Gnädig, daß er in der Danksagung seine Quellen nennt (Breihan, The Man Who Shot Jesse James; Crittenden, Jesse James Was My Neighbour; Flanders Dorset, The New Eldorado und Settle, Jesse James Was His Name), da weiß man wenigstens gleich, wo er abgeschrieben hat. Ich weiß nicht zu entscheiden, was schlechter ist: Hansens Versuch Dialoge zu schreiben oder die erbärmliche Übersetzung aus dem Amerikanischen. Eine kleine Kostprobe: "Meine Hose wird immer frecher, verliert sozusagen jegliche Distanz zu mir." sagt James, um auszudrücken, daß er sich mit Weihnachtsessen vollgestopft hat. Man kann mit einem Stift mitlesen und direkt beim Lesen sehr deutlich die Stellen erkennen und markieren, die Hansen abgeschrieben hat. Es ist erstaunlich, wie viel geistigen Durchfall er noch dazwischen geklemmt hat.
Zum Glück hat Fischer das Buch vor einem Jahr bei 2001 verramscht - zu einem Preis, der noch zu hoch gegriffen ist. Wer sich über schlechten Stil amüsieren möchte oder wenig zu lachen hat, greife zu. Wer sich über James erkundigen möchte, greife zu einem der obengenannten oder vergleichbaren Büchern.
Nachtrag: Obwohl Mr. Hansen höchstpersönlich an der Verfilmung mitgewirkt hat, ist der gleichnamige Film ein ungewöhnliches Beispiel dafür, dass man aus einem schlechten Buch auch einen guten Film machen kann.