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Erklärt Pereira: Eine Zeugenaussage Roman Taschenbuch – 1. Oktober 1997


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 9 (1. Oktober 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423124245
  • ISBN-13: 978-3423124249
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,8 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 158.091 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Erklärt Pereira
OT Sostiene Pereira. Una testimonianza OA 1994 DE 1995 Form Roman Epoche Gegenwart
Der Roman von Antonio Tabucchi, der in seiner Ich-bezogenen Sichtweise unter dem Einfluss des Schriftstellers Fernando R Pessoa steht und den Wandel eines Menschen erzählt, stellt das anonyme Protokoll einer Zeugenaussage (so der Untertitel) dar. Weder der Vorname des Zeugen Pereira noch die Gegebenheiten, unter denen er aussagt, werden erwähnt.
Inhalt: Schauplatz ist Lissabon im Sommer 1938 zur Zeit der Salazar-Diktatur. Pereira, verantwortlich für die neue Kulturseite der katholischen Abendzeitung Lisboa, sucht einen freien Mitarbeiter, der Nachrufe auf bedeutende Schriftsteller schreiben soll. Er stellt den begabten, jungen Monteiro Rossi an, der gerade seine Dissertation in Philosophie publiziert hat und dringend Geld benötigt. Sein erster Nachruf auf den spanischen Schriftsteller Federico Garía Lorca (1898–1936), der von seinen politischen Gegnern ermordet wurde, ist wegen seiner antifaschistischen Ansichten »nicht zur Veröffentlichung geeignet« und würde niemals die Zensur passieren. Obwohl Pereira auch alle weiteren Nachrufe Monterios wegen ihres revolutionären Inhalts für unbrauchbar hält, bewahrt er sie auf und bezahlt Monteiro für seine Arbeit.
Das bisher ruhig verlaufene Leben des unpolitischen Pereira, der in der Vergangenheit lebt, wird durch die Nachrufe seines Mitarbeiters und durch weitere Begegnungen mit regimekritischen Menschen in seinen Grundfesten erschüttert. Die Freiheitsideale Monteiros erwecken das Interesse des alternden Journalisten am Leben und an den gegenwärtigen politischen Ereignissen. Monteiro gelingt es, ihn zu überreden, einem spanischen Widerstandskämpfer ein sicheres Versteck zu besorgen. Schließlich ist es der völlig erschöpfte Monteiro, der Zuflucht in Pereiras Wohnung sucht. Doch die Salazar-Polizei entdeckt ihn dort und bringt ihn im Beisein des machtlosen Pereira auf brutale Weise um. Mit Hilfe des befreundeten Arztes Cardoso, der vorgibt, Funktionär der Zensurbehörde zu sein, kann Pereira in der Lisboa einen mutigen Nachruf auf Monteiro veröffentlichen und so die Verbrechen des Regimes publik machen. Danach verlässt er mit einem gefälschten Pass das Land.
Wirkung: Der antifaschistische Roman, der Tabucchi international bekannt machte, wurde u. a. mit dem Premio Viareggio ausgezeichnet und 1995 mit Marcello Mastroianni in der Titelrolle verfilmt. Der Amtsantritt des Medienzaren Silvio Berlusconi (* 1936), der 1994 unter Beteiligung der Neofaschisten an die Macht kam, verlieh dem Buch größte Aktualität. C. H.

Der Verlag über das Buch

Lissabon in der Zeit der faschistischen Diktatur Ende der dreißiger Jahre: Das Leben des politisch desillusionierten, zurückgezogen lebenden Kulturredakteurs Pereira ändert sich, als er den jungen Widerstandskämpfer Monteiro Rossi trifft. In ihm erkennt Pereira das Abbild der eigenen verschütteten jugendlichen Ideale. Ein langsamer Entwicklungsprozeß setzt ein, der ihn aus der Lethargie führt und zur Handlung veranlaßt. Der Roman wurde in Italien mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle verfilmt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 30. April 1999
Format: Taschenbuch
Diese "Zeugenaussage" des Lissaboner Journalisten Pereira ist mehr als seine Geschichte, sie fängt die Atmosphäre der Zeit ein, sie zeichnet das Bild eines ganz normalen Menschen, der sich aus seinem Alltagstrott herausreißen läßt, als er die Grausamkeit des Regimes erkennt. Dabei wird er nicht zum Heros, der sich mit seinem Leben für seine Ideale opfert, nein er bleibt der Journalist und wirkt als Journalist dieser Regierung entgegen. Seine Entwicklung wird in "Erklärt Pereira" geschildert, so daß der Titel eine Doppeldeutigkeit gewinnt, er ist Ausdruck der Zeugenaussage Pereiras und gleichzeitig erklärt das Buch Pereiras allmählichen Sinneswandel von dem lethargischen, ängstlichen Kulturredakteur, der keine Artikel abdrucken lassen will, die sich gegen das Regime wenden, zu einem Redakteur, der nun die mit seinen Waffen das Regime bekämpft. Ich habe dieses Buch sehr genossen und spürte eine Faszination, die schon vom Titel ausging.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 8. Juni 2012
Format: Taschenbuch
Indem Tabucchi 1993 die Geschichte in das Jahr 1938 nach Portugal verlegt, als dort das Salazar-Regime herrschte und der Bürgerkrieg zwischen Republikanern und Franco-Anhängern in Spanien begann, nimmt er der Handlung viel von ihrer Brisanz und Aktualität. Entsprechend gelassen, gemüthaft ist die Schilderung, leicht, humoristisch, wie von Erich Kästner geschrieben, atmosphärisch wie von Dufy gemalt.

Der Held Pereira ist ein schon etwas älterer, reichlich dicker Herr, der sich als unpolitisch begreift, die Literatur liebt, von eher schlichtem Gemüt ist und sich in Lebensfragen Rat bei einem Priester und die politischen Informationen bei seinem Kellner holt, aber ein eigenes Gefühl für Anständigkeit und Menschlichkeit hat. Dadurch wird er ungewollt zum Unterstützer oppositioneller Aktivitäten zweier junger Leute, einem jungen Mann und seiner Freundin, er finanziert sie und gewährt dem Jungen einmal Unterschlupf. Am Schluss lanciert Pereira sogar einen heldenhaften Coup gegen die herrschende politische Ordnung.

Der Stil bereitet einen darauf vor. Indem der Roman als "Zeugenaussage" geschrieben ist - immer wieder heißt es distanzierend "erklärt Pereira" - wartet man geradezu darauf, dass am Schluss etwas Außerordentliches passiert, denn wozu sollte sonst die lange Zeugenaussage dienen? Gleichzeitig hat der Erzähler der Schilderung, damit sie nicht zu faktisch wird, immer wieder Lebendigkeit und Eigenständigkeit gegeben und mit leichter Hand seelische Vorgänge, Gedanken, inneres Geschehen hinzugefügt.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Boris Neutzler am 20. Oktober 2004
Format: Taschenbuch
Einfach nur genial, dieses Werk. Und ich gestehe: ich hasse eigentlich solch extreme Behauptungen, zumal sie ja fast keinen Spielraum einer Verbesserung zulassen - aber nach Gault Millau-Art mal mindestens 19 Punkte.
Warum? Es ist eben diese Gesamtkomposition aus Erzählstil, wundervoll Alltäglichem vor dem Hintergrund eines hässlichen menschenverachtenden Antlitzes der Gesellschaft, dieser liebevoll-skurillen Gestalt des alten Journalisten, der unspektakulären Auseinandersetzung mit der eigenen Überzeugung und der Courage, einer gelungenen Verneigung vor der Unbekümmertheit der Jugend, und dieser tränenrührenden Tat, den Nachruf des ermordeten Studenten in die Zeitung zu setzen. Diese Tat am Ende ist im Grunde auch nicht spektakulär, sehr wohl aber mutig und kämpferisch. Spätestens jetzt sollten wir uns fragen, ob wir so handeln könnten... Überaus leise erzählt, besser berichtet, aber welch eine Nähe wird bei uns Lesern erzeugt, die uns in den Bann zieht ...
Die Szenerie: Portugal in den 30ern in faschistischen Klauen, eine rebellierende Gruppe jugendlich-Unschuldiger, und einer amorphen Masse der Mitschwimmer. Und unser Journalist, der sich bereits lieber mit einer Schein- und Totenwelt beschäftigt als mit der Realität, der muss sich entscheiden!
Leicht zu lesen, spannend erzählt und eigentlich am wichtigsten: es gibt Kraft für den Glauben an die Menschheit!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zeilensprung am 3. Juni 2007
Format: Taschenbuch
Antonio Tabucchis wunderbare Erzählung "Erklärt Pereira" ist ein Lehrstück der Zivilcourage. Der Leser liest eine Zeugenaussage von einer solchen Brisanz, das die Seiten des Buches förmlich knistern. Es beginnt mit der eher harmlosen Schilderung eines mittelmäßigen Charakters, der sich viele Jahre einfach abgefunden hat mit einem Leben in der Diktatur. Er führt ein stilles Dasein im Privaten. Sich raushalten, die anderen machen lassen, damit konnte er viele Jahre gut und unbehelligt leben.

Doch dann wird das Wegsehen zur Qual, die Einmischung zum Bedürfnis.

Diese Wandlung "erklärt" Pereira auf einer Lissaboner Polizeistube.

Er erzählt von seiner Arbeit als Journalist, davon, wie er sich auf seinen Ruhestand freute, um sich dann ganz dem Gedenken an seine bereits verstorbene Frau und der Lektüre seiner französischen Lieblingsdichter zu widmen.

Doch dann bekommt er einen Auftrag von Monteiro, der ihn bittet, Nekrologe zu schreiben. Monteiro fasziniert Pereira. Denn unerschrocken mischt er sich ein, prangert an und baut mit Gleichgesinnten ein Netzwerk des Widerstandes auf. Damit geht er bewusst große Risiken ein. Und Pereira wächst im entscheidenden Moment über sich hinaus. Nun schaut er nicht mehr weg, sondern versteckt Monteiro, beginnt ebenfalls Widerstand zu leisten und sich nicht mehr zu verstecken...

Antonio Tabucchis Pereira ist kein Held, er hat viele Ängste und Skrupel. Ein Leben in der Diktatur stumpft auch ab. Und doch: Im entscheidenden Moment gibt er seinem Leben eine Wendung, die ihn überhaupt nicht überlegen lässt. Intuitiv tut er das Richtige, ohne Rücksicht auf die empfindlichen Folgen.
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