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Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941-1945
 
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Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941-1945 [Gebundene Ausgabe]

Regina Mühlhäuser
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Hamburger Edition; Auflage: 1. Aufl. (6. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868542205
  • ISBN-13: 978-3868542202
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 430.219 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Regina Mühlhäuser
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine neue Studie untersucht die sexuellen Übergriffe deutscher Soldaten während des Krieges gegen die Sowjetunion - und zerstört die Legende von der sauberen Wehrmacht.« (Jan Friedmann, Der Spiegel)

»Regina Mühlhäuser beschreibt, was Männer tun, wenn sie im Krieg sind und Frauen mit ihnen zu tun bekommen. […] Besonders eindrucksvoll gerät ihr das, weil sie auf moralisierende Kommentare verzichtet. Sie schreibt ein Kapitel der Kriegsgewalt am Beispiel des deutschen Vernichtungskriegs, das aber weit darüber hinaus Geltung beanspruchen kann. Denn mit dem Zweiten Weltkrieg hat ja die Ausübung sexueller Gewalt keineswegs ein Ende gefunden. Wie Abu Ghraib oder die Massenvergewaltigungen im jugoslawischen Zerfallskrieg lehren, ist diese Art von Kriegsgewalt bis heute keineswegs aus der Mode gekommen.« (Harald Welzer, Deutschlandradio Kultur)

»Nach Mühlhäusers aufrüttelnder Studie hat die Wehrmacht ihre Unschuld nun ein weiteres Mal verloren - im wahrsten und bittersten Sinne des Wortes.« (Rheinischer Merkur)

Kurzbeschreibung

Die Bedeutung von Sexualität im Krieg ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sei es durch Medienberichte von Massenvergewaltigungen im Kongo oder durch die UN-Resolution, die die Ausübung sexueller Gewalt erstmals als Kriegstaktik bezeichnet. Das Ausmaß und die Bedeutung der sexuellen Kontakte von deutschen Soldaten in den besetzten Gebieten der Sowjetunion sind jedoch nach wie vor weitgehend unerforscht.
Regina Mühlhäuser widerlegt die verbreitete Vorstellung, die deutsche Militärführung hätte angesichts der offiziellen nationalsozialistischen Ablehnung sexueller Kontakte deutscher Männer zu »fremdvölkischen« Frauen versucht, jegliche sexuelle Aktivität der Soldaten in Osteuropa zu bestrafen. Sie weist nach, dass von deutschen Truppenangehörigen verübte sexuelle Verbrechen in der UdSSR ein weit verbreitetes Phänomen waren: Soldaten machten Frauen zu Opfern sexueller Folter und begingen Vergewaltigungen. Die Historikerin betrachtet sexuelle Gewalt, aber ebenso das gesamte Spektrum heterosexueller Aktivitäten von Wehrmachts- und SS-Angehörigen im Kontext der damaligen Vorstellungen von Männlichkeit und Sexualität. Sie untersucht Kontakte mit »geheimen« Prostituierten und in Militärbordellen, Sex im Austausch gegen Schutz oder Lebensmittel sowie einvernehmliche Beziehungen, die mitunter dazu führten, dass die Männer Heiratsgesuche stellten.
Dem gegenüber standen institutionelle Bemühungen, die Sexualität der Soldaten zu kontrollieren. Die Führungen von Wehrmacht und SS versuchten nicht, heterosexuelle Kontakte strikt zu unterbinden, denn die Befriedigung sexueller Bedürfnisse galt als probates Mittel, um die Leistung der Männer zu optimieren. Dennoch hielt insbesondere die Wehrmacht ihre Soldaten zu sexueller Mäßigung an, verpflichtete sie zu hygienischer Vorsorge und errichtete Militärbordelle. Auf diese Weise wurden die sexuellen Aktivitäten der Soldaten jedoch nicht nur eingeschränkt, sondern auch begünstigt. Zudem entwarfen die NS-Behörden Pläne zum Umgang mit den Soldatenkindern. Anhand von Militärdokumenten sowie persönlichen Berichten und Interviews ergründet die Autorin das komplexe Zusammenspiel zwischen dem Verhalten der Soldaten und den Reaktionen der NS-Militärführung.
Regina Mühlhäusers Untersuchung bietet wertvolle Erkenntnisse, die bisherige Forschungsergebnisse zu den sexuellen Politiken von Wehrmacht und SS erweitern und vertiefen und unser Verständnis der Verwobenheit von Männlichkeit, Gewalt und Sexualität in Kriegszeiten bereichern.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Da die Autorin im Reemtsma-Institut ("Verbrechen der Wehrmacht") angestellt ist, weiß man leider schon vor dem Aufschlagen was kommt. Hier wird so lange gebastelt, bis das Bild stimmt. Man könnte sich selbst auf die Schulter klopfen, ob dieser prophetischen Gabe... Auch wenn man sich bei den ersten Ausstellungen zu den Verbrechen der Wehrmacht eine blutige Nase geholt hat, kommt man aufgrund von ideologischen Scheuklappen nicht mehr von diesem Gleis runter. Bei diesem Buch gab es vermutlich (Wie oft benutzt die Autorin das Wort?) noch vor der Recherche das Ergebnis. Im Grunde ist es einfach nur ärgerlich und erinnert mich an Publikationen aus der DDR-Zeit zum Thema WK2. Sind wir schon wieder soweit, dass Intellekt durch Ideologie ersetzt wird?
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von markstein
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist nicht neues, das Autoren, die sich mit von Deutschen während des 2.Weltkrieges verübten Verbrechen befassen, aus dem nationalistischen Lager reflexartig die Befähigung als Historiker abgesprochen wird. Es ist aber auch nichts neues, das Publikationen aus dem Hause HIS eine bestimmte Zielrichtung verfolgen, das sie der gemeinen Frau wie dem gemeinen Mann auf der Straße eine Wahrheit nahebringen wollen, mit dem Ziel angebliche oder reelle Tabus zu brechen um eine Grundlage zu schaffen auf der man dann frei diskutieren kann. An sich löblich, nur, wo bleibt da die Wissenschaft? Wieso habe ich, übrigens nicht anders als bei zahlreichen revisionistischen Machwerken (deren Namen ich hier gar nicht erwähnen will weil sie es nicht wert sind) bei Publikationen aus dem Hause HIS das Gefühl, das Ergebnis der Untersuchung stand vorher schon fest, und nun hat man es halt bewiesen, untermauert unterfüttert wie es eben gerade ging? Natürlich, Wissenschaft ist nicht objektiv und kann nicht objektiv sein, die Gründe sind bekannt. Aber wenigstens sich um eine solche Objektivität zu bemühen erwarte ich, eine gewisse Ergebnisoffenheit sollte schon vorhanden sein, sonst kann man es ja gleich lassen. Leider ist das auch bei Mühlhäusers Eroberungen nicht der Fall, die ich als Dis so nicht angenommen hätte. Ich kann hier auch keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Das deutsche Soldaten vergewaltigt, gekauft, geliebt haben, wer hätts gedacht? Nun soll dieser Allgemeinplatz mit Leben gefüllt und nachweisbar werden. Wenn dieser Nachweis wenigstens überzeugend gelungen wäre. Die Quellenlage allerdings ist dürftig, Mühlhäuser stochert im Nebel herum, gesichert ist wenig und so ziemlich alles an Quellen wird der Zielrichtung des Buches angepasst. Enttäuschend. Vielleicht eine polemisierende Streitschrift, jedoch keine ernsthafte wissenschaftliche Auseinandersetzung. Insgesamt: der Erkenntniswert gering, der Preis hoch,nicht zu empfehlen. Mit gutem Willen drei Sterne.
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16 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D. Krause
Format:Gebundene Ausgabe
Man merkt die Absicht und ist verstimmt! Schon das Titelbild ist, um es vorsichtig zu sagen, absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen und suggeriert etwas völlig Anderes, als die freundschaftliche Stimmung der Gesamtszene im Originalfoto.
Was einem hier geboten wird ist die Wiederholung der Reemtsma-Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" in klein und wen wundert es, ist die Autorin doch auch beim Hamburger Institut für Sozialforschung(HIS) angestellt.
Da wird aus dem Zusammenhang gerissen, da werden Vermutungen angestellt und zweifelhafte Schlussfolgerungen als Fakten dargestellt. Ganz genau eben, wie das beim HIS Methode zu sein scheint.
Verbrechen, auch gegen Frauen, hat es in jedem Krieg gegeben und leider gehören sie auch heute noch zum Alltag der Konflikte, z.B. in Subsahara-Afrika. Dass jedoch hier das Ergebnis vor Beginn der wissenschaftlichen Untersuchung festgestanden zu haben scheint, ist nicht nur unwissenschaftlich, man merkt es dem Buch auch an jeder Ecke an. Selbst der Auswahl der mit Akten belegten, da strafrechtlich durch die Wehrmachtsjustiz geahndeten Fälle, ist unwissenschaftlich tendenziös und wird durch unbelegbare "Erzählungen" ergänzt. Gegenteilige Dokumente - selbst solche des sowjetischen Geheimdienstes - werden ignoriert, Einzeltaten, die es angesichts einer mehr als 10.000.000 Mann starken Armee an der "Ostfront" sicher gegeben hat als allgemeine Tendenz hinzustellen versucht.
Hier wird versucht, ein Bild zu konstruieren, dass in der seriösen internationalen Forschung hinlänglich widerlegt ist. Die Stoßrichtung der Autorin entspricht lediglich dem ideologischen Weltbild ihres Arbeitgebers, die Methoden leider auch.
Auch ich bin - wie mein Vorredner - für den Aufbau einer solide privaten Geschichts-/Hausbibliothek. Das Geld für dieses Buch allerding kann man sich sparen.
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