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Erinnerungen an Sokrates
 
 
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Erinnerungen an Sokrates [Taschenbuch]

Xenophon , Walter Burkert , Rudolf Preiswerk
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 175 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150018552
  • ISBN-13: 978-3150018552
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 9,3 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 58.399 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Xenophon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stünden uns Xenophons "Erinnerungen" nicht zur Verfügung und wären wir allein auf die Dialoge Platons angewiesen, so wäre unser Bild des Menschen Sokrates beträchtlich ärmer und weniger lebendig. Xenophon zeigt uns den großen Philosophen im alltäglichen Umgang mit Mitbürgern aller Stände, Bildungsschichten und Berufe; manches, was er berichtet, geht auf sein persönliches Erleben zurück. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In diesem Buch erzählt Xenophon von vielen Gespräche, die Sokrates führte. Jedes Gespräch für sich enthält eine kleine praktische Weisheit, die sich auch heute noch für jederman lohnt zu befolgen. Zusätzlich kann man noch die Redekunst Sokrates bewundern, mit der er es auf einfache aber geschickte Weise schaffte seine Mitmenschen zu Verhaltensänderungen zu bewegen.

Das Buch ist in einfacher Sprache gehalten - also keine Angst vor diesen Buch.

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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pinselstrich des Zufalls 20. Juni 2003
Format:Taschenbuch
Den Vorwurf, Platon habe den historischen Sokrates in seinen Dialogen literarisch überhöht, muß sich Xenophon nicht gefallen lassen. Wohl aber dessen Gegenteil. Mit den Erinnerungen an Sokrates zeichnet Xenophon das Bild eines braven, sittsamen Atheners, dessen höchstes Anliegen es ist, erzieherisch auf seine Umwelt zu wirken. Sokrates wird hier vorgestellt als ein Vertreter der konservativen Tugenden, wirkt schulmeisterlich und lässt - was das Schlimmste ist - seinen gewohnten Humor und seine ihm eigene Ironie vollständig vermissen.

Xenophon und Platon waren beide Schüler des Sokrates und beiden ging es nicht vorrangig ums Biographische. Doch was bei dem einen geistreich-philosophische Dichtung wird, bleibt bei dem anderen eine Sammlung essayistischer Berichterstattung. Xenophon schreibt, was er sieht und hört, aber eben hier liegt das Problem. Der Schüler bleibt hinter dem Meister zurück, die Tiefe wird nicht ausgelotet.

Die ersten beiden Bücher veröffentlicht Xenophon als Reaktion auf die Anklage und Hinrichtung des Sokrates, eine Schutzschrift also. Später kompiliert er das Ganze mit weiteren Werken, wobei das vierte und letzte Buch (über die Erziehung) bereits vorliegt und auch einen eigenständigen Charakter annimmt.

Die Frage drängt sich natürlich auf, wie weit wir den sokratischen Schriften im Allgemeinen und denen des Xenophons im Besonderen trauen können, schließlich kann dieser auch in seiner Apologie die gesamte Gerichtsverhandlung bis zum Tode Sokrates schildern ohne überhaupt anwesend gewesen zu sein. Um die Person Sokrates webt sich also ein Mythos. Das Ungefähre, was wir über Leben und Sterben dieses Mannes wissen, besitzt jedoch das Potential, ihn zum Prototypen des Philosophen zu erheben. Ist das aber einmal geschehen, wirken die xenophontischen Überlieferungen geradezu vulgär. Wer will an seinem Heroen schon menschliche oder gar philisterhafte Züge entdecken? Unfreiwillig erscheint hier die Wahrheitssuche als bloße Rethorik. Die Behauptung aber, Sokrates sei nicht der Gegner aller Sophisten, sondern ihr bester Vertreter, kann hier ironischerweise nicht einmal bestätigt werden.

Doch selbst Aristoteles, obgleich er Sokrates in Ehren hält, verkauft ihn unter Wert und sieht in seiner induktiven Methode und der Beteuerung seines Nichtwissens schon den ganzen Philosophen. Sokrates blufft sehr gut, aber er weiß einiges. Bei Platon und selbst bei Xenophon finden sich allenorts Hinweise auf positive Erkenntnisse. In Platons Apologie heißt es unter anderem, Sokrates hält es für das höchste Gut, „sich täglich über die Arete zu unterhalten" - das schöne Leben; an anderer Stelle ist für ihn, „ein ungeprüftes Leben nicht lebenswert". Wie sollte auch jemand, der nicht weiß, was zu tun ist, dasselbe so selbstsicher vollbringen wie eben Sokrates.

Dem Bild also, das wir von Sokrates besitzen, haftet unweigerlich der Pinselstrich des Zufalls an, gingen doch andere Werke, von anderen Autoren in der Geschichte verloren. Doch etwas anderes haben wir nicht. Xenophons Bedeutung als Zeitzeuge liegt ungleich höher als seine Bedeutung als Philosoph, wenn es letztere denn gibt. Aber welche Dummheit, ihn schon deshalb zu verwerfen. So bleiben die Erinnerungen an Sokrates also lediglich von historischem Interesse. Doch wer wäre so kühn, den Nutzen der Historie für das Leben zu unterschätzen?

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch für die Seele. 12. April 2009
Format:Taschenbuch
Wenn Sie etwas über sich und die Menschen erfahren wollen, legen Sie Koran, Bibel und Co. beiseite und folgen Sie den Erinnerungen des Xenophons an Sokrates. Dieses Buch ist gut für die Seele und gehört schon in die Schülerhand. Aber nicht als Pflichtlektüre, sondern vielleicht als Schulabschlußgeschenk des Staates an jeden jungen Erwachsenen. Jeder Mensch ist es wert dieses Buch zu lesen und dieses Buch ist es wert von jedem Menschen gelesen zu werden. Das Nachwort von Walter Burkert können Sie vergessen. Am besten Sie lesen es erst gar nicht.
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