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Erlöse uns von dem Bösen - Deliver us from Evil
 
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Erlöse uns von dem Bösen - Deliver us from Evil

Amy Berg    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Amy Berg
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: AV Visionen GmbH
  • Erscheinungstermin: 27. April 2009
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001QU60MU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 49.886 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der aus Irland stammende katholische Geistliche O'Grady ist in den 70er-Jahren mit dem Dienst im US-Bundesstaat Kalifornien betraut. Um seine pädophilen Neigungen zu befriedigen, nutzt er seine Stellung aus. Er lässt Eltern im guten Glauben und missbraucht deren ihm anvertraute Kinder. Dieses Szenario zieht sich sage und schreibe mehr als 20 Jahre hin. Die einzige Reaktion seiner offenbar auch noch in Kenntnis dieser Situation befindlichen Übergeordneten besteht darin, ihn mehrfach zu versetzen.

Video.de

Die für den Oscar nominierte Doku von Regisseurin Amy Berg bezieht sich, in der ein oder anderen These gewagt, auf einen Priester, der letztlich für den von ihm begangenen Missbrauch amtsenthoben und für sieben Jahre eingesperrt wurde. Im Film selbst wird neben den Opfern auch Oliver O'Grady zu den von ihm verübten Verbrechen befragt, ein entgegen aller monströsen Vorstellungen sanftmütig erscheinender Mensch. Zudem kommen hier auch Theologen und Psychologen sowie Justiz-Repräsentanten zu Wort.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lohkidoki
Das Interessanteste an diesem Dokumentarfilm ist, dass er sich intensiv mit dem Täter beschäftigt. Normalerweise hört man viele Aussagen von Opfern oder Analysen von Psychiatern oder Polizisten. Aber einen Täter über das Thema Kindesmissbrauch (noch dazu einen Geistlichen) zu hören ist selten. Auch verblüffend sind die während der Ermittlung unter Eid gemachten Aussagen von O'Grady, Kardinal Mahoney und Monsignor Cain. Diese zeigen, dass die katholische Kirche sehr wohl wusste, was O'Grady getan hatte, sich dennoch dafür entschied, es zu ignorieren.

Als einzige Kritik an dem Film kann ich die Szene im Vatikan anbringen. Sie ist viel zu überdramatisch. Die Regisseurin nimmt zwei Opfer nach Rom, um sie mit dem Papst zu konfrontieren. Sie werden natürlich abgewiesen, was den Eindruck erweckt, dass die Kirche die Opfer kaltherzig zurückweist, ignoriert, ja sogar verleugnet. Aber ehrlich: Kann man einfach so zum Vatikan gehen, an die Tür klopfen und ernsthaft erwarten, dann direkt vom Papst empfangen werden? Unrealistisch.

Abgesehen von dieser einen Szene: "Erlöse uns von dem Bösen" ist ein guter, deutlicher Film, der vielen die Augen öffnen wird.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eliraneb
Ich kann nur eines sagen: "Erlöse uns von dem Bösen" ist einer der besten und beeindruckendsten Dokumentarfilme, den ich gesehen habe. Er ist gut recherchiert, und gut geschnitten und seine zahlreichen Auszeichnungen sind verdient.

Der Film entfaltet methodisch die schreckliche Geschichte des pädophilen Priesters Pater O'Grady. O'Grady missbrauchte über ein Vierteljahrhundert lang kleine Kinder in Nordkalifornien. Trotz mehrfacher Anzeigen durch die Opfer war die offizielle Antwort der katholischen Kirche nur, O'Grady von Gemeinde zu Gemeinde zu versetzen. Einfach so. Ohne zu verhindern, dass er weiterhin Kontakte zu Kindern haben konnte. So bekam O'Grady neue Opfer sozusagen auf einem Silbertablett von der Kirche gereicht.

Was den Film so überwältigend macht ist, dass O'Grady selber im Film zu Wort kommt. Glaubt mir, wenn ich sage, dass dieser Mann ein unglaubliches Monster ist. Seine Geschichte ist dennoch nicht nur schwarz und weiß. Er wurde selber sexuell missbraucht, was den Schluss nahelegt, dass dies seine kriminelle Tat beeinflusst hat. Und das ist ein schlauer Schritt der Regisseurin: dem Zuschauer erscheint das Monster so sanfter. Die sanfte Stimme O'Gradys, und seine freundliche Art zu erzählen, bestätigen diesen Eindruck. Beide Sichtweisen mischen sich dann in einem sehr verwirrenden Bild: Wer ist eigentlich dieser O'Grady und was für ein Mann ist er? Eine Frage, die ihm im Laufe des Interviews gestellt wird, ist, ob er sich von seinen Taten distanzieren kann. Ich glaube, das ist das Schockierendste: Während er zugibt, dass er schreckliche Dinge getan hat, scheint er überhaupt keine Reue zu empfinden oder gar ein schlechtes Gewissen zu haben. Er schreibt sogar seinen Opfern einen Brief, in dem er sie zu ihm nach Irland zu einem "Versöhnungsgespräch" einlädt. So nach dem Motto: "Ja, ja, ich hab was Böses gemacht, aber ich werde euch davon erlösen."

Natürlich vertritt der Film eine Meinung und wirkt damit sowohl durch den Schnitt als auch die Wahl der zu Wortkommenden subjektiv. Die Kirche als Institution selbst erscheint nicht im Film, außer in den Auszügen der unter Eid stattgefundenen Anhörung zweier Bischöfe im Fall O'Grady. Die teilnehmenden Theologen haben eine sehr klare Meinung zum Thema, die die Politik der Kirche klar verurteilt. Und auch die interviewten Anwälte verteidigen die pädophilen Priester nicht. Aber: Die katholische Kirche wollte nicht am Film mitwirken und ein Dokumentarfilm muss nicht unbedingt ein objektiver Bericht sein (Und ehrlich, wie will man einen Film zum Thema Kindesmissbrauch auch objektiv halten?), sondern kann auch einen Standpunkt verteidigen. Und der von Amy Berg ist klar: Der Film ist keine Kirchenvorwurfsvolle Propaganda, aber da was passiert ist, ist absolut inakzeptabel und wenn der Film dazu beitragen kann, dass die Kirche endlich reagiert, dann ist das Ziel erreicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HL1603
Inhaltlich mag der Film sehr gut sein. Ich habe es mir aber nicht angetan, das Video länger als 15 min anzusehen: Der Inhalt wird "erzählt", Sprache Englisch, dürftige Simultanübersetzung mit und ohne deutsche Untertiltel. Sehr nervig, da man immer den englischen Orighinaltext deutlich im Hintergrund hört und dabei feststellen muß, daß ganze Passagen in der gesprochenen deutschen Übersetzung fehlen.
Ich habe das Video zurückgeschickt, obwohl es ja geöffnet war, und erhielt von Amazon den vollen Kaufpreis zurück.
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