Erwartungsfroh sah ich mir diese Doku über Che's Zeit in Bolivien an. Eine Doku von Arte, dass verspricht Qualität auf höchstem Niveau.Dachte ich, aber das war wohl nichts. Sicher ist es schwer geeignetes Material für solch eine Doku zufinden, aber gerade Che der bekanntlich über Jahre Tagebuch führte, lieferte unschätzbare Informationen über seine Ideale, seine Aktivitäten und auch über viele Menschen die ihm auf seinem Weg begegnet sind. Da war es nicht so schwer Augenzeugen aufzuspüren. Aber was soll der Blödsinn die in Originalsprache gehaltenen Augenzeugenberichte mit einem gelben Untertitel auf überwiegend hellem Grund zuzeigen. Bei aller Bemühung konnte ich den Text meistens nicht oder wenn überhaupt nur teilweise lesen. So macht eine solche Doku keinen Sinn. Die Informationen welche ich mir von dem Bericht erwartet hatte kamen so nicht rüber. Zudem klangen die deutschen Sprecher als ob sie eine Schlaftablette genommen hätten. Kurz gesagt ist diese Doku eine absolute Enttäuschung. Einzig einige bewegte Bilder von Che waren sehenswert. Die Informationen die rüber kamen waren nichts neues und zudem begnügte sich der Filmemacher Dindo mit Halbwahrheiten. Es wurde gezeigt das Che in einer Dorfschule hingerichtet wurde, aber es wurde mit keinem Wort erwähnt das man anschliessend Che's Hände abschnitt und ihn in einem Massengrab verscharte. So wurde sein Leichnahm bis heute nicht gefunden. Leider fehlen diese Informationen gänzlich. Einziger trost ist der geringe Kaufpreis, so dass ich es verschmerzen werde diese Cassette gekauft zu haben.