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Erklärt Pereira: Gekürzte Lesung Audio-CD – Audiobook, Juli 2007

4.5 von 5 Sternen 44 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Erklärt Pereira
OT Sostiene Pereira. Una testimonianza OA 1994 DE 1995 Form Roman Epoche Gegenwart
Der Roman von Antonio Tabucchi, der in seiner Ich-bezogenen Sichtweise unter dem Einfluss des Schriftstellers Fernando R Pessoa steht und den Wandel eines Menschen erzählt, stellt das anonyme Protokoll einer Zeugenaussage (so der Untertitel) dar. Weder der Vorname des Zeugen Pereira noch die Gegebenheiten, unter denen er aussagt, werden erwähnt.
Inhalt: Schauplatz ist Lissabon im Sommer 1938 zur Zeit der Salazar-Diktatur. Pereira, verantwortlich für die neue Kulturseite der katholischen Abendzeitung Lisboa, sucht einen freien Mitarbeiter, der Nachrufe auf bedeutende Schriftsteller schreiben soll. Er stellt den begabten, jungen Monteiro Rossi an, der gerade seine Dissertation in Philosophie publiziert hat und dringend Geld benötigt. Sein erster Nachruf auf den spanischen Schriftsteller Federico Garía Lorca (1898–1936), der von seinen politischen Gegnern ermordet wurde, ist wegen seiner antifaschistischen Ansichten »nicht zur Veröffentlichung geeignet« und würde niemals die Zensur passieren. Obwohl Pereira auch alle weiteren Nachrufe Monterios wegen ihres revolutionären Inhalts für unbrauchbar hält, bewahrt er sie auf und bezahlt Monteiro für seine Arbeit.
Das bisher ruhig verlaufene Leben des unpolitischen Pereira, der in der Vergangenheit lebt, wird durch die Nachrufe seines Mitarbeiters und durch weitere Begegnungen mit regimekritischen Menschen in seinen Grundfesten erschüttert. Die Freiheitsideale Monteiros erwecken das Interesse des alternden Journalisten am Leben und an den gegenwärtigen politischen Ereignissen. Monteiro gelingt es, ihn zu überreden, einem spanischen Widerstandskämpfer ein sicheres Versteck zu besorgen. Schließlich ist es der völlig erschöpfte Monteiro, der Zuflucht in Pereiras Wohnung sucht. Doch die Salazar-Polizei entdeckt ihn dort und bringt ihn im Beisein des machtlosen Pereira auf brutale Weise um. Mit Hilfe des befreundeten Arztes Cardoso, der vorgibt, Funktionär der Zensurbehörde zu sein, kann Pereira in der Lisboa einen mutigen Nachruf auf Monteiro veröffentlichen und so die Verbrechen des Regimes publik machen. Danach verlässt er mit einem gefälschten Pass das Land.
Wirkung: Der antifaschistische Roman, der Tabucchi international bekannt machte, wurde u. a. mit dem Premio Viareggio ausgezeichnet und 1995 mit Marcello Mastroianni in der Titelrolle verfilmt. Der Amtsantritt des Medienzaren Silvio Berlusconi (* 1936), der 1994 unter Beteiligung der Neofaschisten an die Macht kam, verlieh dem Buch größte Aktualität. C. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Der Verlag über das Buch

Lissabon in der Zeit der faschistischen Diktatur Ende der dreißiger Jahre: Das Leben des politisch desillusionierten, zurückgezogen lebenden Kulturredakteurs Pereira ändert sich, als er den jungen Widerstandskämpfer Monteiro Rossi trifft. In ihm erkennt Pereira das Abbild der eigenen verschütteten jugendlichen Ideale. Ein langsamer Entwicklungsprozeß setzt ein, der ihn aus der Lethargie führt und zur Handlung veranlaßt. Der Roman wurde in Italien mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle verfilmt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Von Ein Kunde am 30. April 1999
Format: Taschenbuch
Diese "Zeugenaussage" des Lissaboner Journalisten Pereira ist mehr als seine Geschichte, sie fängt die Atmosphäre der Zeit ein, sie zeichnet das Bild eines ganz normalen Menschen, der sich aus seinem Alltagstrott herausreißen läßt, als er die Grausamkeit des Regimes erkennt. Dabei wird er nicht zum Heros, der sich mit seinem Leben für seine Ideale opfert, nein er bleibt der Journalist und wirkt als Journalist dieser Regierung entgegen. Seine Entwicklung wird in "Erklärt Pereira" geschildert, so daß der Titel eine Doppeldeutigkeit gewinnt, er ist Ausdruck der Zeugenaussage Pereiras und gleichzeitig erklärt das Buch Pereiras allmählichen Sinneswandel von dem lethargischen, ängstlichen Kulturredakteur, der keine Artikel abdrucken lassen will, die sich gegen das Regime wenden, zu einem Redakteur, der nun die mit seinen Waffen das Regime bekämpft. Ich habe dieses Buch sehr genossen und spürte eine Faszination, die schon vom Titel ausging.
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Format: Taschenbuch
Einfach nur genial, dieses Werk. Und ich gestehe: ich hasse eigentlich solch extreme Behauptungen, zumal sie ja fast keinen Spielraum einer Verbesserung zulassen - aber nach Gault Millau-Art mal mindestens 19 Punkte.
Warum? Es ist eben diese Gesamtkomposition aus Erzählstil, wundervoll Alltäglichem vor dem Hintergrund eines hässlichen menschenverachtenden Antlitzes der Gesellschaft, dieser liebevoll-skurillen Gestalt des alten Journalisten, der unspektakulären Auseinandersetzung mit der eigenen Überzeugung und der Courage, einer gelungenen Verneigung vor der Unbekümmertheit der Jugend, und dieser tränenrührenden Tat, den Nachruf des ermordeten Studenten in die Zeitung zu setzen. Diese Tat am Ende ist im Grunde auch nicht spektakulär, sehr wohl aber mutig und kämpferisch. Spätestens jetzt sollten wir uns fragen, ob wir so handeln könnten... Überaus leise erzählt, besser berichtet, aber welch eine Nähe wird bei uns Lesern erzeugt, die uns in den Bann zieht ...
Die Szenerie: Portugal in den 30ern in faschistischen Klauen, eine rebellierende Gruppe jugendlich-Unschuldiger, und einer amorphen Masse der Mitschwimmer. Und unser Journalist, der sich bereits lieber mit einer Schein- und Totenwelt beschäftigt als mit der Realität, der muss sich entscheiden!
Leicht zu lesen, spannend erzählt und eigentlich am wichtigsten: es gibt Kraft für den Glauben an die Menschheit!
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Format: Taschenbuch
Antonio Tabucchi führt den Leser zurück ins Jahr 1938. Dort, während eines heißen Sommers in Portugal, trifft man auf Doktor Pereira, einen schon älteren, herzkranken Journalisten, der die letzten Jahre komplett weltabgewandt verbracht hat. Sein einziges Interesse gilt der Literatur. In einer neugegründeten regimefreundlichen Abendzeitung betreut er die Kulturseite. Von den politischen Vorgängen in Portugal, dem spanischen Bürgerkrieg und den drohenden Gewitterwolken, die sich über den europäischen Staaten zusammenbrauen, hat er kaum eine Ahnung.
Als er den jungen Philosophen Monteiro Rossi kennenlernt, wird Schritt für Schritt sein Leben in eine neue Richtung gelenkt. Obwohl er sich hartnäckig weiterhin als unpolitisch erklärt, sehen das der Herausgeber der Zeitung und diverse Spitzel anders.
Pereira, der so zurückgezogen und unscheinbar lebte, dass sogar sein Freund, Pater Antonio, keinen Anlass für eine Beichte bei ihm sieht, stellt sich der Realität in Portugal. Er unterstützt Monteiro Rossi und seine Freunde und entwickelt wieder Interesse an den Vorgängen in Europa. Nicht lange und Pereira steht an einem Wendepunkt seines Lebens. Er trifft eine Entscheidung, die ihn über sich selbst hinauswachsen lässt.

Der gesamte Text ist von den schon beinahe hypnotischen Worten "Erklärt Pereira" durchzogen. Sie stehen gleichermaßen als Rechtfertigung wie auch als Erklärung. Mehr als einmal stellt sich einfach nur die Frage, warum jemand, der ein erfahrener Journalist ist, so blind für die Geschehnisse rund um ihn sein kann.
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Von Code am 26. Juli 2007
Format: Taschenbuch
Kann man sich der Politik entziehen, unter einer Diktatur zumal? Ja. Es gibt genug Nischen, in denen man es sich bequem machen kann. Wie ein gewisser Pereira in Lissabon. Man muß die Augen nicht unbedingt verschließen, man darf nur den Mund nicht öffnen und schon wehen die politischen Zustände über einen hinweg. Trotzdem läßt er sich um seine Beschaulichkeit bringen, als Monteiro Rossi und seine Freundin Marta in sein Leben treten. Ein Leben, daß unter der eigenen Vergangenheit wie begraben da liegt. Daß Tabucchi seinen Helden daraus erwachen läßt, liegt in seinem Glauben daran, daß es nur eines Anstoßes braucht, um einen inneren Umsturz zu erzielen.

Zur richtigen Zeit, von den richtigen Personen und man bewegt sich doch. Einher geht diese Veränderung in Pereira mit dem Gefühl, daß das Leben zu ihm zurückkehrt. Die Angst, wie der Mut, wie die Zweifel, unter Umständen sogar den Tod. Doch ein Leben, ohne all das, was einen Menschen ausmacht, erzählt uns Tabucchi in seinem klugen Roman, ist kein Leben, das sich zu leben lohnt.
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