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Eriks Zimmer.
 
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Eriks Zimmer. [Taschenbuch]

Cilla Naumann , Paul Berf
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Susanne Beyer, Der Spiegel vom 17.03.2003

Am Ende eines ordentlichen Krimis stellt sich Entspannung ein: Mörder gefasst, alles wird gut. "Eriks Zimmer", der neue Roman von Cilla Naumann, 42, setzt da ein, wo der Horror der Krimi-Welt meistens aufhört: mit der Verhaftung eines Tatverdächtigen. Dem 25-jährigen Wissenschaftler Erik wird vorgeworfen, Mitglied einer mörderischen Bande zu sein, und die Autorin erzählt, was dieser Vorwurf bei denjenigen auslöst, bei denen der Horror jetzt beginnt: bei Eriks Eltern, Olof und Sonja, die sich von dem Vorwurf genauso getroffen fühlen wie ihr Sohn. Kann er es gewesen sein? Wenn ja: Wann ist er ihnen entglitten? Seit wann konnten sie die Signale seiner Wesensveränderung nicht mehr dechiffrieren? Olof und Sonja sind dem Ansturm der Öffentlichkeit und dem ihrer Gefühle kaum gewachsen. Eine differenzierte Seelenstudie, die zwar etwas holprig beginnt, aber mit jeder Seite an Intensität gewinnt. Denn angesichts des ganz normalen Wahnsinns dieser Familie wird schnell klar: Schuldig zu werden an der Schuld der Kinder - das kann alle Eltern treffen.

Kurzbeschreibung

»Ihr Sohn steht unter Mordverdacht.« Der Einbruch einer Tragödie in das Leben einer ganz normalen, glücklichen Familie.

Die Bombe muß schon seit Jahren getickt haben. Jetzt ist sie hochgegangen: Erik, Mitte Zwanzig, wird festgenommen. Man klagt ihn an, einen entsetzlichen Mord begangen zu haben. Seine Eltern, Sonja und Olof, ein wohlhabendes Paar mittleren Alters, sind zutiefst schockiert. Das alles ist so unfaßbar, war Erik, ihr einziges Kind, doch schon als kleiner Junge so liebenswert, unkompliziert und immer gut in der Schule. Und steht er nicht gerade am Beginn einer verheißungsvollen akademischen Karriere? Nein, Erik kann mit alldem nichts zu tun haben, da sind sich Sonja, erfolgreiche Anwältin, und Olof, Kinderarzt in einer Gemeinschaftspraxis, ganz sicher. Doch Tatsache ist, daß Erik schon immer so unauffällig war, daß Olof gar nicht weiß, wer sein Sohn eigentlich ist. Monatelang schon hat er heimlich Eriks Zimmer durchwühlt in der Hoffnung, einen Schlüssel zu den Wünschen, Sehnsüchten und Träumen seines Sohnes zu entdecken. Er hat nichts gefunden.

Während Erik in Untersuchungshaft den Prozeßbeginn erwartet, werden Sonja und Olof täglich von Reportern belästigt, das Verhältnis zu Freunden, Kollegen und Nachbarn kühlt rapide ab. Doch statt sich enger zusammenzuschließen, entfernen Sonja und Olof sich mehr und mehr voneinander. Ein jeder taucht ein in seine eigene Vergangenheit und in die Vergangenheit der ehemals glücklichen Familie. Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Wer ist schuld? Und: Wer darf hier Urteile fällen?

Der Verlag über das Buch

»Behutsam und zartfühlend, unerbittlich zieht die Autorin ihren beiden Protagonisten die Masken herunter und zeigt ohne Voyeurismus die tiefsten Verletzungen.« Salzburger Nachrichten

»Cilla Naumann betreibt eine gnadenlos fesselnde Demaskierung – und lässt ihr Buch in dem Augenblick enden, in dem der Prozess beginnt.« Westfälischer Anzeiger

»Raffiniert aufgebaut und fesselnd geschrieben, geht Eriks Zimmer schon nach wenigen Seiten unter die Haut.« Woxx

»Aus der scheinbaren Normalität entfaltet die preisgekrönte schwedische Autorin zwei Lebengeschichten voller Widersprüche – und einen Sog, der die Leser ergreift.« Schädelspalter

»Kein Krimi, sondern ein würgend dichter, atemabschnürender Alptraum.« Mitteldeutsche Zeitung Halle

»Aus der scheinbaren Normalität entfaltet die preisgekrönte schwedische Autorin zwei Lebensgeschichten voller Widersprüche – und einen Sog, der die Leser ergreift.« Schädelspalter

»In ihrem Heimatland Schweden wurde Cilla Naumanns Roman mit einem Film von Claude Chabrol verglichen. Und tatsächlich finden sich in dem Buch Parallelen zwischen den beiden, so, wie sie das scheinbar heile Familienleben sezieren -. Wobei man es in diesem Buch mit der kühleren Variante zu tun hat.« Südwest Presse

»Tiefe Literatur aus dem Schwedischen.« Fritz - Karlsruhe

»Mit psychologischem Gespür und sprachlicher Feinfühligkeit werden die geschärfte Wahrnehmung der Figuren, die leisen Zweifel an der Normalität und das Empfinden einer wachsenden Distanz zwischen der eigenen und der äußeren Realität eingefangen.« Neue Zürcher Zeitung

»Dieser zutiefst bewegende Roman ist soeben aus dem Schwedischen übersetzt worden und als Deutsche Erstausgabe erschienen. Mit großem Einfühlungsvermögen deckt die Autorin die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Brüche im Leben einer glücklichen Familie auf.« Nordsee-Zeitung

»Wo andere Autoren den Plot zum Anlass für blutige Details einer Mordserie genommen und den Spannungsaufbau rund um die Frage nach Täter und Opfer gebastelt hätten, nutzt die 42-jährige Katapult-Preisträgerin Cilla Naumann die Story ihres vierten Romans für ein Psychogramm der Entfremdung zwischen Menschen, die unter einem Dach leben – ähnlich wie Nadine Gordimer in „The House Gun“.« Kulturnews

»Der Roman ignoriert konsequent jedes „kriminologische“ Detail: Die Frage – war er’s, war er’s nicht? – schwelt allenfalls im Hintergrund. Thema ist einzig die Revision zweier Leben, die in der Vergangenheit den Zusammenbruch der Gegenwart ausmachen müssen. Mit dieser Konzeption entwickelt der Roman eine ungeheuer suggestive Kraft, die im besten Sinn des Wortes beunruhigend ist.« Kölner Illustrierte / Bonner Illustrierte

»Die Schwedin Cilla Naumann schildert in ihrem neuen Roman sehr bewegend, welchen Horror eine Mordanklage in eine scheinbar heile Familien bringt.« Gong

»Mit großem Einfühlungsvermögen deckt die Autorin die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Brüche im Leben einer glücklichen Familie auf.« Buxtehuder Tageblatt

»Wie Naumann einfühlsam und in klarer, einfacher Sprache die dunklen Seiten einer scheinbar glücklichen Familie aufdeckt – stark.« Ostsee-Zeitung (Rostock)

»Am Ende eines ordentliches Krimis stellt sich Entspannung ein: Mörder gefasst, alles wird gut. „Eriks Zimmer“, der neue Roman der schwedischen Autorin Cilla Naumann, 42, setzt da ein, wo der Horror der Krimi-Welt meistens aufhört: mit der Verhaftung eines Tatverdächtigen… Eine differenzierte Seelenstudie, die zwar etwas holprig beginnt, aber mit jeder Seite an Intensität gewinnt. Denn angesichts des ganz normalen Wahnsinns dieser Familie wird schnell klar: Schuldig zu werden an der Schuld der Kinder – das kann alle Eltern treffen…« Der Spiegel

»Cilla Naumann betreibt eine gnadenlos fesselnde Demaskierung – und lässt ihr Buch in dem Augenblick enden, in dem der Prozess beginnt.« Hellweger Anzeiger

»Die schwedische Autorin Cilla Naumann erstellt kein Psychogramm des möglichen Gewalttäters. Sie umkreist atmosphärisch bedrückend in Rückblenden das Leben der Eltern …« content-tv.com

Ein starker und zutiefst bewegender Roman. Auch mit ›Eriks Zimmer‹ hat Cilla Naumann bewiesen, daß sie zu den Autoren gehört, auf die man sich verlassen kann.« Upsala Nya Tidning

»Cilla Naumanns Stil ist suggestiv wie ein Film von Chabrol in seiner ästhetischen Beschreibung der Normalität. Von dieser Normalität geht eine starke Beunruhigung aus. Naumann hat schon einige wunderbare Bücher geschrieben – ›Eriks Zimmer‹ ist sicherlich das beste.« Expressen

»Mit subtilem Einfühlungsvermögen und großer Prägnanz gelingt es Cilla Naumann, die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Brüche im Leben einer glücklichen Familie aufzudecken – Brüche, die schließlich als tragische, offene Wunde aufbrechen.« Aftonbladet

»Ein Buch wie ein Kinofilm: durch den Perspektivenwechsel zwischen Mutter und Vater und die Auflösung einer exakten Chronologie gelingt es Cilla Naumann, Schicht für Schicht abzutragen und immer weitere Erklärungen hinter Erklärungen für das Unfaßbare zu finden.« Helsingborgs Dagblad

»Ein echter Thriller muß kein Krimi sein – wenn er nur ›Eriks Zimmer‹ heißt und von Cilla Naumann geschrieben wurde.« GP

Über den Autor

Cilla Naumann wurde 1960 geboren, arbeitete zunächst als Journalistin und debütierte 1995 mit »Wasserherz«. Für diesen Romanerstling erhielt sie den Preis für das beste literarische Debüt des Jahres, den Katapult Preis. Seither hat sie zwei weitere vielbeachtete Romane veröffentlicht; »Eriks Zimmer« ist ihr vierter Roman, der ebenfalls gleich nach Erscheinen großes Lob von der schwedischen Literaturkritik erhielt.
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