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Produktinformation
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»Eros, Kosmos, Logos stellt den großartigen Versuch dar, der scheinbar fragmentierten Zufälligkeit eines Geschehens, das wir Universum, Wirklichkeit, Realität nennen, eine ganzheitliche tiefere Ordnungsstruktur zugrunde zu legen. Wilbers Betrachtungsweise knüpft ebenso an alte Weisheitslehren wie an die Erfahrungen der modernen Naturwissenschaft an. Dies ist ein Buch, das geistige Brücken zwischen den Disziplinen schlägt, das abhebt, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Es macht nachdenklich und läßt die heutige Situation in einem klareren Licht erscheinen.«
Prof. Dr. Hans-Peter Dürr
Werner-Heisenberg-Institut,
Max-Planck-Institut für Physik, München
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
111 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DER MUT ZUM ALTMODISCHEN DENKEN,
Von
Rezension bezieht sich auf: Eros, Kosmos, Logos: Eine Jahrtausend-Vision (Taschenbuch)
Bekanntlich krankt unsere Zeit nicht daran, zuwenig Wissen angesammelt zu haben. Die Berge wachsen. Doch Wissen führt nicht auf direktem Weg zur Weisheit und so macht sich ein Unbehagen breit. Nach all dem Forschen und Suchen wird schließlich wieder aus dem „Faust" zitiert und stolz hält man sich für postmodern, was in etwa gleichbedeutend ist mit dem Bekenntnis, daß aus dieser Welt nicht schlau zu werden ist. Das mag am Ende auch stimmen, aber es gibt zumutbare Gründe, warum unser wissenschaftliches Weltbild noch nicht am Ende ist. Kosmologische Entwürfe, also der Versuch, das Ganze auf einmal zu erklären, sind ja nicht mehr große Mode. Die letzten Universalgelehrten hat man wohl im vorigen Jahrhundert zu Grabe getragen. Aus praktischen Gründen teilt man sich nun die Arbeit auf und erinnert sich gegenseitig daran, über Tellerränder zu schauen, weil zwar der Teufel, aber nicht die ganze Welt im Detail steckt. Hier beginnt der Jammer. Gewöhnlich sprechen unsere Experten in fächerübergreifenden Diskussionen eine jeweils andere Sprache. Wann konnten sich etwa Psychologen, Theologen, Physiker oder Philosophen auf ein paar Grundbegriffe wie „Natur", „Leben" oder gar „Seele" und „Geist" einigen. Der Widerspruch scheint in unseren Theorien unvermeidlich und wird konsequent der Wirklichkeit unterstellt. Es wird empfohlen, sich die Wahrheit im Plural zu denken. Ken Wilber hat lange darüber nachgedacht. Er ist der Meinung, daß sich niemand vollständig irren kann und jede gute Theorie durchaus einen Aspekt der Welt erkennt, den sie dann leider schon für das ganze Wesen hält. Wilber vergleicht wissenschaftliche Schulen gern mit den Spektren des Lichts, jeder sieht eine andere Farbe, aber sobald das Geheimnis elektromagnetischer Wellen bekannt geworden ist, sehen sie doch alle dasselbe. Diesem Geheimnis eines grundlegenden Musters ist Wilber auf der Spur und seine Arbeit stellt verblüffende Vorschläge dar, unser gesamtes Wissen in eine Ordnung zu bringen. Seine Integrationsversuche beziehen auch die Erfahrungen von Religion, Kunst und Alltagskultur ein, was ihm in akademischen Kreisen einen schlechten Ruf oder schlimmstenfalls Ignoranz einbrachte. Tellerränder. „Eros, Kosmos, Logos" war für mich der Einstieg in Wilbers Denken und ich halte es für sein reifstes Werk. Wer den akademischen Stil nicht mag, sollte seine populärwissenschaftliche Zusammenfassung „Eine kurze Geschichte des Kosmos" lesen. Wer hingegen mit vergleichbarer Literatur intimen Umgang pflegt, wird die Eleganz und Klarheit in Wilbers Darstellung als eine Wohltat empfinden. Man soll ja vorsichtig mit Schwärmereien sein, aber Leben und Werk dieses Mannes verdanke ich einen guten Teil meines Seelenfriedens. Wilber ist für mich ein Held. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Weiser des 20./ 21. Jahrhunderts,
Rezension bezieht sich auf: Eros, Kosmos, Logos: Eine Jahrtausend-Vision (Taschenbuch)
Es gibt wenig, was dem allgemeinen Lob hier hinzuzufügen wäre. LESEN, LESEN, LESEN - trotzdem das Buch einen langen Atem erfordert und von einer Gründlichkeit ist, die heute sonst nur noch im trocken-wissenschaftlichen Revier zu finden ist. Trocken ist dieses Buch jedoch absolut nicht - wenn man Ideen *genießen* kann. Und Wilber schreibt streckenweise mit Verve und scheut mitunter auch - niveauvolle - Polemik nicht. Dennoch ist er von Populärwissenschaftlichkeit im heute gängigen Sinn weit entfernt. Ich gehe äußerst sparsam mit dem Wort «genial» um, aber dieser Mann *ist* ein Genie.Einziger Kritikpunkt (am Buch, nicht am Autor): Die ÜBERSETZUNG erlaubt sich mehr als nur Freiheiten. Wer den verlässlichen Text haben möchte, kommt um das Original nicht herum. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Umfassender philosophischer Gesamtblick,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eros, Kosmos, Logos: Eine Jahrtausend-Vision (Taschenbuch)
Dem Buch bin ich vorerst mit äusserster Skepsis begegnet - zu sehr erinnert der sehr unglücklich gewählte Titel der deutschen Buchausgabe an die Esoterikecke, welche bekanntlicherweise mit unsäglichem Schund vollgestopft ist.Weit gefehlt! Ken Wilber schafft es in diesem Buch mit einem unheimlich grossen und fundierten philosophischen Gesamtwissen eine für mich vollständig neue Sichtweise auf unsere Welt darzustellen. Dabei verbindet er auf gut lesbare Weise westliche und östliche philosophische Strömungen, ohne dabei auf irgendeine Weise ins Phantastische abzugleiten. An gewissenen seltenen Stellen ist mir hingegen nicht immer ganz ersichtlich, auf welche Weise Wilber zu einer gewissen Erkenntnis gelangt, z.B. wenn er unsere Welt als komplett holistisch propagiert oder die beiden Megatrends "Aufsteiger vs. Absteiger", mir fehlt teilweise die Widerlegung möglicher Gegenargumente gegen seine Anschauungen. Wie Wilber selber schreibt (und begründet!), scheinen mir allerdings gewisse Kapitel seines Buches erst mit einer relativ weitgehenden, nennen wir es mal "fortgeschrittenen" Sichtweise aufs Alltägliche verständlich zu sein. Dieses Problem weisen m.E. allgemein viele fernöstliche philosophische Schriften auf. Dies ist nicht etwa ein Problem der Formulierung, sondern der eigenen innern Erfahrung oder philosophischen Erkenntnis (wer eine Erkenntnis nicht selbst nachvollzogen hat, ohne dass er danach zwingend damit einverstanden wäre, wird deren Vertreter nie ganz verstehen). Wer sich in keinster Weise für fernöstliche Philosophie erwärmen kann, dem wird das Buch sicherlich nicht sehr zusagen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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