Hemingways "Fiesta" umschreibt das Leben in den 20er Jahren in Paris und Spanien. Jake ist Amerikaner und liebt es zu reisen, bis er auf die Krankenschwester Brett trifft, die ihm den Kopf verdreht. Hemingways Stil ist etwas Besonderes, denn er schafft eine Atmosphäre zwischen den Figuren, er sagt die Dinge nicht direkt, sondern versteckt angedeutet und das ist etwas Exzeptionelles. Nichtsdestotrotz vermisst man die Handlung, denn sie spielt von nichts anderem als dem ständigen rotationsartigen Erwähnen über Rumsitzen in Cafés, Bars oder Hotelzimmern, von Schein-Künstlern und von den Trivialitäten des Alltags, die den Tag für die Figuren erst so richtig ausmachen, da sie auf der Suche nach dem eigenen Ich, dem Sinn und den Freuden des Lebens sind und bereit sind, sich dem Exzess zu ergeben, um überhaupt etwas zu spüren. Die Figuren glauben ihre Existenz spüren zu müssen, um das Wort "Leben" definieren zu können und geben also so, starke Sprüche von sich manchmal, die sich dann zu handfesten Dialogen entwickeln, jedoch nicht die Handlung weiter vorantreiben und den Leser zu der Frage "Wie geht es wohl weiter" anspornen. Man ist, wenn man ein etwas fesselndes Buch erwartet, mit diesem Werk falsch bedient, jedoch kann man gerne hierzu greifen um Hemingways Stil und Eigenart zum Kaschieren von direkten Anspielungen kennenzulernen. Mir persönlich hat "Fiesta", das der erste Roman Hemingways ist, nicht gefallen, dennoch lasse ich mich nicht entmutigen und greife gerne zu einem anderen Werk von ihm, um möglicherweise nicht noch einmal enttäuscht zu werden und diesen sehr bekannten Schriftsteller mit einem Vorurteil zu verlassen.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.