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62 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der intelligenteste von Hitlers Helfern berichtet, 4. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Erinnerungen (Gebundene Ausgabe)
Alberts Speer Erinnerungen sind eines der spannendsten Bücher, das ich je gelesen habe! Es war mir nicht möglich es wieder aus der Hand zu legen, bis ich es ausgelesen hatte. Immer wieder schlage ich etwas nach, in diesem Standardwerk über das Dritte Reich. Der Umgang mit Speers Autobiographie will allerdings gelernt sein. Das sich hier ein Mann, der tief in die Aktivitäten der Nationalsozialisten verstrickt war, sich mit diesem Buch ein Forum geschaffen hat, um sich von seiner besten Seite zu präsentieren, sollte dem Leser klar sein. Es empfiehlt sich also unbedingt andere, objektive Werke über die Zeit von 1933-1945 zu lesen. Speer erzählt in diesem Buch seine Lebensgeschichte, angefangen mit den glücklichen Kindertagen in einem wohlhabenden, bürgerlichen Elternhause, über den Anfang seiner Architektenkarriere bis hin zum Aufstieg in Hitlers-Machtapparat. Das Buch endet mit den Nürnberger Prozessen und der anschließenden Haftstrafe Speers. Mit Abstand am interessantesten ist erwartungsgemäß der Teil, in dem Speer von seiner Arbeit für Hitler und seinen Treffen mit ihm berichtet. Einige Schwarzweißphotos runden das Buch ab. Weltberühmt ist wohl das Bild von Hitler beim Mittagsschlaf. Speer äußerst sich über die Intrigen unter den führenden Männern im Hitler-Staat. Berichte über „die versäumte Atombombe", die „Wunderwaffen" und unzählige weiter Details machen dieses Buch zu einer äußerst ergiebigen Informationsquelle. So spannend kann kein Thriller sein! Albert Speers Erinnerungen sind Pflichtlektüre für jeden, der sich über das Dritte Reich informieren will. Es ist nicht nur ein hervorragendes Nachschlagewerk, sondern auch zum wiederholten Lesen bestens geeignet. Ein Maßstab für andere Autobiographien!
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der "etwas andere Insider", 28. Oktober 2005
Die „Erinnerungen" von Albert Speer sind untergliedert in drei größere Abschnitte. Im ersten Teil des Buches, der sich mit Speers Tätigkeit als Architekt Hitler befasst, bemerkt man deutlich in und an der Art und Weise der ersten Schilderungen, dass es ein Künstler mit einem besonderen Auge für Architektur ist, mit dem man es zu tun hat. Auf eine Weise ist dies natürlich klar, die Detailliertheit und Intensität hat mich dennoch etwas überrascht. Der zweite Abschnitt, der sich mit dem für ihn unerwarteten Ministerdasein im Rüstungswesen und den damit zusammenhängenden Interna befasst, war für meinen Geschmack eher etwas langweilig und stellenweise uninteressant. Sehr gut gelingt es Speer hier hingegen, Hitlers Flucht aus der Wirklichkeit in seinen letzten Lebensjahren nachzuzeichnen. Im dritten Teil beschreibt er dann eindrücklich, wie er gegen Ende des Krieges die Vernichtungsbefehle Hitlers im Sinne der „verbrannten Erde" missachtete und zu verhindern versuchte und wie seine regimekritische Haltung und sein Reflexionsvermögen mehr und mehr hervortritt. Die Faszination, die die Person Hitler auf ihn ausgeübt hatte, nimmt langsam ab. Interessant ist weiterhin, dass man mit Speer einen Berichterstatter akademischen Grades und entsprechenden Reflexionsvermögens hat, der- zumindest im Nachhinein! - die einzelnen Situationen analytisch darbieten kann. Sehr überrascht und beeindruckt hat mich, wie viele Details und Gesprächsabläufe Albert Speer doch in Erinnerung geblieben zu sein scheinen. Auffällig fand ich schließlich noch, dass Speer zum einen auf Hitlers nicht vorhandenes Privatleben verweist, sich auf der anderen Seite in seinen Erinnerungen aber auch keine einzige private Szene seine Familie betreffend befindet. Man erfährt nicht, welche Rolle seine Familie mit Frau und den sechs Kindern in dieser Zeit gespielt haben, sie kommen fast gar nicht vor in den ganzen Aufzeichnungen. Schade... - aber er wird wohl seine Gründe gehabt haben... Natürlich kann man sich bei der Lektüre manchmal der Frage nicht erwehren, ob diese Erinnerungen nicht doch dem Zwecke nachträglicher Rechtfertigung und Rehabilitation dienen sollen und kann sich fragen, ob Albert Speer dies alles auch Ernst meint und wirklich so sieht, aber wir können es letztlich doch nicht wissen und jeder Zweifel daran ist gleichsam auch eine Unterstellung. So wird man sich also nur an den Grundsatz „in dubio pro reo" halten können... - Eine interessante Schilderung eines - doch anders als die Anderen seienden - Insiders, manchmal vielleicht einen Tick zu langatmig, deswegen 4 STERNE, aber sehr lesenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super!, 20. Januar 2011
Ich bin von dem Buch sehr begeistert. Manche Menschen mögen Herrn Speer nun vorwerfen, er habe sich mit dem Buch selbst entschuldigen wollen oder er würde so tun, als hätte er mit den Verbrechen des Regimes nichts zu tun gehabt. Aber diese Leute haben das Buch nicht verstanden. Ich finde das Buch sehr gelungen. Seine Aussagen sind in den von mir gegen geprüften Quellen absolut korrekt. Was mich jedoch am Allermeisten gefreut hat, dass das Buch erstmalig die Nähe zu Hitler und die Rivalitäten der Obersten Leitung des Dritten Reiches klar und gut verständlich skizziert. Ich habe die Biographien über Hitler von Fest, Kershaw und z.b. seines Leibwächters Misch gelesen. Doch Speer erzählt sehr interessante Details, die man bisher noch nicht kannte. Zudem ist es sehr interessant und aufschlussreich, was in den letzten Monaten in Deutschland in wirtschaftlicher Sicht passiert ist, und wie sich die einzelnen Parteigrößen untereinander bekriegt haben. Fazit: ein absolutes Muss für jeden, den die Geschichte des Dritten Reichs interessiert.
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