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Erst lesen. Dann schreiben: 22 Autoren und ihre Lehrmeister -: 22 Autoren und ihre Lehrmeister - Was Robert Gernhardt von Lichtenberg, Daniel Kehlmann ... Hanns-Josef Ortheil von Hemingway lernten.
 
 
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Erst lesen. Dann schreiben: 22 Autoren und ihre Lehrmeister -: 22 Autoren und ihre Lehrmeister - Was Robert Gernhardt von Lichtenberg, Daniel Kehlmann ... Hanns-Josef Ortheil von Hemingway lernten. [Taschenbuch]


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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dass sich dabei sehr seltsame Kombinationen ergeben, die man vorher nie vermutet hätte, macht den Reiz dieses Bändchens aus." (Die Welt )

"Der deutsche Schreiber sieht sich noch immer als Originalgenie, das seine Inspiration direkt aus dem Himmel bezieht. Das ist ein gewaltiger Irrtum." (Hanns-Josef Ortheil, erster Lehrstuhlinhaber für Kreatives Schreiben in der Bundesrepublik )

"Ratschläge für produktives Lesen als inspirativen Dialog für Schreibende vermitteln Olaf Kutzmutz und Stephan Porombka." (OTZ )

Kurzbeschreibung

Kreatives Schreiben – lässt sich das lernen?

Autoren wie Daniel Kehlmann, Robert Gernhard, Marcel Beyer oder Ulrike Draesner und Hanns-Josef Ortheil erläutern im Detail, wie sie sich Vorbilder gesucht und an den Texten dieser Autoren schreiben erlernt haben. Damit geben eine große Anzahl namhafter Schriftsteller in diesem Band Einblick in den intimen Vorgang, wie ihre Werke entstehen. Daraus können nicht nur diejenigen lernen, die mit dem Schreiben selber ernst machen wollen. Diese Selbstauskünfte geben auch den Lesern, die an den Autoren dieses Bandes interessiert sind, welche alle zu den wichtigen der heute schreibenden Schriftstellern gehören, überraschende und äußerst informative Einblicke in ihre Werke.


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62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Robert Gernhardt liebte Lichtenberg. Und er hat eine Menge von ihm gelernt. Was, das erzählt er uns im ersten Essay dieses Buches, das uns etwas über das Schreiben verraten will, in dem es Bücher auseinander nimmt; in dem Autoren uns sagen, was sie bei wem gelernt haben.

Die Lyrikerin Ulrike Draeser, der Thrillerautor Andreas Eschbach, der Bestsellerautor Daniel Kehlmann und neunzehn weitere, sehr unterschiedliche Autoren schreiben über bekannte und unbekannte Bücher ' und was man daraus lernen kann.

Allein das ist schon bemerkenswert. Wer in Interviews erfolgreiche Autoren fragt, was sie Nachwuchsautoren empfehlen, erhält in zwei von drei Fällen die Antwort: Viel Lesen. Was sehr viel seltener, ja fast nie gesagt wird: Wie man beim Lesen fürs Schreiben lernen kann. So einfach ist das nämlich nicht. Wer viele Klavierkonzerte besucht, wird dadurch noch nicht zum Pianisten und wer jede Sportschau guckt, ist deshalb noch lange nicht auf dem Weg zum erfolgreichen Torjäger. Das gilt im besonderen Maße für das Schreiben, denn wir lernen zwar auf der Schule, Literatur zu interpretieren, nachzuerzählen, lesen Rezensionen und Essays über Bücher.

Aber wo findet man die Baupläne? Wie haben die Autoren es gemacht? Da hilft keine Rezension weiter und keine Interpretation, da geht es nicht darum, was im Buch steht, warum es fasziniert. Da geht es um das Wie. "Mr. Hitchcock, wie haben sie das gemacht?" fragte Truffaut und daraus ist ein Band mit Gesprächen geworden, der eine Menge verrät, wie Hitchcock Spannung und Atmosphäre erzeugte und wie er seinen Personen Leben einhauchte. Ähnliches soll dieser Band für die Literatur leisten.

Andreas Eschbach untersucht, wie Georges Simenon in seine Figuren eintauchte, zu seiner Romanfigur wurde. Adalbert Stifters Scheitern in "Witiko" findet Ulrich Greiner interessant. Nicht nur aus gelungenen Texten kann man lernen, oft ist gerade interessant, was nicht gelungen ist - und warum.

Antje Strubel stellt Didions "Demokratie" vor. Ein Buch, das mit der ersten Person beginnt "Stell dir deine Mutter beim Tanzen vor", später alles noch mal aus der dritten Person schildert: "Inez stellte sich ihre Mutter beim Tanzen vor", dann distanziert: "Inez erinnerte sich an ihre Mutter beim Tanzen" um dann noch eins draufzusetzen: "Sie werden sehen, dass die Töchter in romantischen Geschichten sich immer an ihre Mütter beim Tanzen erinnern". Sicher kein Buch, das man an den Strand mitnimmt, nicht mal eins, dessen Bauplan viele Freunde finden wird. Und doch ist genau dies so wichtig. Die Geschichte aus verschiedenen Perpektiven zu erzählen, auszuprobieren, was passt. Nicht nur aus den Büchern, die wir lieben, lässt sich lernen, oft sind es gerade die, die wir eigentlich gar nicht mögen, die uns die besten Anregungen liefern. Joyce C. Oates hat in "Beim Schreiben allein" gezeigt, dass viele bedeutende Autoren bei Vorbildern gelernt hatten, die ganz anders als sie selbst schreiben. In meinen Augen ist eines der größten Probleme, dass viele Autoren zwar viel lesen ' aber leider sehr einseitig. Der Literaturfreund nur Literatur, der Fantasy-Fan nur Fantasy, der Krimibegeisterte Krimis. Einseitige Ernährung ist aber nicht gesund, das gilt auch fürs Lesen.

Daniel Kehlmann weist mit Nabokov darauf hin, wie wichtig es ist, sich nicht nur Vorbilder zu suchen, sondern sich auch klarzumachen, was man ablehnt. Burkhard Spinnen betont in seinem Schlusswort: Nicht nachahmen, sondern Verwandlung bringt Autoren weiter.

Wer all die Möchtegern-Carvers in Klagenfurt, die neuen Herrn der Ringe Epen in Fantasy-Foren erlebt hat, kann ihm da nur zustimmen. Viel Lesen hilft nichts, wenn es nur dazu führt, äußere Formen zu kopieren. Autoren müssen sich auch abgrenzen, eine eigene Stimme gewinnen.

Nicht alle Essays sind leicht zu lesen. Manch einer verfällt auch in die Interpretation, die Rezension seines Autors und vergisst, dass es hier um die Technik, um das Wie geht. Was zeigt, wie ungewöhnlich die Sicht auf das "Wie haben sie das gemacht, lieber Autor?" ist und auch, wie ungewohnt für viele, die schreiben. Nicht alle haben wie Andreas Eschbach, Burkhard Spinnen und Olaf Kutzmutz Erfahrung in Schreibwerkstätten. Dennoch lohnt es sich, auch die sperrigen Essays genau zu lesen. Denn hier geht es ums Eingemachte, darum, wie andere Autoren es gemacht haben und darum, wie man diese Baupläne hinter der Fassade erkennen kann.

(C) Hans Peter Roentgen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dies ist kein Schreiblehrbuch - und das ist gut so. Die Grundlagen von Plot, Setting, Figurenentwicklung, Spannungserzeugung usw. kann man in unzähligen Büchern nachlesen. In "Erst Lesen. Dann Schreiben." geht es vor allem ums Verstehen, was große Literatur ausmacht. Dadurch ist es nicht nur für Autoren interessant, sondern auch für begeisterte Leser. Und es ist ein lehrreiches Buch, ohne ein Lehrbuch zu sein. Was mir besonders gefällt:

1) Man bekommt besondere Werke vorgestellt, die zum größeren Teil nicht zum Kanon der ganz bekannten und berühmten Bücher zählen. Die Rezensionen und Analysen machen Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

2) Die Schwerpunkte, die die Autoren setzen, sind sehr verschieden, und viele waren für mich überraschend. Es entsteht ein facettenreiches Bild, was Literatur sein kann, wenn sie über das "simple Erzählen" hinausgeht.

3) Es wird exemplarisch gezeigt, wie das Nachdenken über Literatur aus der Sicht eines Autors funktioniert. Auch wenn man unwahrscheinlicherweise mit keinem der besprochenen Bücher etwas anfangen kann, wird man die eigenen Lieblingsbücher anschließend anders betrachten.

Die Aufgaben am Ende jedes Kapitels sind für mich eher als kurze Resümees zu verstehen, die das eigene Schreiben anregen können. Die meisten sind als bloße Fingerübungen zu komplex.

Fazit: Der Titel mag irreführend sein, denn man wird dieses Buch nicht aus der Hand legen und sofort beginnen, Kniffe aus der Weltliteratur ins eigene Schreiben zu übertragen. Aber der Denkmaschine wird kräftig eingeheizt, und das ist sogar mehr und eine bessere Voraussetzung, um später vielleicht besser schreiben zu können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Fazit ausnahmsweise vorweg: Dieses Buch ist klasse!

Wie meine VorrednerInnen schon ausgeführt haben, wurden mehr oder weniger bekannte - ich kannte sie nicht alle - AutorInnen gebeten, einen Essay über ihre Vorbilder zu schreiben. Diese Essays haben nicht alle gleiche Qualität. Warum vergebe ich dennoch fünf Sterne? Weil die Herangehensweise so herausragend ist in meinen Augen! Selbst wenn die AutorInnen bekannte Vorbilder ausgewählt haben, so doch nicht die bekanntesten Werke - dies fällt sowohl bei Charles Dickens "Bleak House" wie auch bei Georg Simenon "Die grünen Fensterläden" auf. Damit macht dieser Band Lust darauf, von gewohnten, eingetretenen Pfaden abzuweichen, links und rechts der großen Literatur zu lesen.

Was kann man nun daraus lernen? Man lernt einen anderen Blickwinkel auf Werke kennen. Gut, nicht jedes der vorgestellten Werke würde ich unbedingt lesen. Zum Beispiel reizt mich auch nach der ausführlichen Beschreibung "Mein Bienenjahr" überhaupt nicht! Zu gucken, worauf AutorInnen beim Lesen Wert legen, schult den eigenen Blick. Das ist für angehende AutorInnen sicher von Interesse. Diesen Blick selbst zu entwickeln, dabei helfen die Schreibaufgaben am Ende jeden Essays.
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