sind auch Pfiffe dabei. Die EAV wird schließlich wegen Beleidigung eines Staatsoberhauptes angeklagt, zu einer Strafverfolgung kommt es aber nicht. Waldheim lehnt es ab, dazu die Ermächtigung zu geben. Dafür kommt es nach der Veröffentlichung der Single "Burli" zum nächsten Skandal: Die Redakteure des Radiosenders Bayern 3 bekommen das Lied in den falschen Hals. Statt es als das zu sehen, was es ist - eine Anklage gegen alle, die den Wahnsinn und die Folgen der Atomkraftwerke decken - interpretieren manche das Lied über den Atommutanten "Burli" als Beleidigung der Gefühle Behinderter. In Deutschland traut sich kaum ein Sender "Burli" zu spielen. Die EAV wird aus den Fernsehsendungen "Tele As", "Live aus dem Alabama" und dem "ARD-Wunschkonzert" ausgeladen. Die Single wird daraufhin kein großer Erfolg und die EAV beschließt eine Klage gegen den Bayerischen Rundfunk einzureichen. "Liebe, Tod & Teufel" entwickelt sich zum bestverkauften österreichischen Album aller Zeiten und erhält 6fach-Platin in Österreich, Doppel-Platin in der Schweiz und Platin in Deutschland. Im Oktober erscheint mit "Kann denn Schwachsinn Sünde sein..?" eine Hit-Compilation mit vielen Raritäten und Live-Aufnahmen.
1989
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Klaus Eberhartinger moderiert zusammen mit Siggi Harreis und Jürgen von der Lippe 2 Wochen lang die ARD-Open-Air-Show "Eins ist Trumpf" von der Berliner Funkausstellung. Das Album "Kann denn Schwachsinn Sünde sein..?" wird insgesamt 800.000 Mal verkauft. Die "Pinguin"-Tour geht zu Ende und die neue Platte "Neppomuks Rache" wird bereits produziert. Mit "Echte Helden" erscheint das erste EAV-Video: Ein Zusammenschnitt der "Pinguin"-Tour. Hier ist auch der Song "Die Hexen kommen" zu sehen, der sonst auf keinem EAV-Tonträger veröffentlicht wurde, aber zu einem der beliebtesten Nummern der EAV-Fans wird. Zum Mauerfall in Berlin bringt die EAV unter dem Namen Ossi Ost-Born die von Thomas Spitzer gesungene Nummer "Es steht ein Haus (in Ostberlin)" auf den Markt.
1990
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Das Album "Neppomuks Rache" erhält 3fach-Platin in Österreich und Gold in Deutschland. Aus dem Album werden die Singles "Ding Dong", "Samurai", "s'Muaterl" und "Einer geht um die Welt" ausgekoppelt. Am 7. April tritt die EAV bereits zum zweiten Mal in Europas erfolgreichster Fernsehsendung "Wetten, dass...?" auf und präsentiert bei Thomas Gottschalk ihre neue Hit-Single "Ding Dong". Unerwartet verlässt Mario Bottazzi wenige Wochen vor der Premiere der neuen Live-Show die Gruppe. Sein Nachfolger wird Andy Töfferl, in dessen Fitness-Studio in Graz Klaus Eberhartinger Dauergast war. Die EAV lädt Andy Töfferl nach Feldbach ein, der auf Nino Holms Keyboard einige seiner Nummern und Parodien zum Besten gibt. Andy Töfferl überzeugt und wird angenommen. Am 22. September startet die "Neppomuk"-Tour in Feldbach. Es ist die bis dahin größte und aufwendigste Bühnenshow in ganz Österreich. Alleine fünf Sattelschlepper werden benötigt um das Equipment von einem Ort zum anderen zu transportieren. Eine Umfrage des Gallup-Institutes bescheinigt der EAV bei den 11- bis 12jährigen einen Bekanntheitsgrad von 100 Prozent.
1991
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In Monte Carlo nimmt die EAV den begehrten "World Music Award" entgegen. Am Ende des Jahres wird statt des geplanten Live-Albums das Album "Watumba", das ursprünglich "Neppomuks Rückkehr" heißen sollte, veröffentlicht. Die Platte enthält unter anderem Songs aus dem letzten Live-Programm. Erstmals seit sieben Jahren gibt es zur einem neuen EAV-Album keine Tournee. Es erscheint ein Mitschnitt der "Neppomuk-Tour" auf Video. Der Plan eines englischsprachigen Albums wird verworfen und der im EAV-Buch angekündigte Kinofilm nie gedreht. Auch eine geplante 6teilige Fernsehsendung kommt nicht zustande.
1992
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Im Februar bekommt die EAV für die "Neppomuk"-Tour den Medienpreis "R.SH Gold" für die beste Bühnenshow. Die Songs "Inspektor Tatü" und "Hip Hop" werden als Maxi-CDs ausgekoppelt. Die EAV ist nach den vielen erfolgreichen Jahren müde und zieht sich zurück. Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger haben nach einem Kenia-Trip das Land lieben gelernt. Sie finden ein schönes, ruhiges Plätzchen, lassen sich dort nieder und verbringen ab sofort über die Hälfte des Jahres in Kenia. Im Schweiße des eigenen Angesichts bauen sie in ihrem neuen Domizil ein kleines Studio auf, in dem fortan an künftigen Projekten gearbeitet wird. Dazwischen arbeitet Thomas Spitzer auch mit anderen Musikern. So veröffentlicht er unter anderem ein Album mit Tony Wegas. Nino Holm zieht es währenddessen auf die Malediven. Dort verwirklicht er einen Kindheitstraum: Er baut sich ein eigenes Holzschiff, einen 30 Meter langen Zweimaster für Taucher, die "MS Barutheela". Jahre später sinkt sein Schiff und Nino Holm steigt in Wilfried Scheutz' Band 4Xang ein. Eik Breit wird Cafetier in Graz, sein Gasthaus heißt "Tintenfassl". Günter Schönberger entwickelt sich vom Weintrinker zum Weinbauern und schafft es sogar einige Weinpreise einzuheimsen. Anders Stenmo bleibt in Wien, schreibt Drehbücher und veranstaltet Ritterspiele. Andy Töfferl versucht später unter dem Namen Art Acima ein Plattenprojekt mit der früheren Miss Europa, Alexandra Werbanschitz.
1993
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Im Februar muss Klaus Eberhartinger wegen Malaria und einer Lungenentzündung die Teilnahme an der Rainhard Fendrich-Show "Nix is fix" absagen, in der er dann aber ein Jahr später auftritt. Die EAV pausiert und tritt nur einmal anläßlich des Benefiz-Konzertes "Powerplay - Nachbar in Not" für Obdachlose am 3. April in Feldbach auf. Für dieses Charity-Ereignis wird auch der Song "Morgen" umgetextet. Das bereits vergriffene "Cafè Passè"-Album wird in limitierter Auflage auf CD und MC wiederveröffentlicht.
1994
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Anlässlich des Davis-Cup Tennis-Turniers produziert die EAV unter dem Pseudonym Center Curti & die Daviscappler die Single "Ping Pong" - ein Cover auf den Hit "Ding Dong". Zuerst soll dieser Song vom ORF promotet werden, doch die EAV wird vom "TV-Event" ausgeladen. Thomas Spitzer schreibt während der Arbeiten an einem neuen EAV-Album weiter für viele österreichische Künstler. Für Udo Jürgens textet er beispielsweise den Song "Cafe Größenwahn". Als die EAV im Oktober in der "60 Jahre Udo Jürgens-Gala" auftreten soll, bleiben Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger wegen eines Flugstreiks in Kenia sitzen. Die EAV tritt als Novum ohne ihre zwei Masterminds trotzdem in der Show auf. Am 18. November erscheint das neue EAV-Album "Nie wieder Kunst", das in Österreich Doppel-Platin erreicht. In Deutschland kann die EAV nicht an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen. In vielen Interviews wird betont, dass man nicht mehr jedes Jahr ein neues Album herausbringen möchte und es längere Pausen zwischen Tourneen und Albumveröffentlichungen geben soll.
1995
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Nach langer Bühnenabstinenz wird die aufwendige "Kunst"-Tour vorbereitet. Nino Holm, der nicht zur EAV zurückkehrt, wird von David Bronner ersetzt, der auch Hauptproduzent des Albums "Nie wieder Kunst" ist. Insgesamt werden 70 Konzerte in Österreich, Deutschland und der Schweiz gespielt. Aus dem Album werden 4 Singles, darunter "300 PS", veröffentlicht. Die EAV ist auch medial wieder sehr präsent. Es erscheint ein Live-Mitschnitt der "Kunst"-Tour und die dazugehörige Live-CD.
1996
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Es ist das "schwarze Jahr" der EAV. Schon seit längerem gibt es Unstimmigkeiten in der Gruppe. Finanzielle Streitigkeiten sind der Grund, dass sich Günter Schönberger und auch Eik Breit vom Kern der Gruppe trennen. Eik Breit spielt anschließend in der von dem ehemaligen EAVler Wilfried Scheutz gegründeten Band 4Xang. Nach seinem Ausstieg beim 4Xang ist er in Theaterproduktionen zu sehen. Günter Schönberger ist noch immer Weinbauer und holt mit seinen edlen Tropfen immer wieder Preise. Es erscheint das Best of-Album "Grätest Hitz" und es ist lange nicht klar, ob die EAV weitermacht. Schließlich begeben sich Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger nach Kenia und arbeiten an neuen Songs. Zusammen mit mehreren bekannten österreichischen Musikern entsteht anlässlich der 1000 Jahr-Feiern Österreichs der von Thomas Spitzer geschriebene Song "Tu Felix Austria".
1997
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Im Sommer wird unter Mitwirkung des Feldbachers Kurt Keinrath das neue EAV-Album "Im Himmel ist die Hölle los" präsentiert. Kurt Keinrath wurde schon in den 70iger Jahren mit der Gruppe "Turning Point" bekannt, danach war er mit der Band "Zäus" auf Tour. In Folge spielte er mit Carl Peyer, Jim Cogan und der blech-bixn-bänd. Der gelernte Hauptschullehrer eröffnete schließlich sein "K&K"-Tonstudio. Viele TV-Auftritte und zwölf Wochen unter den Top Ten der Ö3-Verkaufscharts veranlassen die EAV wieder auf Tournee zu gehen. Die Vorproduktion der Tournee erfolgt wiederum in Feldbach. Für die Kindersendung "Tigerenten-Club" der ARD produziert die EAV den "Tigerenten-Clubsong".
1998
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Am 4. März startet in Feldbach die "Himmel & Hölle"-Tournee. Kurt Keinrath wird neben Thomas Spitzer der zweite Gitarrist der Band. Neuer Bassist wird Leo Bei, der früher bei Kurt Ostbahn gespielt hat. "Musikprofessor" Franz Zettl, der schon lange mit Andy Töfferl im Duo auftritt, verstärkt die Crew am Keyboard und ersetzt damit David Bronner. Legendär sind seine Querflöteneinsätze, die beispielsweise dem Song "s'Muaterl" eine ganz neue Note geben. Außerdem spielt er Trompete und Saxophon. Anders Stenmo erleidet kurz nach der Premiere der Tour einen Hörsturz und muss durch den Schlagzeuger Alex Deutsch ersetzt werden. In Bayern gibt es Drohungen gegen Bürgermeister, weil sie die EAV mit ihrem kirchenkritischen Programm auftreten lassen. Im selben Jahr beginnen die Arbeiten an einem neuen Album, das am 19. Oktober erschient: "Himbeerland".
1999
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Am 29. Januar erscheint "Himbeerland" auch in Deutschland. Ursprünglich war geplant, diese eiskalte Abrechnung mit der Schlagerbranche unter dem Namen The Himbeer Teddies auf den Markt zu bringen. Die Plattenfirma entschied sich aber dagegen. Von den Kritikern wird das Album falsch interpretiert und die EAV endgültig in die Nische der Blödelbands katapultiert. Die "Himmel & Hölle"-Tour wird durch einige Lieder des neuen Albums erweitert. Anders Stenmo geht es nach seinem Hörsturz wieder besser, doch er will sich von nun an auf eigene Projekte konzentrieren. Er schreibt unter anderem Drehbücher für die erfolgreiche ORF-Serie "Dolce Vita & Co", in der Klaus Eberhartinger zwei Gastauftritt hat. Alex Deutsch erkrankt während der Tour an einer Lungenentzündung und wird durch Robert "Bertl" Baumgartner ersetzt. Der Song "3 weisse Tauben" wird durch den Münchener Sender Radio Gong zum Ballermann-Hit. Erst im Oktober springt die Plattenfirma auf diesen Erfolg auf und koppelt den Song als Single aus, die es in den deutschen Charts bis auf Platz 31 schafft. Der Song, den viele gar nicht mit der EAV in Verbindung bringen, ist seitdem auf fast jedem Ballermann-Partysampler zu finden.
2000
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Die EAV veröffentlicht die CD "Austropop in Tot-Weiss-Tot (2000 Jahre sind genug)". Einige Songs sind bereits aus EAV-Shows bekannt und wurden im Zuge der "Himmel & Hölle"-Tour erprobt. Ursprünglich war die Veröffentlichung bereits im Vorjahr geplant, aber schwierige Rechteverhandlungen verzögerten den Termin. Allein die Coverzeichnung von Manfred Deix nahm etwa vier Monate in Anspruch. Weil die EMI die CD nicht unter ihrem Label veröffentlichen will, erscheint sie im Juni unter dem Pseudonym Klaus Eberhartinger & Die Gruftgranaten bei Blanko Musik. Die ausgekoppelte Promo-Single "Valerie Valera", in welcher die EAV wieder gegen den Politiker Jörg Haider ansingt, wird von den Radiostationen wegen ihres politischen Themas ignoriert. Im Sommer bringt die EAV ihre neue Single "Ba-Ba-Ballamann" heraus und versucht an den Erfolg von "3 weisse Tauben" anzuknüpfen. Dies gelingt aber nicht. Mit jungen Wiener Produzenten, darunter Gregor Ugovsek, Bobby Gutdeutsch, DJ Huda und Loopinc, wird im Herbst die CD "Let's Hop to the Pop" präsentiert. Auf der CD gibt es sehr viele Neuinterpretationen von EAV-Hits, oft auch mit neuen Texten. Der neue "Burli 2000" wird auch ins Live-Programm der EAV eingebaut, das zur "Best of"-Tour wird. Mit "Fata M." gibt es zum ersten Mal in der EAV-Geschichte einen Bonustrack. Im Song wird ein religiöses Thema verarbeitet. Zusätzlich zur CD erscheint ein von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher (DoRo) produziertes Video mit den besten Videoclips der EAV.
2001
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Im Januar wird die offizielle EAV-Homepage das Opfer von Internet-Hackern. Weil auf der Internetseite plötzlich kinderpornographische Bilder zu sehen sind, kommt die EAV ungewollt in die Schlagzeilen. Thomas Spitzer arbeitet in Kenia an neuem Songmaterial. Nebenher tritt die EAV immer wieder mit ihrem "Best of"-Programm auf. Am 26. August wird im Hochrheinstadion in Bad Säckingen das letzte Konzert mit Andy Töfferl und Franz Zettl gespielt. Andy Töfferl ist mit seinem Soloprojekt, der "Andy Töfferl Show", so gut im Geschäft, dass es seine Zeit nicht mehr zulässt mit der EAV aufzutreten. Franz Zettl geht im Herbst mit STS auf Tour und widmet sich danach wieder der Show von Andy Töfferl.
2002
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Der neue Keyboarder der EAV heißt Franz Kreimer, ist Musiklehrer und spielte unter anderem bei den Ausseer Hardbradlern. Über den Sommer werden in Österreich, Deutschland und der Schweiz etwa 20 Konzerte gespielt. Weil sich Klaus Eberhartinger beim letzten Konzert am Knöchel verletzt muss die Endproduktion der neuen CD unterbrochen werden. Nach der Operation erfolgt die Heilung glücklicherweise schneller als gedacht. Doch gerade erst wieder frisch auf den Beinen, muss sich Klaus Eberhartinger einer Kehlkopfoperation unterziehen. Erst am Jahresende ist er wieder fit.
2003
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Und wieder muss der Veröffentlichungstermin des neuen Albums wegen Krankheit verschoben werden: Diesmal kommt ein Bandscheibenvorfall von Hauptproduzent Kurt Keinrath in die Quere. In seinem Studio wird die neue CD fertig produziert, die am 28. April unter dem Titel "Frauenluder" veröffentlicht wird. Mit dem Album läuft der Vertrag mit der EMI aus. Das gesellschaftskritische, bissige und äußerst rockige Album ist für die EAV wie ein Befreiungsschlag. Auch optisch präsentiert sich die EAV erwachsener und so ernst wie nie zuvor. So bezeichnen es Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger als großen Spaß, endlich wieder ernst sein zu dürfen statt lustig sein zu müssen. In Österreich steigt "Frauenluder" von 0 auf Platz 1 in die Albencharts ein und erreicht den Gold-Status. In Deutschland floppt das Album mangels Promotion und Interesse der Plattenfirma. Bei den etwa 20 Sommerkonzerten werden auch einige Songs des Albums "Frauenluder" präsentiert ("Frauenluder", "Mein Gott", "Ein Herz für Tiere" und "Eierfranz").
2004
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Ohne Zutun der EAV veröffentlicht die EMI aus ihrem Altmaterial die DVD "Echte Helden auf Kunst Tour", auf der die beiden bisherigen Konzertvideos zusammengefasst werden. Die "Grätest Hitz"-CD wird unter dem Namen "Very Best of EAV" und neuem Cover wiederveröffentlicht. Neben einigen Frühjahrskonzerten in Deutschland wird im "K&K"-Studio an der neuen Single "God Bless America" gearbeitet. Mit dem Song mischt sich die EAV in die große Weltpolitik ein und kritisiert US-Präsident George W. Bush und dessen Irakkrieg. Die Single wird in Wien präsentiert und von der Firma Hoanzl vertrieben, denn noch hat die EAV keine neue Plattenfirma gefunden. Eine englische Version des Songs, an der auch US-Filmemacher und Oscargewinner Michael Moore für einen Dokumentarfilm interessiert ist, wird allerdings verworfen. Am 18. Juni wird das erste von einem EAV-Fan organisierte Konzert in Otterstadt gespielt und zu einem großen Erfolg. Von Juni bis November geht Klaus Eberhartinger fremd und übernimmt in Wolfgang Ambros' Neuauflage des rustikalen Alpen-Musicals "Der Watzmann ruft" die Rolle der Gailtalerin. Die Produktion ist überaus erfolgreich und wird bis ins nächste Jahr verlängt.
2006
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Am 10. Februar erscheint die Doppel-DVD "100 Jahre EAV - Live!". Sie schafft auf Anhieb den Einstieg auf Platz 1 in den österreichischen Charts. In Deutschland chartet sie auf Platz 6. Die alte Plattenfirma EMI veröffentlicht Ende April die 3er-CD "Platinum Kolläktschn". Darauf finden sich neben den Hits auch viele Raritäten und Schmankerl der EAV, unter anderem einige Songs des allerersten Albums in restaurierter Fassung. Die Tournee ist weiterhin so erfolgreich, dass sie auch in diesem Jahr mit vielen Konzerten fortgesetzt wird. Am 18. August findet auf Schloss Kornberg bei Feldbach ein großes EAV-Fanclubtreffen statt. Gemäß dem Motto "100 Jahre EAV" folgen 100 Fans der Einladung des EAV-Fanclubs nach Österreich und treffen die EAV persönlich. Im September wird die EAV mit der dritten "Goldenen Stimmgabel" als "Beste Gruppe Deutsch Pop" ausgezeichnet. Dies ist der Anlass für die Plattenfirma, das "100 Jahre EAV"-Album in einer "2nd EDITION" mit zusätzlichen, von den EAV-Fans gewählten Bonus-Tracks nochmals auf den Markt zu bringen. Damit gelingt in Österreich der Wiedereinstieg in die Charts.
2007
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Die EAV ist mit großem Erfolg weiter auf "100 Jahre EAV"-Tour. Im Januar präsentiert der Internetanbieter AOL in der Rubrik "sessions@AOL" ein Unplugged-Konzert der EAV, das im Dezember 2006 in einem Tonstudio in Graz aufgezeichnet wurde, mit 5 Songs: "God Bless America", "Heisse Nächte (in Palermo)", "Der Wein von Mykonos", "Ein Herz für Tiere" und "Morgen". Schon in den letzten Jahren hat Thomas Spitzer an neuem Songmaterial gearbeitet. Weil der Texter zuletzt viele Erfahrungen in Sachen Liebe und Beziehungen gesammelt hat, soll ein neues Album auch unter diesem Motto stehen. Im Interview mit dem EAV-Fanclub verrät der EAVler schon im März mit "Amore XL" den Namen des Albums, das im Herbst erscheinen soll. Während der Tournee wandert Klaus Eberhartinger abermals auf Solopfaden. Er nimmt ab März am ORF-Tanzwettbewerb "Dancing Stars" teil, wird zum Publikumsliebling und gewinnt im Mai wider Erwarten und trotz Rippenbruchs die Trophäe in Österreichs erfolgreichster TV-Show. Dieser Erfolg schlägt sich auch auf die EAV nieder. Das Jubiläumsalbum "100 Jahre EAV" wie auch die Doppel-DVD "100 Jahre EAV – Live!" steigen wieder in die österreichischen Charts ein. Für seine unterhaltsamen Auftritte bei "Dancing Stars" von Publikum und Presse gefeiert engagiert der österreichische Privatsender ATV Klaus Eberhartinger als Quizmaster der neuen Sendung "Quiz Champion", die ab Mai läuft und bis Herbst werktäglich am Vorabend zu sehen ist. Der Vertrag wird nicht verlängert und Klaus Eberhartinger kündigt nach seinem Ausflug zu ATV die Rückkehr zum ORF an. Im Juli beginnt schließlich die Produktion des neuen EAV-Albums "Amore XL". Bevor allerdings die neue Platte in die Regale kommt, erscheint im gleichen Monat mit der "Palermo EDITION" eine dritte Variante des "100 Jahre EAV", die in der Supermarkt-Kette Plus erhältlich ist. Damit sollen in Deutschland neue Käufer des Albums gefunden und Gold erreicht werden. Ein Ziel, das wenige Wochen später auch erreicht wird. Ende August knackt das Jubiläumsalbum "100 Jahre EAV", das noch immer in den österreichischen Charts steht, einen Rekord: Die Doppel-CD wird mit 78 Wochen zum EAV-Tonträger mit den bislang meisten Wochen in der Hitparade. Diesen Rekord hielt mehr als 20 Jahre das EAV-Album "Geld oder Leben". Am 29. September wird das letzte Konzert der "100 Jahre EAV"-Tour in Bad Füssing gespielt. 2 Wochen später, am 12. Oktober, erscheint das neue EAV-Album "Amore XL", mit dem die Band die Themen Liebe und Beziehungen in rockigen, gefühlvollen und lustigen Songs verarbeitet. Die Veröffentlichung wird von vielen Medienberichten in Radio und Fernsehen begleitet. In Österreich wird das neue Album bereits zur Veröffentlichung mit Platin für mehr als 20.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet. Und es regnet weiter Edelmetall: In Österreich Platin für das Jubiläumsalbum "100 Jahre EAV" und die DVD "100 Jahre EAV - Live!", in Deutschland Gold für das Album "100 Jahre EAV". Damit hat die EAV zum ersten Mal seit 1991 und dem Album "Watumba" Edelmetall in Deutschland bekommen. In Österreich steigt "Amore XL" auf Platz 1 der Charts ein. Damit landet die EAV nach 4 Jahren wieder einen Nummer 1-Hit. In Deutschland chartet das Album auf Platz 46, in der Schweiz auf Platz 83. Auch das Jubiläumsalbum "100 Jahre EAV" profitiert in Österreich vom Erfolg des neuen Albums und steigt wieder in die Charts ein. Damit stehen bis Mitte 2008 mit dem Jubiläumsalbum und "Amore XL" 2 EAV-Alben gleichzeitig in der Hitparade. Am 08. Dezember präsentiert Klaus Eberhartinger als prominenter Pate die Stadtwette in der von Thomas Gottschalk moderierten Fernsehshow "Wetten, dass...?" aus Graz. Während eines Kenia-Aufenthalts im Dezember konzipiert Thomas Spitzer die "Amore XL"-Liveshow. Am 27. Dezember starten in Feldbach die Proben für die neue Tournee, die Ende Januar 2008 Premiere feiern soll.
2008
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Der Start in das Jahr wird für die EAV zur Zitterpartie. In nur 4 Wochen entsteht unter Hochdruck das neue Liveprogramm der Band. Bis zu 18 Stunden täglich feilen Musiker und Bühnentechniker an der Show. Am 30. Januar feiert die "Amore XL"-Tour mit Hits, Klassikern und neuen Songs zum Thema "Liebe" Premiere in der Mehrzweckhalle Feldbach. Zur Premiere ist im Feldbacher Cafe Beisl auch eine EAV-Ausstellung mit vielen Exponaten aus 30 Jahren Bandgeschichte zu sehen. 65 Mal tritt die EAV 2008 mit "Amore XL" oft in ausverkauften Hallen in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf und begeistert Presse wie Publikum. Wenige Tage später feiert Klaus Eberhartinger auch solo eine Premiere: Als Moderator des ORF-Tanzwettbewerbs "Dancing Star", den der EAV-Frontmann noch ein Jahr zuvor als Promi-Tänzer gewonnen hat. Von der Auftaktsendung am 08. Februar bis zum Finale am 05. April präsentiert Klaus Eberhartinger zusammen mit Mirjam Weichselbraun die vierte und quotenmäßig bislang erfolgreichste "Dancing Stars"-Staffel. Durch diesen Erfolg wird der EAVler auch als Moderator der neuen ORF-Quizshow "1 gegen 100" verpflichtet, die zwischen April und Oktober jeden Freitag im Hauptabendprogramm des Fernsehsenders zu sehen ist und vor allem bei den jungen Zuschauern punktet. Aber nicht nur als EAV-Frontmann und Moderator macht Klaus Eberhartinger in diesem Jahr Schlagzeilen. Am 10. März wird unter dem Titel "Sex, Lachs & Rock'n'Roll" eine Biografie über den Entertainer veröffentlicht. Auf über 200 Seiten erzählt der EAVler die Geschichte seines Lebens, die er den beiden Erfolgsautoren Andrea Fehringer und Thomas Köpf diktiert hat. In der Galerie Marenzi in Leibnitz bei Graz präsentiert Thomas Spitzer im März und April eine Ausstellung seiner Bilder, die kurz vor der Veröffentlichung des EAV-Albums "Frauenluder" entstanden und in Auszügen auch im Booklet des Albums zu sehen sind. Das EAV-Album "100 Jahre EAV", das 3 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch immer in den Charts steht, feiert im März seine 100. Woche in der österreichischen Hitparade. Während die EAV weiter tourt, schlüpft Klaus Eberhartinger im Sommer zusätzlich in die Rolle des "schönen" Sigismund Sülzheimers in der Operette "Im weissen Rössl" bei den berühmten Seefestspielen in Mörbisch und steht mit Rainhard Fendrich, Zabine Kapfinger und Mörbisch-Intendant Harald Serafin auf der Bühne. Am 26. September erscheint mit "Amore XXL" eine um mehrere Bonustracks erweiterte Neuauflage des EAV-Albums. Auf dieser Neuauflage sind zusätzlich zur bereits bekannten "Amore XL"-Trackliste mehrere Live-Songs der "Amore XL"-Tour zu finden. Genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums "Amore XL" lädt der EAV-Fanclub am 12. Oktober zum größten Fanclubtreffen in der Geschichte der EAV ein. 150 Fans feiern mit der Band den Geburtstag von "Amore XL". Als Höhepunkt präsentiert die EAV ein exklusives Unplugged-Konzert und spielt mit "Die Hexen kommen" zum ersten Mal nach 20 Jahren wieder einen der beliebtesten EAV-Songs überhaupt. Am 07. November kommt mit "Mei herrlich - Famous 5" die erste EAV-Single mit 5 Songs auf den Markt, die ausschließlich als Download im Internet erhältlich ist. Für das Jahr 2009 wird die Fortsetzung der "Amore XL"-Tour mit leicht verändertem Programm angekündigt.
2009
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Das Jahr beginnt für die EAV-Fans mit einer Überraschung: Thomas Spitzer gibt über den EAV-Fanclub die Produktion eines neuen EAV-Albums bekannt. Er arbeite in seiner Wahlheimat Kenia bereits an neuen Songs für die CD, so Thomas Spitzer in einem Interview mit dem EAV-Fanclub. Ende Januar bringt die Plattenfirma Sony Music mit "I am from Austria" ein Best of-Album der EAV auf den Markt. Im März zieht die ehemalige EAV-Plattenfirma EMI nach und legt unter dem Namen "Essential" ebenfalls eine Hit-Compilation der Band vor. Zwar steht die EAV seit 2003 nicht mehr bei der EMI unter Vertrag, die Plattenfirma hält aber die Rechte an den früheren Songs der Band und kann diese ohne Zutun der EAV veröffentlichen. Im April wird Klaus Eberhartinger in der Wiener Hofburg mit dem renommierten Publikumspreis ROMY als Österreichs beliebtester Talk- und Showmaster 2009 für die Moderation der ORF-Sendungen "Dancing Stars" und "1 gegen 100" ausgezeichnet. Es ist der erste ROMY für den EAV-Frontmann, der jetzt in einer Reihe mit früheren Preisträgern wie Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Rudi Carrell und Peter Alexander steht. Nach diesem Erfolg bekommt Klaus Eberhartinger mit "Die Great Hadern Show" eine neue ORF1-Sendung, die als Sommer-Event ab Juli jeden Freitagabend ausgestrahlt wird. In den 9 Ausgaben der Show stellen prominente Gäste ihre Lieblingssongs aus Rock, Pop, Schlager und Klassik vor und erzählen ihre persönlichen Anekdoten zu den Hadern. Im Mai kann der EAV-Fanclub in Zusammenarbeit mit der EAV für kurze Zeit ein besonderes Highlight anbieten: Eine DVD & CD mit dem exklusiven Unplugged-Konzert, das die EAV beim Fanclubtreffen im Oktober 2008 vor 150 Fans gegeben hat. Für den Profi-Sound von DVD & CD kann der EAV-Fanclub EAVler Kurt Keinrath höchstpersönlich gewinnen. Am 09. Mai präsentiert die EAV bei den SeeFestTagen in Unterpremstätten bei Graz zum letzten Mal ihre erfolgreiche Liveshow "Amore XL". Insgesamt 70 Mal ist die Band seit der Premiere des Programms im Januar 2008 in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen und wird von Publikum und Presse gefeiert. Zum bedauern der Fans, aber auch der EAV selbst, kann keine DVD des Liveprogramms realisiert werden. Am 18. Mai spielt die EAV in Planegg bei München zum ersten Mal ihre "Best Of Show", ein Programm aus den größten Hits und Klassikern der Band. Wie Thomas Spitzer vorab im Interview mit dem EAV-Fanclub verraten hat, wird die "Best Of Show" speziell für die Festival- und OpenAir-Konzerte im Frühjahr und Sommer konzipiert. Höhepunkt der "Best Of Show"-Tournee: Der Auftritt der EAV am 28. Juni beim Donauinselfest 2009 vor über 30.000 Zuschauern. Klaus Eberhartinger gegenüber dem EAV-Fanclub: Nach dem Konzert habe ich von vielen Leuten hinter der Bühne die Meldung bekommen, dass wir beim ganzen Donauinselfest auf der Ö3-Bühne die beste Stimmung gemacht haben. Den Abschluss der "Best Of Show" bildet im September eine Oberösterreich-Tour mit 17 Konzerten. Engagiert wird die Band von der SPÖ Oberösterreich für eine Wahlkampf-Tournee durch das Bundesland. Dies bringt der EAV auch negative Kritiken und heftige Diskussionen selbst unter Fans ein. In dem wohl politisch schärfsten Interview, das Klaus Eberhartinger jemals gegeben hat, erklärt der EAVler, dass das Engagement Band-intern sehr genau überlegt war und man sich auch nicht von einer Partei einvernehmen lasse: Ich hab mich damit beschäftigt und bin kein Idiot, so Klaus Eberhartinger in dem Interview mit dem EAV-Fanclub. Ein Engagement beispielsweise für die FPÖ käme laut dem EAV-Frontmann für die Band nie in Frage. Im August strahlt der Bayerische Rundfunk eine zweistündige Ausgabe der TV-Sendung "Aufgspuit!" mit Klaus Eberhartinger aus. Moderator und Liedermacher Werner Schmidbauer begrüßt gemeinsam mit seinem Partner, dem Musik-Multitalent Martin Kälberer, den EAVler im Lustspielhaus München. Unplugged präsentiert Klaus Eberhartinger zusammen mit Schmidbauer und Kälberer nicht nur einige EAV-Songs, sondern auch Nummern, die ihn in seiner musikalischen Entwicklung geprägt haben. Roter Faden der Sendung ist das Leben und die Biografie Eberhartingers. Anfang September gibt der EAV-Fanclub bekannt, dass das neue EAV-Album unter dem Namen "Neue Helden braucht das Land" am 05. Februar 2010 bei der Plattenfirma Sony Music erscheinen wird. Im Oktober beginnt die intensive Produktionsphase der neuen Songs, über die der EAV-Fanclub in einem SMS-Produktionstagebuch von Klaus Eberhartinger aktuell und mit vielen Hintergrundinfos direkt aus dem Studio berichtet. Auch eine große "Neue Helden"-Tour kündigt die EAV über den EAV-Fanclub an, die ab März 2010 mit vielen Konzerten in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Tschechien Station machen wird. Kurz vor Weihnachten wird nach rund 2 Monaten die Produktion des Albums "Neue Helden braucht das Land" abgeschlossen. Thomas Spitzer über die kritischen und nachdenklichen Songs der CD: Obwohl sich in herben Zeiten oberflächlich-unterhaltsames besser verkauft als schwer verdauliches, ist das neue Album (für manche vielleicht leider) nicht nur bequem geworden, was aber ganz im Sinne der Erfinder lag. Denn unklare Zustände verlangen eine klare Sprache!
Nach langen Verhandlungen unterschreibt die EAV einen neuen Plattenvertrag bei Sony BMG. Um an die EAV zu erinnern wird aus Marketing-Gründen ein Jubiläumsalbum mit den größten Hits und vielen Klassikern beschlossen. Das von Starproduzent Peter Ries, Kurt Keinrath und David Bronner produzierte Doppelalbum trägt den bescheidenen Titel "100 Jahre EAV - Ihr habt es so gewollt!". Alle Songs müssen aufgrund rechtlicher Probleme und veralteter Tonbänder komplett neu aufgenommen werden. Das Album wird in Rekordzeit mit dem Budget eines normalen Albums produziert. Auf dem am 06. Juni veröffentlichten Album gibt es die besten Songs der letzten 100 Jahre EAV und 4 neue Titel. In Deutschland wird es zum erfolgreichsten Album seit dem 1991 veröffentlichten "Watumba" und steht 17 Wochen in den Charts. Es folgen zahlreiche Fernseh- und Radiotermine - die EAV wird wieder wahr genommen. Passend zum Album startet am 20. September die Jubiläumstour "100 Jahre EAV" im österreichischen Feldbach, mit der die Band anschließend in Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar Italien zu sehen ist. Das Konzert am 1. Dezember in der Wiener Stadthalle wird von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher (DoRo), die viele EAV-Videos produziert haben, im großen Stil für eine DVD-Produktion aufgezeichnet. Das Comeback der EAV ist gelungen, die Konzerte meist ausverkauft und das Jubiläumsalbum noch weitere 3 Jahre in den österreichischen Charts.
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