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Produktinformation
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Man kann Tilmann Rammstedts stilsicheres Erzähldebüt an jeder beliebigen Stelle aufschlagen, man wird finden, dass sich das Wesentliche im Kopf des jungen Mannes abspielt. Es geht um Freunde, Mädchen, Weihnachtspläne mit Eltern, eine Party, die gefeiert werden soll. All das erzählt uns Rammstedt so realistisch, wie es für seinen Helden ist: eben nur als Wunsch, Vermutung und Konjunktiv, hätte ich doch, vielleicht, es wäre schön. Die wahre Liebesbeziehung in diesem Buch, das von der wunderbaren Welt der Möglichkeiten erzählt, ist die zwischen dem Erzähl-Ich und seinen Gedanken.
Konsequent schickt Rammstedt seinen Erzähler in unentwegte Rückkopplungsschleifen. Dieser schiebt und kugelt seine Gedanken-Sätze wiederholend vor sich hin, bis man den Drehwurm hat. So bekommen die 21 kurzen Geschichten in Erledigungen vor der Feier eine wunderbar rhythmische Monotonie, die man sich auch vorlesen lassen sollte. Dass der 28-Jährige, der 2001 den Berliner Open-Mike-Wettbewerb gewonnen hat, seinen Stil als Performer der Berliner Lesebühne "Visch und Ferse" geschliffen hat, merkt man dem Buch an. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Rammstedt's Held erzählt dabei von kleineren Alltagsbeobachtungen, fast schon belanglosen Ereignissen, die oftmals so banal sind, dass es schon schmerzt. Aber gerade in dieser - oft recht illusionslosen - Banalität liegt die Stärke dieser Erzählungen.
So ist das Leben und auch aus kleinen Alltagsbeobachtungen lassen sich oft große Wahrheiten ableiten.
Dabei lesen sich die Erzählungen dieses schmalen Buches allesamt recht leicht und flott, so dass man in Windeseile am Ende angelangt ist, aber noch lange nicht genug hat von Tilman Rammstedt, der es vorzüglich versteht, Unterhaltung mit einem gewissen literarischen Anspruch zu vermischen.
Ein sehr gelungenes Buch über das Leben, die Liebe und das Erwachsenwerden. Empfehlenswert!
Für diese vier ersten Geschichten gabs nen Preis beim 9. "Open Mike" Wettbewerb 2001, auch die anderen Texte über "L." sind prima- nur der Rest ist genauso wahllos und belanglos, wie man ihn schon 127 mal gelesen hat, bei den anderen Autoren der (Berliner) Lesebühnen wie Jochen Schmidt, ahne oder Jakob Hein, die jetzt unter anderem bei kiwi und dtv verlegt werden. Sie stehen in keinem direkten Zusammenhang zu den anderen Geschichten, wenn man einmal von der Schilderung des irgendwie-noch-Studentischem- Lebensstils absieht.
Geschrieben sind diese 21 Kurzgeschichten in einem Stil, den T. Rammstedt selbst in einem Interview mit "Schriftstelle" (November 2001) als LESEBÜHNENSTIL bezeichnet hat: "Pointiert zu schreiben, über Alltägliches zu schreiben, mit einer gewissen Distanz darüber zu schreiben und vor allen Dingen: wie man es vorträgt, also sehr, sehr trocken vortragen, gar nicht der gefürchtete pathetische Dichtervortrag."
Dass die Texte zunächst für Leseabende geschrieben wurden, merkt man ihnen an, nicht nur an der "Leselänge von vier bis acht Minuten pro Text", sondern auch an den "Lacherstellen". Deshalb: lassen Sie sich mindestens die ersten vier Geschichten vorlesen, am besten von einem "significant other".
Oder noch besser von Tilmann Rammstedt selbst, er tourt gerade durch halb Deutschland, auch bei 1Live Klubbing in Köln war er schon im Frühjahr, und das Literaturfestival in Mantua/Italien sowie das Goethe Institut Oslo sind im August dran.
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