Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht so spannend, 30. September 2008
Es handelt sich um eine blutige Familientragödie, wobei auch Kindesmisshandlungen nicht fehlen, trotzdem beginnt der Roman mäßig spannend.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, aus der Sicht des zu Beginn der Geschichte 8-jährigen Felix.
Alle anderen Familienmitglieder liegen ermordet in der Küche und Felix irrt erinnerungslos durch die Straßen.
Man verfolgt nun den weiteren Lebensweg von Felix bis zu einem Alter von Ende zwanzig. In dieser Zeit kommen immer mehr (vermeintliche) Erinnerungen zu Tage.
Jedem Protagonisten ist ein Kapitel gewidmet und durch diese unterschiedliche Darstellung, reimt sich der Ich-Erzähler die Geschehnisse im Jahr 1978 mehr und mehr zusammen.
Durch die, z.T. auch von außen, herausgezogenen Erinnerungsfetzen, zieht Felix allerdings fatale Fehlschlüsse.
Spannend sind vor allem die letzten 150 Seiten, als nach und nach die Wahrheit ans Licht kommt, wobei dies auch über viele Irrwege führt.
Gestört hat mich dabei, dass die Autorin manche Wendung der Ereignisse schon vorher andeutet, was etwas die Spannung nimmt, auch wenn man nicht weiß, was nun genau passieren wird.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
superspannender Thriller, 11. August 2008
Endlich mal wieder etwas Neues von Petra Hammesfahr: der Ich-Erzähler erinnert sich an seine Kindheit, die in einer "blutigen Familientragödie" endet und im Erwachsenenalter noch immer viele Fragen offen lässt, die bis zum Ende nicht vollständig beantwortet werden. Jeder maßgeblichen Person ist namentlich ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die spezielle Rolle der Person beschrieben wird. Die Verknüpfungen der einzelnen Personen und ihrer Charaktere werden in jedem Kapitel deutlich. Durch die unterschiedlichen Darstellungen der "blutigen Familientragödie", reimt sich der Ich-Erzähler mal mehr mal weniger logisch zusammen, was sich damals, als er 8 Jahre alt war, tatsächlich zugetragen hat, bis er glaubt, alles zu wissen. Und das ist ein (weiterer) Irrtum ....
Das Buch ist ungeheuer spannend geschrieben, in der für Petra Hammesfahr typischen etwas lakonischen Sprache.
Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein achtjähriger Augenzeuge, 15. August 2008
Der achtjährige Felix wird an einem Nachmittag blutverschmiert, durch die Straßen seiner Kleinstadt irrend, aufgegriffen. In der Küche des Hauses seiner Familie liegen die grauenvoll zugerichteten Leichen seiner Familie: Vater, Mutter, zwei kleine Schwestern. Felix könnte dazu beitragen, die Tragödie aufzuklären, doch es scheint, als habe er die Erinnerung fest in eine Schublade seines Gehirns eingeschlossen und den Schlüssel weggeworfen.
Als er nach dem Abitur aus einem Internat in seine Heimatstadt zurückkehrt, kommt es zur Konfrontation, und lange Brachliegendes bricht mit Gewalt hervor.
Dieser Thriller wird ganz aus der Perspektive von Felix erzählt, und zwar des erwachsenen Felix in Form eines Rückblicks. Felix präsentiert sich als "Produkt" eines von der Mutter absichtlich herbeigeführten Verhütungsfehlers, gequält und erniedrigt von der sadistisch veranlagten Großmutter und ihrer nicht weit vom Stamm gefallenen Tochter, ohne Schutz durch den zu weichen Vater, der selbst unter Frau und Schwiegermutter leidet und außerhalb der Familie zu scheinbar überzogenen Handgreiflichkeiten neigt.
Felix' weitere Geschichte führt aufgrund der gelegentlich von außen herausgezerrten Erinnerungsfetzen zu einigen fatalen Fehlschlüssen. Klarheit entsteht erst zum Schluss hin, als eine scheinbar hanebüchene Geschichte sich als die reine Wahrheit entpuppt und ein Motiv erkennbar wird.
Insgesamt eine spannend und einfühlsam erzählte Geschichte, in der die Autorin ohne Schwierigkeiten in die Rolle eines achtjährigen Kindes, eines Heranwachsenden und eines jungen Mannes schlüpft. Als Leser eines Thrillers sollte man sich vor viel Blut, Kindesmisshandlung der übelsten Sorte und Skrupellosigkeit nicht scheuen; Petra Hammesfahr ist mit diesem Roman jedenfalls ein weiterer Höhepunkt deutscher Kriminalliteratur gelungen, denn die Auflösung wirkt keineswegs selbstverständlich, der Aufbau ist logisch und in sich schlüssig, und obwohl der Leser sich zwischenzeitlich fragt, wohin die diffusen Kindheitserinnerungen eines indirekten Mordopfers führen sollen, fällt es schwer, mit der Lektüre vor der letzten Seite aufzuhören.
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