Der einleitende allgemeine Teil des Büchleins ist gut geschrieben. Wie steht es aber mit der Umsetzung der Ratschläge in praxi? Hervorragende Food-Fotos machen zwar Lust auf das Nachkochen; aber nicht jeder Arthrosekranke hat eine gesunde, für sie/ihn ganztags tätige Hausfrau zur Hand, die das doch sehr zeitaufwendige Einkaufen (z.T. in Spezialläden), Zurichten, Kochen, Braten etc., bis hin zum Abspülen übernimmt. Und sich dann, mit ähnlichem Zeitaufwand, wieder an das Zubereiten des folgenden Essens macht. Bei einem Gericht habe ich fast 50 (!) Zutaten gezählt, bei einem anderen 2,5 Stunden Garzeit. Und wohin mit den für 1 Person nicht verbrauchten Mengen? Mit anderen Worten: Nur bedingt geeignet für Singles, Berufstätige ohne lange Mittagspause, Alleinerziehende und Hilfsbedürftige (schwer Erkrankte). Wer schreibt etwas für diese seltsamerweise kaum beachtete, aber zahlreiche Klientel?