Gustav (Gustav-Peter Wöhler), überzeugter Buddhist, will für einige Zeit in ein japanisches Kloster gehen, um dort zu sich selbst zu finden. Sein Bruder Uwe (Uwe Ochsenknecht) möchte ihn, nach Japan begleiten, da seine Frau sich von ihm getrennt hat und er sich nach Ablenkung sehnt. Die beiden Brüder finden sich zunächst in dem fremden Land nicht zurecht und müssen sich durch die Metropole Tokios durchschlagen, um ihren Grundbedürfnissen nachzukommen.
Regisseurin Doris Dörie ("Männer", "Der Fischer und seine Frau") hat diesen Film mit einer sehr kleinen Crew und komplett auf Video gedreht. Wohl aus Gründen der Mobilität. Denn es sind ihr viele beeindruckende Aufnahmen des japanischen Alltags gelungen. Sie inszenierte die Story als Selbstfindungsfilm, in dem ihre beiden Protagonisten zu Beginn der Handlung von einer Tolpatschigkeit zu nächsten tappen. Erst mit der Zeit können sich die beiden mit der für sie fremden Kultur arrangieren.
Die Regisseurin nutzte ihre eigenen Erfahrungen in Japan, um die Szenen in dem buddhistischen Kloster zu realisieren.
Ihr sind in dieser unterhaltsamen Komödie einige interessante Einblicke in die japanische Kultur gelungen. Am Anfang fängt die Story noch etwas klischeehaft an, steigert sich aber im Verlauf des Films. Es ist vor allem Uwe Ochsenknecht zu verdanken, dass der Film nie langweilig wird, da der innere Wandel seiner Figur von ihm sehr glaubhaft dargestellt wird.