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Erinnerungen: Autobiographie des Chefs der Grenztruppen der DDR: Autobiografie des Chefs der Grenztruppen der DDR
 
 
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Erinnerungen: Autobiographie des Chefs der Grenztruppen der DDR: Autobiografie des Chefs der Grenztruppen der DDR [Gebundene Ausgabe]

Klaus D Baumgarten
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Das Neue Berlin; Auflage: 1 (15. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3360010957
  • ISBN-13: 978-3360010957
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 328.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klaus-Dieter Baumgarten
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der oberste Grenzsoldat der DDR galt vielen als Inkarnation der repressiven DDR, die ihre Bürger nicht rausließ. Bei dieser Betrachtung wird stets ausgeblendet, daß die deutsche Teilung Folge des Hitlerkrieges war. Und daß die Grenze keine innerdeutsche war, sondern die Frontlinie zwischen NATO und Warschauer Pakt. Diese hatten die DDR-Grenzer zu sichern. Baumgarten zeigt, in welchem Maß sie eine Bündnisverpflichtung erfüllen mußten. Ebenso macht er aus seiner Überzeugung keinen Hehl, daß er und seinesgleichen nicht nur eine militärische, sondern eine politische Aufgabe hatten, zu der er unverändert stand. Baumgarten präsentiert sich in seinen autobiographischen Erinnerungen als ein sensibler Beobachter seiner Zeit, in der er sich mit Fleiß, Charakter und Ausdauer vom einfachen Zimmermann zum Generaloberst entwickelte.

Über den Autor

Klaus-Dieter Baumgarten (1931-2008) war Zimmermann und zog 1949 Uniform an. Grenzpolizist im Harz, in den frühen 60er Jahren Besuch einer sowjetische Militärakademie, in den 70er Jahren die Generalstabsakademie der UdSSR. Danach Kommandeur des Grenzkommandos Süd. Von 1979 bis zum 28. Februar 1990 war er Chef der Grenztruppen der DDR und Stellvertretender Verteidigungsminister. Als Generaloberst a. D. wurde er zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, von denen er mehr als die Hälfte absaß.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Petri
Format:Gebundene Ausgabe
Generaloberst a.D. Klaus-Dieter Baumgarten,am 18.02.2008 verstorben, hat mit seinen Erinnerungen ein Buch hinterlassen, das nicht nur eine Autobiographie schlechthin ist, sondern einen Teil der Militärgeschichte der ehemaligen DDR darstellt. Natürlich stellt seine persönliche Entwicklung von der Kinderzeit in einer soliden Familie, über die Schule und Lehrausbildung bis hin zu seinem Werdegang in der bewaffneten Organen der DDR den Kern der Autobiographie dar.
Was mir besonders aufgefallen ist, Klaus-Dieter Baumgarten schreibt seine Erinnerungen für den Leser sehr einprägsam, emotional und ehrlich.
Viele seiner Weggefährten nennt er beim Namen, hebt ihre guten Seiten hervor, äußert sich aber auch sehr kritisch.
Bei der Darstellung seiner Kommandofunktionen in der Grenztruppen der DDR beschreibt er für den Leser sehr anschaulich die militär- und außenpolitischen Zusammenhänge, die die Entwicklung der Grenztruppen der DDR bestimmten.
Nicht ausgespart wurde die Zeit der politischen Strafverfolgung und des Strafvollzugs.
Neben der solidarischen Unterstützung seiner ehemaligen Kameraden wurde auch die Rolle des Bundeswehrverbandes und seines Vorsitzenden, Oberst Bernhard Gertz, hervorgehoben.
Für den aufgeschlossenen und militärgeschichtlich interessierten Leser sehr zu empfehlen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Habe das Buch in nur 2 Tagen durchgelesen und war wieder einmal entsetzt, mit welchen "rechtsstaatlichen" Mitteln einem Mann, der zeit seines Lebens Außergewöhnliches geleistet hat, die Ehre abgeschnitten wird. Keiner der ehemaligen Nazi-Verbrecher, die nach 45 in den BRD-Verwaltung hoffiert wurden, wurde nur ansatzweise so behandelt. Das Buch vermitelt jedenfalls viele Detailkenntnisse zum Leben und Werdegang des Generals und trägt somit, sei es auch nur aus seiner subj. Sicht geschrieben, dazu bei, die Schieflage bei der politisch motivierten Meinungsbildung ein wenig gerade zu rücken.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von U. Glade
Format:Gebundene Ausgabe
Geht es nach Herrn Gauck oder ähnlichen Geistlichen der evangelischen Kirche in Ost und West, brauchte es so ein Buch - Selbstzeugnis des Chefs der Grenztruppen der früheren DDR - überhaupt nicht zu geben. Denn es ist ja alles klar und tausendmal wiederholt worden: über einen Unrechts-
staat von Anfang an und seine Protagonisten braucht man kein weiteres Wort zu verlieren. Wie gut, dass "wir" "die Guten" sind und die anderen die Bösen. Da hat man doch gleich wieder ein wunderbar reines Gewissen.
Ja, wenn die Welt so einfach wäre. Dann hätte es eigentlich auch zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit Anlass gegeben für das Entstehen neuer Religionen und das Auftreten neuer Propheten. Na, und Revolutionen waren doch eigentlich auch nicht nötig. Was haben die nicht an Leid und Elend über die Menschen gebracht! Aber was war vorher? Warum hatten neue Propheten oder Revolutionsführer Erfolg? Weil viele Menschen die alten Zustände nicht mehr aushalten konnten und lieber sterben wollten als so wie bisher weiterleben. Mögen die Völker in Tunesien, Ägypten und Libyen nicht um ihren Erfolg betrogen werden! Die vielen "Helfer" für Demokratie sind sehr verdächtig. Wo waren sie denn vor der Umwälzung?

Ja, es stimmt: die Sowjet-Union war die Lebensversicherung der DDR. Sobald sie diese Funktion aufgab, war auch die DDR weg. K. D. Baumgarten hat das anschaulich geschildert. Revolution in
Russland 1917, Intervention von 14 (!) westlichen, "demokratischen" Staaten, um diese Gefahr für ihre Herrschaft auszulöschen (hat nicht geklappt), dann das Aufeinanderhetzen von Hitler-Faschismus und Stalinismus mit dem Ergebnis von allein 20 Millionen (!) ermordeten Sowjet-Bürgern, vorläufiger Sieg der Sowjet-Union über Deutschland 1945. Dann mußte die UdSSR erleben,
dass sich in den Westzonen Deutschlands schnurstracks ihre alten Feinde mit Hilfe der Westmächte
wieder zu erneuter Macht erheben konnten - ohne jede echte Bestrafung, als wenn nichts gewesen wäre! Natürlich waren sie jetzt alle Demokraten und Freiheitshelden. Wer könnte denn je etwas anderes denken? War es unter solchen Voraussetzungen nicht legitim, als Antwort auf die DM und die BRD ein antifaschistisches Deutschland zu unterstützen? Wo war hier das Unrecht? Vom Potsdamer Abkommen mal gar nicht zu reden.
Ja, die Wahrheit gebietet es, Unrecht und leider auch Verbrechen zu benennen, die auf Seiten und
im Namen der UdSSR und der SED begangen wurden. Die Tragik wollte es, dass viele Antifaschisten
in der SBZ und späteren DDR den Terror des Stalinismus nicht erkennen und wahrhaben wollten.
Die es dennoch taten, mußten das z. T. mit Leben, Gesundheit oder Freiheit bezahlen. Aber die meisten Überlebenden wurden dadurch nicht zu Verrätern - im Gegenteil! Baumgarten nennt Bei-spiele dafür.

Dass es im Laufe der Jahre zu einer militärisch gesicherten Grenze zwischen DDR und BRD sowie um Westberlin, also zwischen NATO und Warschauer Pakt, kam, ist nicht allein Schuld des Ostens
gewesen, schon gar nicht von Anfang an von ihm gewollt. Kein ehrlicher und erstzunehmender Mensch kann jemals das entstandene menschliche Leid vergessen, welches durch die Existenz dieser Grenze entstanden ist. Die Alternative aber wäre gewesen: Atomkrieg und Exitus der Menscheit! Das ist nicht übertrieben. Es war öfter 5 Minuten vor 12 als es heute bekannt ist (Kuba-Krise 1962). Nur wer heute diese Zusammenhänge aufzeigt, gilt in weiten Kreisen schon als - quasi - Terrorist, als Verfassungsfeind sowieso.

Würde man neben den Geheimarchiven des Ostens auch die des Westens öffnen und unbestochenen Historikern zugänglich machen, ließe sich beweisen, dass Baumgarten in seinem Buch viele Wahrheiten dargelegt hat, die dem Westen höchst unangenehm sind. Es ist klar, dass die Herr-schenden der BRD das so lange wie nur irgend möglich verhindern wollen. Durch eine solche um-fassende Offenlegung würde kein einziger getöteter Flüchtling oder DDR-Grenzsoldat wieder lebendig. Aber die heute Lebenden hätten die Möglichkeit, der Opfer des kalten Krieges mit dem Wissen um die ganze Wahrheit zu gedenken. Und kein Demagoge hätte mehr die Möglichkeit, diese
traurigen Schicksale für seine heutigen unehrenhaften Ziele zu mißbrauchen. Gauck würde arbeitslos. Genau hier liegt mit der Grund dafür, warum in Deutschland nach 1990 eine Wahrheits-kommission wie in Südafrika mit allen Mitteln verhindert wurde.

Baumgartens Buch ist ein Beitrag dazu, dieser unangenehmen, für alle Beteiligten schwer zu ertragenden Wahrheit näher zu kommen. Jede/r Nachgeborene - ob rechts oder links stehend, ob Christ, Muslim oder Atheist - ist aufgerufen, sein Gewissen zu befragen, wie er oder sie zu dieser Wahrheit steht.
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