Pressestimmen
»Seit seiner Neuentdeckung durch die Modernisten hat John Donne mit seiner Sprach- und Rollenkunst die Leserschaft erstaunt wie zugleich auch erregt, denn seine innige Verquickung von Tiefsinn, Scharfsinn und frivoler Sinnlichkeit lässt keinen kalt. Eine kleine Auswahl von Gedichten, darunter etliche seiner bekanntesten, lädt zur neuerlichen Lektüre ein. Wolfgang Held hat sie mit Wortwitz und Mut zur Pointe formschön nachgedichtet und mit einem kundigen Vorwort eingeleitet ... großes Passionstheater.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Kurzbeschreibung
Aus dem Schwarm der metaphysical poets ragt John Donne, Zeitgenosse von Shakespeare und Marlowe, als ihr Doyen und Meister hervor. Seine bildreichen und komplexen Gedichte, vor allem die zynisch-erotischen, geistvoll zugespitzten, enthusiastisch brutalen Liebesgedichte, wirken bis heute und gehören zum festen Bestand lyrischer Sprachkunst. Wolfgang Helds temperamentvolle Übertragung bietet in Metrum und Reim eine äußerste Annäherung an die Originale. Ein Vorwort und ein Essay erschließen die Entwicklung John Donnes vom elisabethanischen Kavalier zum todessüchtigen Dekan von Sankt Paul und bestimmen die Poetologie seiner Gedichte zwischen bildkräftiger Anschauung, intellektueller Kombinationskunst und leidenschaftlicher Ausdruckskraft.
Über den Autor
John Donne war katholischer Kaufmannssohn, Frauenliebling, Parlamentsabgeordneter unter Elizabeth I., anglikanischer Dekan unter Oliver Cromwell: 400 Jahre trennen uns von John Donne (1572-1631), dem respektlosen Dichter erotischer Liebeslyrik.