Es handelt sich um eine blutige Familientragödie, wobei auch Kindesmisshandlungen nicht fehlen, trotzdem beginnt der Roman mäßig spannend.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, aus der Sicht des zu Beginn der Geschichte 8-jährigen Felix.
Alle anderen Familienmitglieder liegen ermordet in der Küche und Felix irrt erinnerungslos durch die Straßen.
Man verfolgt nun den weiteren Lebensweg von Felix bis zu einem Alter von Ende zwanzig. In dieser Zeit kommen immer mehr (vermeintliche) Erinnerungen zu Tage.
Jedem Protagonisten ist ein Kapitel gewidmet und durch diese unterschiedliche Darstellung, reimt sich der Ich-Erzähler die Geschehnisse im Jahr 1978 mehr und mehr zusammen.
Durch die, z.T. auch von außen, herausgezogenen Erinnerungsfetzen, zieht Felix allerdings fatale Fehlschlüsse.
Spannend sind vor allem die letzten 150 Seiten, als nach und nach die Wahrheit ans Licht kommt, wobei dies auch über viele Irrwege führt.
Gestört hat mich dabei, dass die Autorin manche Wendung der Ereignisse schon vorher andeutet, was etwas die Spannung nimmt, auch wenn man nicht weiß, was nun genau passieren wird.