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Ernste Männer: Roman
 
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Ernste Männer: Roman [Gebundene Ausgabe]

Manu Joseph , Anke Burger
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 357 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608938923
  • ISBN-13: 978-3608938920
  • Originaltitel: Serious Men
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 509.083 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Vielleicht ist derzeit keine Literatur reicher als die Indiens. Manu Joseph ist einer der Schriftsteller, die einen schon auf solche Gedanken bringen können.« --Literarische Welt, 04.09.2010

Kurzbeschreibung

Prall erzählte indische Gegenwartsliteratur

Die schreiend komische Geschichte eines neuen großen Erzähltalents über die Slums von Mumbai, die indische Gesellschaft und echte Professoren, die sich von einem falschen Wunderkind vorführen lassen.

»Hoffnung ist nur eine kurze Konzentrationsschwäche.«


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch mit Witz und Charme, 22. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Ernste Männer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dem Titel des Buches entgegengesetzt ist in »Ernste Männer« nicht immer alles ernst. Der in Indien geborene Manu Joseph stellt seine Heimat unter den Prüfstand und spricht Missstände offen an. Das haben vor ihm freilich schon andere getan, er wählt aber einen neuen Blickwinkel auf das Geschehen und macht die Wissenschaft zu einem entscheidenden Standbein seiner Geschichte. Nicht nur Russland und die USA greifen nach den Sternen, auch Indien hat diesbezüglich Forschung vorzuweisen und begibt sich auf die Suche nach Leben außerhalb der Erde. Dadurch entsteht insgesamt ein kritischer Blick auf eine neue indische Generation im Zeichen der Globalisierung und der Emanzipation. Es bleibt nicht bei der Beleuchtung des Lebens von Ayyan Mani, auch sein Chef Arvind und die einzige in der Firma arbeitende Frau Oparna werden begleitet. Obwohl Mani sich auf seinen Sohn konzentriert, entgeht ihm nicht die Beziehung, die zwischen den beiden Kollegen entsteht. Und er kann es Arvind nicht verdenken, würde er doch prinzipiell einer Affäre ebenfalls nicht abgeneigt sein.

Die Figuren wirken allesamt aus dem Leben gegriffen und authentisch, insbesondere der Antiheld Mani. Er steht sinnbildlich für den kleinen Mann von der Straße mit den großen, aber unrealistischen Träumen, die er dennoch mit Leidenschaft zu verfolgen versucht. Er rückt durch negative Taten und Lügen in den Mittelpunkt, wirkt dadurch aber nicht weniger tragisch. Mit ihm entwirft Manu Joseph eine gelungene Hauptfigur, die aus der Perspektive der unteren Kasten heraus ihre Umwelt betrachtet. In ihm treffen ebenjene Träume auf die bittere Realität, obwohl er im Vergleich zu den Mitbewohnern seines Hochhauses sogar noch zu den besser gestellten Menschen gehört, da er eine feste Arbeit hat.

Viele verschiedene Themen werden in diesem Roman auf angenehme Art und Weise abgedeckt. Die Rolle der Religion in der aktuellen Gesellschaft wird ebenso reflektiert wie die gegenwärtige Situation des sinkenden Schiffes namens Patriachat. Selbst seinen eigenen Beruf verschont der Autor dabei nicht, denn er ist für das Open Magazine zuständig und hat früher für die Indian Times geschrieben und zeigt in »Ernste Männer« mehr als deutlich, dass diese Zeitungen und Magazine der Korruption nicht abgeneigt sind und für den richtigen Geldbetrag oder Gefallen auch gerne die Unwahrheit verbreiten. Manu Joseph wagt viel, verpackt seine Kritik allerdings sehr geschickt und wortgewandt. Aufgelockert wird die Atmosphäre durch sympathische Witze und sarkastische Bemerkungen. Als Arvind Acharya später tatsächlich lebende Zellen in der Erdatmosphäre entdeckt, kommt er beispielsweise zu der geistreichen Bemerkung, dass die Menschen seit Jahren außerirdische Leben zum Joghurtmachen benutzen.

Durchweg toll entworfene Figuren und Gesellschaftskritik mit Witz und Charme. Bei diesem Buch darf man lachen, wird aber gleichzeitig zum Nachdenken angeregt!
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4.0 von 5 Sternen Mikrokosmisch-komische Einsichten in den Subkontinent Indien, 8. Januar 2012
Von 
Th. Leibfried (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ernste Männer: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ernste Männer" ist der erste Roman, den ich von einem indischen Schriftsteller gelesen habe. ("The God of small things" steht auch noch im Bücherregal.) Nicht der erste Roman über Inder und Indien, diesen Kulturkreis haben ja auch andere, von mir gelesene Autoren behandelt, von Hesse bis Irving. Manu Joseph arbeitet als Journalist, war unter anderem tätig für die "Times of India" und die "New York Times", und legte mit Ernste Männer" seinen ersten Roman vor. Und das gleich weltweit. Man kann davon ausgehen, dass Joseph eine Menge eigene Erfahrungen literarisch aufgearbeitet hat.

Im Mittelpunkt steht vor allem ein intelligenter Mann (Mitglied bei MENSA) aus der Unterschicht, Ayyan Mani, der mit seiner kleinen Familie, Frau und Sohn, auf 14 Quadratmeter in einem riesigen Wohnkomplex lebt. Komfort ist ein Fremdwort für die drei und der Wille, aus dieser trostlosen Sackgasse auszubrechen, nachvollziehbar. Mani arbeitet in einem Forschungsinstitut als Chefsekretär des Institutsleiters Dr. Arvand Acharya, dessen vorrangiges Ziel und Projekt der Beweis ist, dass alles Leben auf der Erde in Wahrheit von außerhalb unseres Planeten stammt, der aber ebenso nachdrücklich die Existenz extraterrestrischer Intelligenz ablehnt. Manu ist nahe dran an den Interna des Forschungsinstituts, an Machtkämpfen und Intrigen. Auch weil er illegale Methoden nutzt, seinen Chef und dessen Besucher abhört oder interne Dokumente verwendet. Als Mittel zum Zweck des gesellschaftlichen Aufstiegs verwendet Manu seinen zehnjährigen Sohn Adi, dessen außergewöhnliche intellektuelle Fähigkeiten er inszeniert und so weit übertreibt, bis es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt.

Zweite Hauptfigur im Roman ist der Institutsleiter Arvand Acharya, seine isolierte Stellung, seine Beziehung zu seiner Ehefrau und schließlich auch eine fatale Affäre, die seine Existenz und letztendlich auch sein Leben bedroht. Auf einen solchen Fehltritt hat manch einer am Institut, der andere Ziele und andere Vorstellungen hat, nur gewartet.

Die Story ist spannend geschrieben, wenn auch im Mittelteil nicht ohne Längen. Die indische Gesellschaft wird verhältnismäßig unaufgeregt geschildert, wenn auch immer wieder das Kastendenken kritisch geschildert wird. Ein schöner Plot am Ende des Romans trug seinen Teil bei zu guten vier Sternen in meiner Bewertung. Eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.
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5.0 von 5 Sternen Ge - ni - al ***** Grandioses Debut, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ernste Männer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch zeigt mir Indien wie ich es auf unzähligen Reisen erfuhr, die Story bebt vor schelmenhafter- Gerissenheit. Die christliche Ordensschwester möchte den buddhistischen Vater von Adi zu
ihrer Religion bekehren und sagt zu ihm, " Mr. Mani, Buddha machte am Bodhibaum halt, Jesus ging den Weg bis zu Ende!!!" solcherlei "Schoten" sind vielerlei im Buch zu finden und es gibt ne ganze Menge zu lachen. Der Schreibstil ist sehr fliessend und nährt sich von strotzender Intelligenz, stets den Schalk im Gepäck, ein Echter Schmunzelziegel den man da beim Lesen in der Hand hält.
Als junger indischer Autor versäumt es Joseph Manu nicht die "merkwürdigen" Anteile seines Landes anzusprechen, erfreulich unbewertend sodern sehr prosaisch/humorvoll und dennoch mahnend,,, kompliment! Ins besondere wird der Stand der Bramahnen aufs Korn genommen, und als unerträglich borniert dargestellt. Das gesammte Buch ist pures Lesevergnügen und alles andere als trockener Jornalismus. Eben so stimmig wie das ganze Buch erwartet den Leser ein ausgesprochen entzückendes Ende zu dem man einfach nur herzlich lachen kann in der Hoffnung das
dieser wunderbare Schriftsteller bald mehr, mehr, mehr an Büchern vorlegt. Wie efreulich das man mal auf einem Buchdeckel lesen kann das ein begnadeter indischer Schriftsteller in Indien B l e i b t und nicht den Wohnsitz in Kalfornien hat. Great Mumbai!
Joseph,,,,thanks for this *****
Zu Herzen gehend indisch.
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